Jedicut und allgemeines vom Styroschneiden

Jedicut und allgemeines vom Styroschneiden

Beitragvon christianka6cr » Mi 16. Jul 2014, 00:55

Moin

http://www.aeropassion.net/jedicut/jedicut2-en-001.php

Hat jemand Erfahrungen mit dem Programm?
Freunde mich gerade damit an und schreibe ein paar Dateien. Das Programm scheint sehr einfach gestrickt zu sein, im Gegensatz zum Profili wirklich sehr verständlich und übersichtlich. Das Entscheidende ist aber, daß es nicht diesen Schrott beim Schneiden mit der Nasenleiste veranstaltet, also daß es eine saubere Nase fabriziert. Beim Profili kommt da leider nur unbrauchbarer Müll (verschmurgelte "Toastnase") raus und in Videos zum Jedicut habe ich schon gesehen, daß es die Nase in 2 Zügen anfährt, also muss es per Definition besser sein. ;-)

Jetzt muss es sich nur noch mit meiner Steuerung verstehen, das sehen wir Freitag, dann ist für´s Erste alles gut ;-)

Gruß Christian
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Re: Jedicut

Beitragvon st_canoe » Mi 16. Jul 2014, 07:54

Hi Christian,

ich hab bisher nur mit Jedicut geschnitten. Zwar erst wenige Flügel, aber die sind alle gut geworden. Ich nutze einen Arduino als Interface, da mein altes Laptop an der Parallelen nicht schnell genug war. Über USB kann ich auch mit dem 1GHz Celeron aus der Steinzeit schneiden. Gut finde ich, das immer von der gleichen Seite geschnitten wird. Damit spielt das Spiel in den Spindeln keine Rolle mehr.

Hier der Link zu dem Arduino Interface: http://www.aeropassion.net/forums/read.php?6,8582

Rümpfe und sonstiges habe ich noch nicht geschnitten.
Für meine Ansprüche reicht die Software bisher allemal.

Grüße, steve
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Re: Jedicut

Beitragvon christianka6cr » Mi 16. Jul 2014, 09:30

Moin Steve

Danke für die positive Antwort 8-)
So wie ich das beim rumspielen bisher gesehen habe, scheinen auch Rümpfe kein großes Problem zu sein.

Ich habe so ein Set an einem PC mit flotter Serieller ;-) hängen: http://m.ebay.de/itm/360966638248?nav=SEARCH und hoffe, dass die Steuerung sich mit dem Jedicut auch ohne zusätzliche Bauteile versteht :oops:
Die Timergeschichten, Temperatursteuerung usw konnte ich schonmal auf NA stellen, aber weiteres kann ich leider erst Freitag Abend testen... Was hast du für eine Steuerung dranhängen?

Gruß Christian, teils leicht überfordert mit der Materie
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Re: Jedicut

Beitragvon st_canoe » Mi 16. Jul 2014, 19:40

Hi Christian,

bei mir ist die meiste Elektronik selbst gebastelt. So auch die Treiber für die Schrittmotoren. Sie werden ganz einfach mit Puls und Richtung angesteuert. Und das machen viele Steuerungen so. Ich glaube Deine auch und dazu brauchst Du eben die parallele Druckerschnittstelle. Wozu die serielle dient, keine Ahnung.
Die Zuordnung der Schnittstelle zu Deiner Steuerung musst Du in der Konfiguration einstellen.

Den Draht heize ich über eine Konstantstromquelle mit ca. 1,8A. Dann berührt der Draht gerade nicht das Styro und der Schneidkanal ist ca. 1mm breit.

Viel Erfolg beim Konfigurieren.

Grüße, steve
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Re: Jedicut

Beitragvon Nebukadneza » Fr 18. Jul 2014, 21:38

Hi,

nachdem ich malwieder eine weile am Lesen verbracht habe möchte ich einfach mal zusammenfassen wie ich die aktuelle Styro-CNC-Lage so verstanden habe. Ich muss dazu sagen dass ich hier keine CNC habe, und soweit nur versuche Christian durch verdoppelte "einlesekraft" zu helfen bzw. Wissen anzusammeln um irgendwann mal Tilmans CNC ans rennen zu bringen -- also wiedermal Vollbluttheorie :D.

Also fangen wir mal vorne an -- abermals, ich schreibe das hier eher als "Hab' ich das so richtig verstanden?", falls jemand "Ja!" sagt dann als Diskussionsgrundlage. Keinenfalls weiß ich Bescheid :D

Der Grundaufbau ist ja:
Motoren <- Motor-Treiber/Leistungs-MOSFETs <- Motorinterface (Puls+Richtung) [<- Microcontroller zur Pulserzeugung und g.g.f mehr ODER <- Rechner mit LPT/ParPort] <- Software die [direkt Pulse erzeugt ODER eine "Zwischensprache" an den uC schickt]

Treiber
Sind bei "uns" ja meistens diese Standard-TB6050 China-Treiberplatinchen, ODER was selbstgebautes, meist mit dem gleichen integrierten Motortreiber-IC, ODER integrierte Lösungen mit Microcontroller.

Pulserzeugung // Controller
Ist auf jeden Fall Timing-Kritisch. Wenns der Rechner macht (und direkt über ParPort ausgibt), dann brauchen wir nen Rechner der entweder Echtzeitfähig ist (RT-Linux, z.B. mit LinuxCNC) ODER nehmen ein Windows auf dem nix anderes läuft dass auf einem Rechner ohne "Energiesparfunktionen" rennt. ODER aber ein Microcontroller auf dem wir Echtzeitanforderungen einfacher erfüllen können.

Interfaces
Falls wir ParPort nutzen haben wir hier kein Problem. Beim Microcontroller wirds lustiger, da gibt es viele Möglichkeiten:
    - "GRBL", ursprünglich Arduino-Software der man über ein serielles Protokoll G-Code gibt, welcher dann unter gewissen Parametern (Achsanzahl, Timing, F-Speed, Geometrie, ...) in Pulse zu den Treibern hin umgesetzt werden. AFAIK gibt es keine Styro-CNC-Programme die das können. Mittlerweile gibt es vielfältige GRBL-Kompatible Boards/Software, teilweise mit Motortreibern und mehr integriert.

    - Jedi-Cut USBSerial, die JediCut-Leute haben ein mini-Arduino-Progrämmchen geschrieben dass ein paar einfachste Hex-Codes nimmt, die in eine Queue steckt, und dann Pulserzeugung macht. Im Google-Code-SVN von denen gibts dazu auch passend ein JediCut-Ausgabeplugin dass über Seriell (also USB-Serial) die Befehle rüberschickt.

    - Das was GMFC macht. Steht irgendwo eigentlich was genau die machen? Gibts irgendwo Doku für das Protokoll, und/oder Code für bekannte Microcontroller-Platformen die das GMFC-Krams zu normalen Pulsen umsetzen damit man sein China-Treiberboard weiter verwenden kann? Letmathe hat hier so komische "ParPort->ParPort" Platinchen von denen ich noch nicht kapiert hab was sie machen

    -- Oft wird für ParPort auch angegeben dass man einen "Timer" braucht (z.B. Jedi-Cut). Es gibt Schaltungen die einfach eine 10kHz/20kHz-Pulsquelle (NE555) an einen der ParPort-Pins hängen. Was genau soll das tun?



Software
Ist malwieder ein Chaos. Ich habe gefunden:
    - Profili, gibt G-Code aus den man prinzipiell sehr universell nutzen könnte -- z.B. an GRBL-Boards oder direkt an den ParPort (LinuxCNC/Mach3) werfen. Jedoch Problem mit schlechter Schneidestrategie, so dass man immer "Starfighter"-Profilnasen kriegt. Wer Scale-Jet-Warbirds mag... :D

    - Jedi-Cut, konnte Christian noch nicht mit einfachem ParPort ohne "Timer" ans rennen kriegen. Es gibt die USBSerial Lösung dafür, die etwas sehr minimalistisch, aber funktionierend aussieht.

    - GMFC, braucht irgend welche magischen eigenen Microcontroller/Timer/Treiber-Platinen, und ich hab nicht rausgefunden was die genau an Protokoll sprechen. Soll von der Schneidstrategie und flexibilität das Non-Plus-Ultra sein.

    - LinuxCNC/EMC2, prinzipiell sehr flexibles Dingsda dass direkt auf den ParPort kotzen will und irgend eine Art der "Foam-Compensation" hat. Was genau findet man irgendwie ohne "Use the Source, Luke" nicht raus. Auch: man bräuchte halt gutes G-Code Ausgangsmaterial (z.B. aus Profili, Komma, Aber...)

Soooo, irgendwie hab ich den Eindruck als wäre die CNC-Welt hier etwas stark zersiedelt. Jeder kocht sein eigenes Süppchen, keiner ist mit dem anderen Kompatibel, und jeder hat ein heiloses Kabeldurcheinander zwischen duzenden Platinen rumfahren.

Hat jemand Lust mal mit zu versuchen etwas Ordnung hier rein zu bringen? Was tut bei euch denn *tatsächlich*?
Was ich als moegliche Loesungen sehe:

Programm dass Profili-GCode nachbearbeitet
Man koennte sich ja ein Programm schreiben dass den Profili-GCode nachbearbeitet und fuer eine gescheite Nasenleiste sorgt. Waere insofern cool als dass man dahinter GRBL, Mach3/ParPort, LinuxCNC/ParPort, etc. verwenden koennte. Profili kann auch so tolle sachen wie Rohrholmausschnitte und sowas schneiden ... waer schon cool.
Nachteil: Muss man stricken und testen, g.g.f. viel Styro verblasen bis es gescheit tut. Man hat evtl so Sachen wie richtige Motorsynchronisation nicht "freihaus"??? Kann dann keine Rumpfteile schneiden


GMFC
Scheint ne Eierlegende Wollmilchsau und durchdacht, man kann wohl jeden Kaese wie Profili damit machen, und sogar Rumpfteile gehen.
Nachteil: Braucht selbergestrickte (oder gekaufte) spezielle Microcontroller/Timer/Treiberplatinen von denen ich noch nicht kapiert hab was sie eigentlich wie tun.

Jedi-ParPort
Waere ne einfache aber gute Loesung.
Leider: Bei Christian machts nur nen kleinen Zucker beim Starten, sonst nix.

Jedi-USBSerial
Klaenge einfach genug umzusetzen, man haette vmtl sehr gutes Timing.
Nachteil: Das Interface ist zwar dokumentiert und sehr einfach, aber am Ende tut die Anlage mit nix ausser Jedicut. Wenn man mal Rumpfteile oder Gartenzwerge schneiden will ist man (glaube ich??) gearscht.

Stimmt das soweit halbwegs?

Grüßle
-Dario
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Re: Jedicut

Beitragvon paulpanter82 » Fr 18. Jul 2014, 22:37

Hallo Dario

Wenn ich das so lese denke ich:
Heiliege Sch....
und würde schlichtweg zu dem greifen was von vielen hochgelobt wird - wohl GMFC :roll:
Ich würde keinen Gedanken daran verschwenden vllt später auf was anderes zu schwencken und gleich noch die Hardware zu wechseln und mich gescheit in das entsprechende Program einarbeiten.

Ich denke es ist auch ziehmlich egal ob man ein Flügelprofil schneidet das auch nur aus GCode oder sonstige Koordinaten besteht oder ein Profil im Cad zeichnet das eben nach Rumpfquerschnitt ausschaut und auch nur GCode oder Koordinaten besteht :mrgreen:
Man müsste halt nur darauf achten das es EINE umlaufende Kontur gibt die eben auch durch Hohlräume im Rumpf oder Holme und Scharnierkeile geht.

@ Christian: Warum Depronkern schnitzen wenn man direkt aus dem Kern den Holm rausschneidet und diesen mit gfk/cfk Schlauch beziehen kann?

Gruß Michael
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Re: Jedicut

Beitragvon christianka6cr » Fr 18. Jul 2014, 22:45

Moin Michael

Das "Problem" ist teils ziemlich Unabhängig vom Programm, bei GMFC stehe ich/wir vor dem gleichen Problem, bzw gerade bei GMFC so wie ich das gelesen habe erst recht...

Holm: Weil der Abbrand um ein vielfaches größer als das Aufmaß eines einzelnen Schlauchs ist. Sprich, da bleibt als "Holm" nichts mehr übrig, bzw das was übrig bleibt, dürfte ich mit Mumpe dann passen auffüllen, öhmmm, neeee.

Gruß Christian
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Re: Jedicut

Beitragvon Norbert1 » Fr 18. Jul 2014, 22:53

Hi
Uhiiiiiiiiii bin ich froh das meine Fräse mit mach 3 läuft und ich nie eine CNC Styro gebaut habe ,
da schneide ich halbautomatisch gut den für das was ich brauche reicht es
aber destotrotz ist eine CNC sehr gut also weitermachen
Norbert
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Re: Jedicut

Beitragvon christianka6cr » Fr 18. Jul 2014, 22:55

Janee, aufgegeben wird nicht, das ist klar ;-)

Gruß Christian
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Re: Jedicut

Beitragvon paulpanter82 » Fr 18. Jul 2014, 22:56

Moin Christian

Gerade GMFC liest man doch recht häufig in kombination mit Styroschneide es scheint doch nun wirklich zahlreich zufriedenstellend zu funktionier.
Naja wie dem auch sei vllt komm ich ja auch irgednwann mal in die bredouille :mrgreen:

Wenn man den Holm doch mit Cuttermesser raus schneidet entsteht doch kein Abbrand und diesen dann auf ober oder unterseite kurz dünnerschleifen.

Abbrand ist Einstellungssache ich habe auch den standart Conrad Draht und schneide mit eher niedriger Temperatur da entsteht kein 1mm Spalt dabei. Das ist bei cnc geführtem Draht vllt auch was anderes.

Gruß Michael
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