Lipo-Koffer

Re: Lipo-Koffer

Beitragvon McLaut » Do 19. Jan 2012, 15:29

Hmmm, hast du nen Argon -Löscher daheim?

Ich nicht....

LG
Ich flieg Mode 4....aber erinnert mich bitte dran.
Schütts mir übern Kopp...Isch kann net mehr...;-)
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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon christianka6cr » Do 19. Jan 2012, 15:59

Ich nicht, dafür aber ab Montag die passende Verwahrung um sowas erst garnicht zu benötigen :wink: :thumbup:

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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon Moritz » Do 19. Jan 2012, 17:12

Nein, einen Argon-Löscher mit Sicherheit nicht. :wink:
Und genau deswegen möchte ich die Brandentstehung und die Brandausweitung verhindern. Ein Rauchmelder und ein feuerfester Behälter ist deswegen meiner Meinung nach absolut zwingend. Der Koffer soll dann meinen Keramiktopf ersetzen.

Allerdings mache ich mir auch so meine Gedanken um die immer mehr werdenden sonstigen Geräte mit Lipos (Laptop, Handy, ...). Da macht sich keiner Gedanken. Aber diese Akkus werden ja nicht so gequält wie bei uns im Modellbau. Hoffentlich zumindest.

Bei dem Vorstand (???) von unserem Nachbarverein ist auch die Werkstatt nach einem Lipo-Brand weg gewesen. Das Thema Lipo sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und die Akkus vor allem sorgsam behandeln. Lieber einmal einen Akku etwas früher ordentlich bei der Schadstoffannahmestelle entsorgen.
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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon Nobby_segelflieger » Do 19. Jan 2012, 18:44

Moin Jungs

Ich lese den Thread seit gestern mit und möchte Euch mal meine Meinung dazu mitteilen.

Solch ein "Dokumentensafe" ist dafür gemacht Dokumente "vor Feuer von Aussen zu schützen" nicht von Innen. Somit denke ich das solch ein Teil nicht gerade für LiPo´s geegnet ist.

Ich würde die LiPo´s in eine geräumige Geldkassette packen, die hält auch etwas Druck von innen durch die Zuhaltungen stand.

Nicht umsonst bietet die Industrie solche LiPo-Safes an. Denke auch im Versicherungsfall hat man mit einem LiPo-Safe bessere Karten. Qualität hat eben ihren Preis :D :D :D :D :D
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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon UweH » Do 19. Jan 2012, 18:58

Hallo ihr Leut,

ich hab im Moment wenig Zeit und deshalb hier nicht mitgelesen und auch nicht alles geschrieben gelesen, aber ich würde keinen festen, dichten Behälter zur Aufbewahrung von Lipos verwenden.
Wenn sich ein Lipo dazu entschließt oder kurzent- (oder ge-) schlossen wird aus dem Leben zu scheiden, dann entläd sich die darin enthaltene elektrische Energie in kurzer Zeit und wird in Wärme umgewandelt. Dabei ist es relativ wurscht ob Luftsauerstoff vorhanden ist oder nicht, die Zusatzenergie aus der Verbrennung der brennbaren Akkubestandteile kommt zur elektrischen Energie noch dazu, aber diese Reaktion läuft langsamer ab und macht keinen großen Unterschied mehr gegenüber dem reinen Elektrobrand.
Ist der Behälter in dem sich der Kurzschluß-Lipo befindet gasdicht, dann entsteht ein hoher Druck im Behälter und es besteht Explosionsgefahr.

Besser sind Behälter aus feuerbeständigem Material, die Öffnungen zum Druckausgleich haben. Diese Öffnungen sollten den kontrollierten Austritt der Hitze möglich machen und in der Austrittsrichtung sollten dann keine brennbaren Materialien sein.
Ich halte auch die Lipo-Taschen für eine recht gute Sache. Sie halten die hohen Temperaturen direkt am Brandherd von umliegenden brennbaren Teilen fern und blähen sich beim Lipobrand auf. Dadurch sinkt die Temperatur der Verbrennungsgase und die Wahrscheinlichkeit dass die dann etwas entzünden wird kleiner.

Ich bin ganz der Meinung von Nobby dass die feuerfesten Kasetten normalerweise dafür da dass darin liegende Dokumente und Wertsachen vor einem Brand außerhalb der Kasette geschützt sind und dazu sollten sie möglichst dicht sein....ganz schlecht für Dinge die innerhalb der Kasette brennen :roll:

Wenn man Geld sparen und einen Lipo-Safe selbst machen will, dann sind zusammengeschraubte Kisten aus Gipsfaserplatten (Fermacell oder Promat) gut geeignet, die einen mit Metallscharnieren und Metallverschluß befestigten Deckel haben. Der Deckel kann durch Aufdopplung aus 2 Platten einen Falz bekommen der den Rand relativ dicht macht, dann braucht man nur eine definierte Stelle zum Druckausgleich von der man brennbare Gegenstände fern hält. Gips hat eingelagertes Kristallwasser, dass bei Erwärmung im Brandfall frei wird und die Gipsbauteile einige Zeit kühlt...lange genug für die Dauer eines Lipobrands.

Das sind so ein paar Gedanken von jemandem der beruflich viel mit Brandschutz zu tun hat :wink:

Gruß,

Uwe.
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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon christianka6cr » Do 19. Jan 2012, 19:23

Moin Uwe

Dann frage ich mich nur, warum Robbe oder Kaiser äusserst bauähnliches anbieten?
Wäre es denn eine Lösung einfach mittig oben rein ein sagen wir 3mm-Loch zu bohren um dem Druck einen Weg zu geben, auf die dicken Wände würde ich aus genannten Gründen nicht gerne verzichten. Statt einem normalen "Safe-Bag" würde ich tausendmal lieber bei der Blechbüchse bleiben, Safebags sind vielleicht etwas besser als nichts, aber naja, siehe diesen Brandversuch....

Gruß Christian
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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon Nobby_segelflieger » Do 19. Jan 2012, 19:28

Moin Uwe

Super Beitrag, seeehr Informativ. Nur gut das wir Fachleute hier im Board haben.

Dein Beitrag stellt das ganze in ein anderes Licht und regt zum Nachdenken an. Zumindest bei mir.

Danke
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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon Nobby_segelflieger » Do 19. Jan 2012, 19:37

Moin Christian

Nach Uwe´s Aussagen taugt der Koffer von Robbe nix, ausser das er bis ~1400Grad Beständig ist.

Der Koffer von Kaiser hat 2 "Druckentlastungsöffnungen" im Deckel und würde ich persönlich bevorzugen.

Der Unterschied von ~ 100,-€uro ist´s denke ich wert. Das mit dem Druck ist ein Punkt den man denke ich beachten sollte.

Aber das sollte jeder für sich entscheiden.
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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon christianka6cr » Do 19. Jan 2012, 19:43

...deshalb schreibe ich ja
christianka6cr hat geschrieben:...Wäre es denn eine Lösung einfach mittig oben rein ein sagen wir 3mm-Loch zu bohren um dem Druck einen Weg zu geben, auf die dicken Wände würde ich aus genannten Gründen nicht gerne verzichten....

Zwei Löcher für 100€ find ich ein bissl viel Euronen. :wink:

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Re: Lipo-Koffer

Beitragvon UweH » Do 19. Jan 2012, 20:46

Die Lipo-Safes können auch ohne die Druckentlastung funktionieren, denn ein Lipo hat eine auf das Volumen bezogene maxmale Energiemenge die im Fall der Fälle frei wird. Wenn die Kiste so stabil ist dass sie das frei werden der maximal darin unter zu bringenden Lipo-Energiemenge aushält, dann explodiert sie nicht. Der Druck entweicht erst wenn der Safe geöffnet wird :roll: :shock:
Solange diese Lipo-Behältnisse, egal welcher Art, keiner Prüfpflicht unterliegen braucht der Hersteller auch nicht nachzuweisen dass die Dinger das können wofür sie beworben werden.

Wie das bei feuerfesten Wertbehältnissen ist weiß ich nicht, aber ich würde eher einer selbst genähten mehrlagigen Kevlartasche vertrauen als dem Aldi-Teil das dafür hergestellt wird das Feuer draußen statt drinnen zu halten. Kevlar brennt nicht, hat ein hohes Energieaufnahmevermögen und einen sehr hohen Schmelzpunkt. Auch die Isoliereigenschaften sind nicht schlecht und bei mehrlagigem Material kommt die sehr gute isolierende Wirkung der Luftschichten zwischen den Lagen noch dazu.

Die billigste Lösung ist echt die Kiste aus Gipsfaser- oder Calciumsilikatplatten und die funktioniert bei richtiger und zimmermannsmäßiger oder schreinermäßiger Ausführung sehr zuverlässig.

Gruß,

Uwe.

P.S.: Die Lipotasche auf dem Brandversuchsfoto scheint aus Glasfaser zu sein, den Schmelzpunkt müßte ich nachschauen, aber ich glaube nicht dass er wesentlich über 650 ° liegt (hängt auch von der Art des Glases ab). Kevlar schmilzt nicht sondern verkohlt langsam bei sehr hohen Temperaturen. Bis das Material zersetzt ist, ist der Brand vorbei. Ich hab es trotz einiger Versuche noch nicht geschafft Kevlarfasern durch Feuer zu zerstören. Das versagen der Lipotasche auf dem Bild liegt an falscher Materialwahl des Herstellers, so ein Produkt würde eine Prüfpflicht niemals bis zum Verkauf überstehen.
Zuletzt geändert von UweH am Do 19. Jan 2012, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.
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