MimaRES

Re: MimaRES

Beitragvon UweH » Sa 18. Okt 2014, 09:37

UweH hat geschrieben:Heute waren für das Wetter nach dem Regengebiet 3-4 Bft aus West pünktlich zum Feierabend vorausgesagt, aber leider gingen 2 von den Bfts auf dem Weg vom Wetteramt zum Felsen irgendwie verloren :shock:
Das waren dann aber genau die Bedingungen für die ich Mimares gebaut habe, leichtes Tragen mit Thermik am Hang für Kreisen im Bart und Hangkanten-Soft-DS.
Die Phasen mit mehr Wind haben dann auch gereicht um die Flattergrenze zuverlässig zu überschreiten, das dürften mit den unterdimensionierten Servos und noch nicht perfekten Anlenkungen irgendwas um 100 km/h sein. Passiert ist dem Flieger dabei nichts. Bei einer Drehlandung wegen Fläche einhaken hab ich dann aber doch ein Servo gekillt, Zeit um was kräftigeres einzubauen.
Das Flattern kommt von den Rudern und beschränkt sich scheinbar auch auf die Ruder, aber ob das von den Servos kommt oder von zu weichem Außenflügel oder von der Masse der Flaplets muss ich noch austesten, vielleicht geben die Videos Hinweise darauf.
Bei der schnellen Gangart ist jedenfalls von den Handlingproblemen bei Böen im Langsamflug nichts zu spüren, ich hab nettes Videomaterial davon, die besten Szenen schneide ich noch zusammen.


Moischen, hier das Video dazu. Viel Spaß, ich hatte ihn jedenfalls :)
In den Videos ist zum flattern nichts genaueres zu sehen, mal schaun was der Servowechsel bringt.

https://vimeo.com/109291450



Gruß,

Uwe.
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Re: MimaRES

Beitragvon UweH » Mo 20. Okt 2014, 20:54

Hallo Leute,
im Video oben ist der Mimares an einem guten Hang in der schnellen Gangart unterwegs, dabei bemerkt man eine Unart des Fliegers gar nicht die sich Gestern am Spessartsegler- Vereinshang beim Thermikfliegen oft und unangenehm gezeigt hat. Fliegt man mit dem Flügel langsam und kommt dabei in eine starke Turbulenz oder Aufwindböe, dann kommt es zum Aufnicken und dabei zu einem Schieben mit einseitigem Abriss. Sofortiges Nachdrücken ist erforderlich, aber die Trudelbewegung braucht sehr viel Höhe um das zu beenden und wieder abzufangen.

So kann ich den Flieger nicht für den Nachbau frei geben.

Ich vermute dass die Mini-Winglets dafür verantwortlich sind. Vielleicht sind sie zu klein oder falsch geformt oder falsch profiliert oder eine Kombination daraus. Die Nachsimulation des Schiebeflugzustands im FLZ_Vortex zeigt jedenfalls Hinweise darauf, es tritt ein Abriss zuerst und nur am nacheilenden Winglet auf.
Ich werde mit den Winglets noch experimentieren und hoffe das Problem zu finden und beseitigen zu können, denn mit den neuen kräftigeren KST135-Servos hat vor allem die Rollwendigkeit noch mal massiv zugenommen und beim reinen rumheizen zeigt Mimares keine Unarten und macht einfach nur Spaß.

Gruß,

Uwe.
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Re: MimaRES

Beitragvon dorschfan » Mi 24. Dez 2014, 17:14

Hallo Uwe,

von Christian habe ich per email erfahren, dass Du gerade noch die letzten konstruktiven Details am MIMARES austüftelst und fertigstellst.
Aufgrund Deines letzten vimeo Videos ist die Nachfrage nach dem Flügel bestimmt gestiegen. Kannst Du schon Termine nennen, wann wir bestellen können ?
Christian kann mir derzeit keine Termine nennen....

dorschfan !
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Re: MimaRES

Beitragvon UweH » Mi 24. Dez 2014, 18:11

dorschfan hat geschrieben:von Christian habe ich per email erfahren, dass Du gerade noch die letzten konstruktiven Details am MIMARES austüftelst und fertigstellst.
Aufgrund Deines letzten vimeo Videos ist die Nachfrage nach dem Flügel bestimmt gestiegen. Kannst Du schon Termine nennen, wann wir bestellen können ?


Hallo Dorschfan, das mit den konstruktiven Details stimmt nur bedingt, es geht zunächst um aerodynamische Details die dann in die Konstruktion einfließen müssen, falls ich die Probleme überhaupt lösen kann.
In den Videos bei gutem Hangwind sieht man überhaupt nicht woran der Flieger krankt, denn es kommt nur bei gutem Thermikwetter im Langsamflug zu Strömungsabrissen und anschließendem üblem Taumelsturz wenn Mimares in eine starke Turbulenz oder Vertikalböe einfliegt. Ich habe jetzt größere Winglets dran die helfen könnten, aber solche guten Thermikwetterlagen hatten wir schon eine Weile nicht mehr und wer weiß wann die im Winter wieder kommen um die Änderungen zu testen?! Bei den Hangflugtests in letzter Zeit passierte jedenfalls nie etwas kritisches, dabei sind auch die Videos entstanden.
Falls die größeren Winglets helfen, muss das konstruktiv umgesetzt werden und da ich erst seit kurzem wieder CAD habe und mit der neuen Software noch nicht umgehen kann ist es auch fraglich wann ich das gezeichnet bekomme. Es zeigt sich auch dass bei einem Rohrholm-Rippenflieger so große Flaplets nicht mehr gut funktionieren, er flattert zu früh bei etwa 100 km/h mit Koverallbespannung, bei Folie dann noch früher. Deshalb wird die Konstruktionsänderung auch feste Winglets haben, die sich nicht mit der Ruderklappe mit bewegen.

Kurzum, bei so vielen noch anstehenden wetterabhängigen Test mit unklarem Ausgang kann ich keine Termine nennen, sorry, und Bananenmodelle die grün und fehlerhaft beim Kunden landen um erst dort "zu reifen" mag ich nicht.

Gruß,

Uwe.
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Re: MimaRES

Beitragvon UweH » So 28. Jun 2015, 12:29

Hallo Leute,

Mimares hat sich bei mir inzwischen zu einem Standard-Hangsegler für schwache bis mittlere Bedingungen entwickelt, aber es ist kein herausragender Thermiksegler, dafür sind Sinkleistung und minimaler Kreisradius bei anderen Fliegern einfach besser. Im Urlaub habe ich den Flieger oft zusammmen mit Uwes Scandera geflogen und wir haben uns einige Spaß-Hangrennen an der Kante in Polsa geliefert.
Die Flächenbelastung der beiden unterschiedlich großen Nurflügel dürfte etwa gleich sein, aber den Unterschied in der Bauweise hört man schon beim Vorbeiflug.
Während Scandera als geschnittenes und mit Folie glatt bespanntes EPP-Modell pfeift wie ein Schalenflieger ist das Geräusch bei Mimares in offener Rippenbauweise mit Koveral-Bespannung nur ein dumpfes Rauschen von der Nasenleistenturbulenz und der rauhen Oberfläche.
Bei den improvisierten Rennen war Scandera einen winzigen Tick schneller, aber Speed-Ambitionen erwartet man bei einem Wingletpfeil ebensowenig wie hohe Rollwendigkeit, für die Bauweise kann Mimares aber beides ganz gut. Nur bei der Höchstgeschwindigkeit setzt die Bauweise dann deutliche Grenzen, ab etwa 100 km/h flattert der Flügel trotz Massenausgleich der Flaplets, bei der kompakten und steif gebauten Scandera dürften sich auch über 200 km/h keine Festigkeitsprobleme zeigen. Bei einer Überarbeitung würde ich keine Rohrholmbauweise mehr machen, sondern Sperrholz-D-Box (trotz dann notwendiger Schäftung der Beplankung), feste Winglets und schmalere Elevons. Das sind die Erkenntnisse aus der bisherigen, ausgiebigen Flug- und Reparatur :roll: erprobung, insbesondere im vergangenen Urlaub. Mal schaun ob es dazu kommt, die aerodynamische Auslegung hätte es eigentlich verdient.

Hier ein Video aus Polsa bei immer weiter nachlassenden Aufwindbedingungen bis zum Absaufen:
https://vimeo.com/131990381



Gruß,

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Re: MimaRES

Beitragvon italouwe » So 28. Jun 2015, 20:04

Was hatten wir doch für einen Spass....

Da bin ich doch mal auf die modifizierte Mimares gespannt, es bleibt spannend.

Grüsse
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Re: MimaRES

Beitragvon TilmanBaumann » So 28. Jun 2015, 20:16

Interessant das ungleiche Duo.
Spass kam sicher nicht zu kurz.
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Re: MimaRES

Beitragvon Bernhard » So 28. Jun 2015, 22:34

Hallo Uwe,

dein Abriss bei hohem Anstellwinkel an der nachlaufenden Fläche hört sich so an, als das das Winglet die Anströmung der Fläche abschattet.
Prüfe mal ob du das Winglet weiter zurück setzen kannst. Hierdurch schattet das Winglet beim Schieben die Fläche weniger ab.

Gruß Bernhard
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Re: MimaRES

Beitragvon UweH » So 28. Jun 2015, 22:53

Hallo Bernhard, das ist es eher nicht, denn mit Vergrößerung der Winglets wurde die Situation besser obwohl ein Teil der Wingletvergrößerung eine Verlängerung des Wingletfußes nach vorne zur Unterbringung des Massenausgleichs beinhaltete. Damit müsste die Abschattung ja größer geworden sein und sich die Situation verschlechtert haben, das Gegenteil ist aber der Fall. Ich bin mir auch ziemlich sicher dass es eine solche Abschattung nicht gibt. Entweder folgt die Strömung der Flügel- und Wingletkontur oder sie löst irgendwo an den Außenflügelbauteilen ab, bevorzugt am Wingletfuß. Im letzteren Fall ist die Ursache für die Probleme aber abgelöste Strömung und nicht die Abschattung anliegender Strömung durch voreilende Bauteile mit ebenfalls anliegender Strömung.
Ich bin mir fast ganz sicher dass die Probleme durch die offene Rippenbauweise kommen. Der große Rippenabstand führt zu stark eingefallener Bespannung und das dadurch veränderte Außenprofil des Flügels mit weniger Dicke kann den notwendigen Auftrieb nicht erzeugen der bei großen Anstellwinkeln gefordert wird, die Strömung reißt am Außenflügel ab. Verschärft wird die Situation noch durch anfangs zu kleine Flaplets und sehr tiefe Klappen am schmalen Außenflügel, auch hierdurch vergrößerte Gefahr von Strömungsabriß am Klappenknick bei großen Ausschlägen wenn Böen korrigiert werden.

Gruß,

Uwe.
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Re: MimaRES

Beitragvon Bernhard » Mo 29. Jun 2015, 19:13

Hallo Uwe,

bei einem bespannten Flügel hast du immer das Problem, das die Bespannung zwischen den Rippen einfällt. Wenn dann durch die geringere Dicke der Auftrieb nicht mehr ausreicht wende doch die einfache Regel an, was an Auftrieb fehlt muß durch Flächentiefe ersetzt werden. Nach meiner Meinung besteht nun beim Aschätzen / Berechnen das Problem mit RANIS oder auch anderen Tools die Simulations mit einem repräsentativen Profil zu füttern.

Gruß Bernhard
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