Hangpfeife Neubau

Hangpfeife Neubau

Beitragvon Uhle » Mi 19. Apr 2017, 10:25

Hallo miteinnander
nachdem mein letzter Sturm Erstflug mit 1200g (masiv GFK-Reste verbaut) am Berg zerschellt ist ist ein Leichtbau Neubau schon voll im Gange. Vieles habe ich inzwischen gelernt und verbessert aber viele Fragen bleiben trotzdem offen. Für mich ist der echte Modellbau ein großer Teil des Hobbys auch wenn dieser manchmal mit Rückschlägen verbunden ist. Weil ich zu blöd war und meine Nuri-Rumpf Form verzogen habe muss mal wieder ein Erfolgserlebniss her bevor ich wieder den Rumpf in die Hände nehme. Angefixt vom letzten Sturm fliegen muß schnell wieder was Kleines wendiges her um am Hang zu rocken und es soll auch fliegen wenn es nicht grade Backsteine trägt! Haupteinsatzgebiet ist einer Steilküste gleichzusetzten :)

Bild


Erstmal ein paar Eckdaten:

- ca. 100cm SW (50cm Kerne + Randbogen)
- MH43, Wurzel 196mm auf 150mm, 0,8mm Mahagoni Furnier PU-Leim beplankt, komplett 81g GFK 45°, Abreisgewebe Schanier oben angeschlagen, ca. 25% Rudertiefe, 0° Verwindung
- Universalrumpf ca.80cm lang (aus der Form 80g, Innen und aussen 81g GFK durchgängig, ab Fläche 100g UD-CFK, bis Fläche 2x 235g Basalt + 2 extra Schnippsel 235g Basalt für eine feste Nase, Memo an mich: beim verkleben der Rumpfhälften nicht mit Mumpe sparen!)
- EWD wenig bis 0°
- Zielgewicht um die 450-500g

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Ich habe bei dem Rumpf alles aus meiner Pumpe rausgeholt was ging und war mit dem Vakuum knapp über 0 Bar. Wieviel ist sinnvoll und ab wann wird es unnütz?


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Macht es Sinn bei dieser Größe/Spannweite die Klappenstege aus Styrodur mit GFK-Schlauch zu bauen oder doch traditional Balsa auf der Scharnierlinie durchbohren, fertig beplanken und nach schleifen gängig machen?
Wie finde ich die passende Größe für das Höhenleitwerk und das Seitenruder, erstmal ohne jeglichen optischen Anspruch?

Über Anregungen, Tipps oder Kritik würde ich mich sehr freuen.
Grüße
ULF
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Re: Hangpfeife Neubau

Beitragvon Uhle » Mi 19. Apr 2017, 13:30

Fläche wird mit grader Nasenleiste gebaut. Hatte ich vergessen zu erwähnen.
Auch habe ich schon rausgefunden das bei dem Rumpfbau mit den üblicherweise verwendeten Pumpen kein so großes Vakuum erzeugt werden kann um das Harz zum gasen zu bewegen. Also weiter Vollgas!
Auch laminiere ich gerne mit Harzüberschuß das ich im Vakuum mit Abreisgewebe und Klopapier wieder absauge, wobei es auch immer weniger Harz ist das im Klopapier landet.
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Re: Hangpfeife Neubau

Beitragvon UweH » Mi 19. Apr 2017, 20:20

Uhle hat geschrieben:Macht es Sinn bei dieser Größe/Spannweite die Klappenstege aus Styrodur mit GFK-Schlauch zu bauen oder doch traditional Balsa auf der Scharnierlinie durchbohren, fertig beplanken und nach schleifen gängig machen?
Wie finde ich die passende Größe für das Höhenleitwerk und das Seitenruder, erstmal ohne jeglichen optischen Anspruch?


Hallo Ulf,
bei den Klappenstegen ist es in der Modellgröße reine Geschmacksache wie man die baut. Da bei so kleinen Verschleißfliegern normaalerweise keine Dichtlippen an die Klappen angeformt werden ist die schnellste und einfachste Methode ausreichend, entweder Balsastege oder einen Schlauch mit Strohhalm innen drin in einer Nut des Styropors zusammen mit Scharnierband mit verpressen.

Bei so kleinen Modellen hat sich für die Höhenleitwerksgröße ca. 15 % des Tragflächeninhalts bewährt, für das Seitenleitwerk die Hälfte der Höhenleitwerksgröße.
Klappentiefe 25 % der örtlichen Leitwerkstiefe.
Merke: es gibt keine zu großen Leitwerke, aber es gibt zu kleine Leitwerke.

Gruß,

Uwe.
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Re: Hangpfeife Neubau

Beitragvon Uhle » Do 20. Apr 2017, 09:34

Danke Uwe für die Infos.

Also bleibe ich bei Balsa für die Querruderverkastung. Die Variante mit Strohalm hat zwar bei dem Vorgänger geklappt aber wirklich zufrieden war ich nicht damit da es mir beim verpressen eine ganz schöne Delle in das Furnier gedrückt hat die ich danach wieder spachteln und schleifen mußte. Ich möchte doch eine edle Mahagoni Optik des Flügels haben und da past dann der Spachtel farblich nicht ganz dazu. Mag vielleicht auch daran gelegen haben das ich die Fläche nicht auf dem Kopf gebaut habe. Leider habe ich mir schon etwas Schleifarbeit eingehandelt da ich vergessen habe das Furnier mit Porenfüller zu versiegeln und mir der PU-Leim durch die Poren gekommen ist. Nicht dramatisch dennoch ärgerlich!
In einem Youtube Video habe ich gesehen wie jemand sein Beplankungsmaterial großzügig mit Haarspray einnebelt um es zu versiegeln. Hat da jemand schon Erfahrungen mit gemacht?

@ Höhenruder:
Ich komme rechnerisch auf 17,3dm² Flächeninhalt macht für das Höhenleitwerk nach Uwes 15% Regel ca. 2,6dm² bzw. 1,3dm² für das Seitenleitwerk. Grade schnell einen entsprechenden Entwurf auf Papier gebracht... Das sollte passen. Nochmal DANKE Uwe
Da lag ich mit meinem Höhenleitwerk meiner Pfeife V1 sehr dicht dran. Könnte erklären warum das alles so gut funtioniert hat. :thumbup:
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Re: Hangpfeife Neubau

Beitragvon Koarl » Do 20. Apr 2017, 15:45

Mit Haarspray hab ich keine Erfahrung gemacht.
Wenn dir der Kleber so stark durchsickert, dann hast du zu viel genommen. Man braucht wirklich nur einen ganz dünnen Film mit der Spachtel aufziehen. Porenfüller ist dann nicht nötig.
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Re: Hangpfeife Neubau

Beitragvon Uhle » Fr 21. Apr 2017, 09:35

Ich trage bis jetzt den PU-Leim (ich dachte) dünn mit einer Schaumwalze auf und rolle damit auch das Gewebe immer mit fest. Scheinbar ist mein dünn aber noch viel zu viel. Die Unterseite werde ich so wie die Oberseite verkleben aber versuchen mit dem Leim sparsam umzugehen. Den Leim nur mit einer Scheckkarte dünn auzuziehen werde ich bei der nächsten Fläche probieren. Ohne Verbesserungspotential wäre es doch langweilig! Ich habe immer meine Bedenken das so ein bischen Kleberfilm keine gute Verbindung herstellen kann aber anscheinend muß ich da meine Bedenken zur Seite räumen.

Querruderverkastung ist eingeklebt und muß noch dem Profil passend geschliffen werden. Servokabel einlegen und dann wird schon die Unterseite geklebt.
Bilder folgen...
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Hangpfeife Neubau

Beitragvon Koarl » Fr 21. Apr 2017, 19:43

Gut, wenn du Gewebe dabei hast, dann braucht's natürlich auch ein klein wenig mehr Kleber. Aber generell, brauchst du nur ganz wenig. Schließlich geht der Leim ja auch auf, überhaupt wenn du noch etwas Wasser aufs Styropor sprühst. Das Gewebe roll ich auch immer ein bisschen an. Schau mal im Joker-Thread, wie ich das Leitwerk gebaut hab. Post#240
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Re: Hangpfeife Neubau

Beitragvon Uhle » Sa 22. Apr 2017, 18:03

Also die Flächen sind fertig beplankt und grob verschliffen. Mein Leichtbau ist immernoch Flak fest. 80g Gewebe ist wohl etwas übertrieben aber für den Einsatzbereich wohl gerechtfertigt. Angst die Fläche anzufassen muss man jedenfalls nicht haben. Gewichtangaben trau ich mich garnicht machen. Wenn bald fertig schätze ich bei 260g zu landen. :oops: für eine 1m Fläche :twisted:

PU-Leim trägt sich wirklich am besten mit einer Plastikkarte auf und ist schnell und einfach damit verteilt. Um den Leim gleimäsiger zu verteilen habe ich aber trotzdem noch zur Schaumwalze gegriffen.

Mahagoni Furnier ist ganz schön hart und schwer zu schleifen. Dank Schwingscheifer und Schleifmaus ging es wenigstens ohne großen körperlichen Einsatz.
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Re: Hangpfeife Neubau

Beitragvon Koarl » Sa 22. Apr 2017, 23:29

Das passt doch!
Mahagoni ist halt schwer, da kannst noch so mit dem Kleber sparen. Und das 80er Gewebe passt auch, nächstes mal würde ich aber mit Epoxy arbeiten.
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Re: Hangpfeife Neubau

Beitragvon Uhle » So 23. Apr 2017, 09:14

Danke für die Bestätigung. Ich hatte schon Zweifel an meinen Fähigkeiten.

Da stellt sich mir die Frage was für ein Furnier verwenden um wirklich leicht bauen zu können? Balsa versuche ich zu meiden wo es geht.
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