Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativformen)

Bernhard
Beiträge: 102
Registriert: So 21. Okt 2012, 15:16

Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von Bernhard » Do 17. Aug 2017, 20:38

Hallo Michael,

Fermacell kenne ich nur als "Platten" . Wie ist die genaue Kleber Bezeichnung.

Als PU-Kleber habe ich den Henkel Holz konstruktionskleber in der 350ml Kartusche verwendet.
Problem ist, nach anbrechen der Kartusche härtet der ganz langsam in der Kartusche durch und der größte Teil bleibt unbrauchbar in der Kartusche.

Gruß Bernhard

Benutzeravatar
paulpanter82
Beiträge: 1059
Registriert: Mi 11. Jul 2012, 19:30

Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von paulpanter82 » Do 17. Aug 2017, 21:09

Moin Lars

Fermacell Kleber es muss unbedingt der Orangene sein gibts im Baumarkt angeblich nur noch auf Anfrage nach einer Belehrung. Meine Flasche ist bestimmt schon gut 4-5 Jahre alt, halb leer und immer noch flüssig wie Honig.
Schau dir mal die Testreihe an.

Gruß Michael
Initiative Contra Vegan fordert: Hände weg vom Heu meiner Schnitzel!!!
Männer bleiben ewig Kinder...
Nur das Spielzeug wird größer...

"LIVE FAST DIE OLD"
Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister

Lars
Beiträge: 8
Registriert: So 13. Aug 2017, 05:30
Wohnort: Nähe München

Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von Lars » Fr 18. Aug 2017, 05:22

Danke Michael, das schaut interessant aus und ist auf jeden Fall einen Test an einem Probestück wert. Was mich noch grübeln lässt, ist dass ich bei mir dann ja im Inneren des Flügels quasi unter Luftabschluss klebe. Muss da beim PU-Leim was verdunsten? Ich meine doch schon, oder?

Bzgl der Haftung der MB-Raupen habe ich keine Bedenken, zum Laminat hin würde ich eh nass in nass arbeiten, und den Balsakern mit Harz kurz vorher leicht anfeuchten (mit dem Roller kurz drüber).

Benutzeravatar
mario
Administrator
Beiträge: 765
Registriert: Sa 30. Jun 2012, 20:34
Wohnort: Overath
Kontaktdaten:

Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von mario » Fr 18. Aug 2017, 07:42

Hallo Lars,

soweit ich weiß reagiert PU Kleber mit Feuchtigkeit und härtet dann exotherm aus.
Da trocknet im klassischen Sinne nichts und es verdunstet kein Lösungsmittel. Der Geruch geht dann mit der Zeit auch weg, wenn das Bauteil eigentlich "dicht" ist.

Mario
Bild

Lars
Beiträge: 8
Registriert: So 13. Aug 2017, 05:30
Wohnort: Nähe München

Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von Lars » So 27. Aug 2017, 07:36

So, inzwischen bin ich ein kleines Stück weiter:

1) Habe Probestücke mit dem Fermacell geklebt. Er klebt gut, aber er schäumt bei mir nicht auf, d.h. eine echte Spaltüberbrückung ist bei sparsamem Kleberauftrag auch nicht gegeben. Vielleicht hätte ich die Klebefläche noch mehr anfeuchten sollen. Ich werde die Verklebung der Unterschale klassisch mit Microballoonraupen machen, das finde ich risikoärmer (was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht ...)

2) Oberseiten-Laminat wie schon angekündigt: 58er Glas, angelieren lassen, 1 Lage 80er Kohle diagonal, Verstärkungsstückchen an Wurzel und am Servoausschnitt eingelegt, Holmgurte abgstuft 3-2-1 Lagen aus 100er Kohle UD in 3cm Breite, dann mit dem Kern einsaugen.
Verbesserung beim nächsten Mal: an den Ausschnitten für Servos und Steckung neigt das Laminat im Vakuum zum Hochsteigen und Blasen werfen, wenn kein Kern draufdrückt. Da wäre es also besser gewesen, einen Einleger aus Styro in die Ausschnitte zu legen, um das Laminat unten zu halten. Im Bereich der Steckung musste ich die Holmgurte wegen der Blasen teilweise abfräsen. Das wird beim Einkleben der Steckungs-Taschen repariert (natürlich inkl Schäftung zum Rest des Holmgurts). Ein bißchen Murks, aber es wird schon halten.

So schaut es jetzt aus, der Kern ist schon mit 0,5mm Untermaß zur späteren Unterschale gefräst:
DSC_0596.jpg
Nächste Schritte:
- auf der V-Form-Helling die Steckungs-Hülsen einkleben
- Kabel einlegen
- Unterseite laminieren und Form schließen

Lars
Beiträge: 8
Registriert: So 13. Aug 2017, 05:30
Wohnort: Nähe München

Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von Lars » Di 16. Jan 2018, 17:02

So, viel später als geplant geht es weiter. Ich hatte zwischenzeitlich mehr Lust auf die Optimierung der Fräse.

Das ist nochmal der Stand vor dem Schließen der Form mit eingelegten Kabeln und eingeklebten Verbindertaschen. Der Kern hat 0,5mm Untermaß. Ich hatte erst befürchtet, dass das dort zu wenig ist, wo das Laminat etwas dicker ist (Holmgurt, Verstärkungen), aber es hat problemlos funktioniert.
DSC_0706_00001.jpg
Die Microballoonmasse zur Verbindung zwischen Kern und Unterseitenlaminat habe ich dann noch nicht mit dem Zahnspachtel aufgetragen, sondern ich habe einfach ein paar Linien aus der Bäckertüte gezogen. Geht einfacher.

Und hier dann entformt und mit beschnittenen Rändern:
DSC_0710_00002.jpg
So wie er da liegt, hat er mit Verbinder 385g. Damit bin ich zufrieden. Es soll ja kein HLG werden, sondern ein Alpinflieger, der auch mal gegen Steine ankämpft.

Aufbau:
- außen 58er Glas
- dann 1 Lage 90er Kohle, diagonal
- kleine Verstärkungen aus 1 Extralage 90er Kohle an Wurzel und Servoausschnitten
- Holmgurt: 100er Kohle UD, 30mm breit, 3-2-1 Lagen abgestuft
- Scharnierband 60er Kevlar diagonal

Jetzt kommen also nur noch langweilige Sachen wie Klappen ausschneiden und gängig machen, Dichtlippe machen, Kabel löten, Servos einbauen, den alten Rumpf anpassen. Mal sehen, ob das wieder so lange dauert...

Antworten