TB-MiniRock, Bauberichte

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Beitragvon Löschknecht » So 22. Feb 2015, 13:17

Hallo Zusammen,

nachdem die ersten MiniRöcke (MR) schon fliegen und im stillen gebaut worden sind finde ich ist es Zeit einen Bau auch mal zu zeigen. Ob ich der richtige dafür bin wird sich zeigen ;-)

Mein Vorhaben: Ich möchte einen MR in Stützstoff und Spreadtow Optik bauen.

Da ich zum ersten Mal Spreadtowgewebe verwende habe ich, um möglichst geringen Schaden zu produzieren, zunächst mit der Finne begonnen. Hierfür hatte ich ja zwei Mal die Urmodell gefräst und somit waren wir schon vertraut ;-)

Nachdem trennen der Form wurde zunächst sämtliches Gewebe und der Stützstoff zu geschnitten. Der Stützstoff, ich verwende Airex C70.55 in 1,2mm Stärke, wird danach noch ringsum etwas angefast. Im Bereich der Ruder wurde er keilförmig geschliffen. Nachdem ich diese Arbeit einmal mit einer Schleiflatte gemacht habe verwende ich nun meinen Multimaster (Schwingschleifer) mit 80er Papier.

Finne_Zuschneiden.jpg
Klappt prima mit der Bastelschere vom Töchterchen
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Finne_Zuschnitt.jpg
Finne_Zuschnitt.jpg (171.92 KiB) 2547-mal betrachtet


Anschliessend habe ich die einzelnen Gewebezuschnitte gewogen und entsprechend Harz in die Form mit einem Borstenpinsel eingebracht.

Beginnend mit 25g/m² Glasgewebe von HP
Finne_25erGlas.jpg
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Das Gewebe habe ich lediglich aufgelegt. Nach ein paar Minuten hat es sich selbstständig vollgesaugt und wird noch etwas mit dem Pinsel zurecht getüpft.

Finne_25erGlas_Abtupfen.jpg
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Danach habe ich etwas Toilettenpapier aufgebracht, um soviel eingebrachtes Harz wieder aufzunehmen. Das Papier habe ich wieder ein paar Minuten liegen lassen und vor dem entfernen noch mal mit einer festen Rolle abgerollert.

Die gleiche Prozedur folgte mit dem Spreadtow
Finne_Spread.jpg
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Abschliessend wurde der Stützstoff aufgelegt und beschwert. Alles zusammen habe ich dann etwas angelieren lassen. Zu guter Letzt kam noch 25g/ m² Glas als Innenlage zum Einsatz und alles in den Sack. Hiervon habe ich vergessen Bilder zu machen.

Nun war 24 Stunden warten angesagt. Danach wurde besäumt:
Finne_Besäumen.jpg
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Als Steg dient ein stinknormaler Strohhalm im Glasschlauch. Dieser wurde mit kleinen Harzpunkten fixiert.
Finne_schliessen.jpg
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Und die Form zugemacht und fixiert
Finne_Zu.jpg
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Und wieder gewartet. Man braucht schon etwas Zeit... :)
Finne Waage.jpg


Nachdem besäumen noch schnell auf die Waage und dann auf den Laufsteg...

Finne_Ergebnis.jpg
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Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und werde diese Vorgehensweise für den Bau des Flügel ebenfalls anwenden.

ciao Timo
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verwendete Materialien Finne

Beitragvon Löschknecht » So 22. Feb 2015, 13:19

Trennmittel: Carnauba Wachs von HP
Harz: L385 von Bacuplast

Gewebe: 25g/ m² Glasgewebe Leinen, 80g/ m² Spreadtow

Stützstoff: Airex C70.55 1,2mm
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Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Beitragvon UweH » So 22. Feb 2015, 13:33

Hallo Timo, Optik und Gewicht Deiner Finne sind sensationell, gute Arbeit :thumbup:

Zur Belegung für weitere Nachbauer noch eine Anmerkung von mir aus der Flugerfahrung: die Finne hat unten am hinteren Ende des Fußes einen wunden Punkt, bei Drehern oder Überschlägen beim Landen gibt es an der Stelle sehr schnell Risse, deshalb sollten in den Wurzelbereich der Finne oberhalb des Fußes ein paar Rovings vom Strohhalmholm bis in die Endleiste beidseitig längs eingelegt werden. Das wiegt fast nix, verlängert die Lebensdauer der Finne aber ungemein.

Gruß,

Uwe.
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Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Beitragvon Löschknecht » Sa 28. Feb 2015, 22:28

Servus Zusammen,

bei mir ging es die Tage mit dem Flügel weiter. Zunächst musste poliert, eingetrennt, abgeklebt und lackiert werden:

MR_Abkleben.jpg
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MR_Abkleben2.jpg
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MR_Lackiert.jpg
MR_Lackiert.jpg (145.93 KiB) 2453-mal betrachtet


Als erstes folgte wieder eine 25g/ m² Glasfilament Leinen Gewebelage. Danach kam ein Roving in die Nase.
MR_OS_RovingNase.jpg
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150g/ m² Basaltgewebe in 45° zugeschnitten
MR_OS_25erGlasBasalt.jpg
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80g/ m² Spreadtow selbstverständlich in 45°, in die Nase Kevlar. Grammatur müsste 170g/ m² gewesen sein. Habe ich aber gerade vergessen. Kann ich bei Bedarf nachreichen
MR_OS_KevlarSP.jpg
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Zwischendurch wurde immer wieder mit Küchenkrepp abgetupft. Als nächstes hatte dann der Stützstoff zeit etwas anzugelieren.
MR_OS_Stützstoffeinlegen.jpg
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Als Innenlage habe ich eine 49g/ m² Glasfilament Leinen Gewebelage verwendet. Abreißgewebe drauf und abgesaugt. Am nächsten Tag dann besäumt und Platz auf dem Tisch gemacht für die Unterseite.

Auf der Unterseite habe ich zunächst die Nasenleiste im lackierten Bereich und die späteren Vertiefungen für die Servodeckel mit Mumperaupen belegt.
MR_Unterseite_Servodeckel.jpg
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Danach ging es weiter wie bei der Oberseite. ABER aufgepaßt! Auf die Unterseite muss das Scharnierband mit rein. Ratet mal wer es fast vergessen hat ;-)
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Und zum Schluß wieder abgesaugt:
MR_US_Abjesaugt.jpg
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Soweit bis hier von mir.

Nun habe ich aber noch eine wichtige Frage an meine Vorbauer.

Wie habt ihr denn die Endleiste auf der Unterseite besäumt? Auf der Oberseite ist ja die Blutrinne aber unten? Stehe ich gerade auf dem Schlauch. Als nächstes erfolgt dann das Zusammenfügen von Ober- und Unterschale. Dabei werden sowohl die Klappenstege als auch der Holmsteg Nass in Nass verarbeitet.

Mal schauen, wann ich dazu komme. Ich hoffe auf morgen rechne aber mit im Laufe der nächsten Woche.

In diesem Sinne,

ciao Timo
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Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Beitragvon UweH » So 1. Mär 2015, 01:07

Löschknecht hat geschrieben:Wie habt ihr denn die Endleiste auf der Unterseite besäumt? Auf der Oberseite ist ja die Blutrinne aber unten?


Hallo Timo, ich weiß jetzt nicht genau was Du meinst?

Grundsätzlich ist die Endleiste 5 mm breiter als der fertige Flügel, das heißt die Blutrinne auf er Oberseite ist genau 5 mm hinter der späteren Endleistenkante des fertigen Fliegers und die 5 mm müssen später abgeschnitten werden.
Wenn ich richtig verstehe was Du meinst bedeutet das für Dich dass Du das eingesaugte Lamiant irgendwie auf Niveau der Trennebene bringen musst, dann die Ober- und Unterschale mit Mumpe verkleben und nach dem entformen die Endleiste 5 mm vor der Blutrinnenkante besäumen.
Passt die Erklärung?

Gruß,

Uwe.
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Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Beitragvon jonasm » So 1. Mär 2015, 10:27

Timo, bei der Finne hattest du ja schon geschrieben, dass du das 25g Glas nach dem Tränken nochmal abtupfst, nur um danach das Spread einzulegen und wieder Harz draufzurollern. Bei dem Flügel hast du es ja wahrscheinlich genauso gemacht. Wenn doch eh nach dem Glas wieder Gewebe in die Form kommt, nimmt man doch besser das überschüssige Harz aus der ersten Lage um die Zweite zu tränken. Und wenn das nicht reicht, dann bei Bedarf noch Harz zugeben. Alle Arten von Gewebe und vor allem SpreadTow lassen sich von unten deutlich besser tränken als von oben, da die im Gewebe eingeschlossene Luft besser entweichen kann.
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Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Beitragvon Löschknecht » So 1. Mär 2015, 10:48

Servus Uwe,

d.h. ich muß wenn ich die Form schliesse 5mm vor der Blutrinne die Mumperaupe legen? Sonst liegt die Verklebung ja ausserhalb des Flugels, was mit Sicherheit nicht ganz so optimal ist ;-) Die Stege usw. kommen ja sowieso auf der Oberseite wg. der Positionierungsschablonen für die Klappenstege...

Servus Jonas,

schade, dass Du den Einwand jetzt erst gebracht hast. Jetzt muss ich ja noch einen Flieger bauen, um diesen Tipp umzusetzen. :P Macht ja auch Sinn das überschüssige Harz der Schicht vorher zu nutzen. Nur dachte ich, dass dieses Harz schon zu "alt" ist, da es schon eine Stunde liegt. Davon 30 - 45 Minuten mit Küchenrolle oder Klopapier drauf. Oder spielt das keine so große Rolle?

Wie bereits geschrieben bin ich auf das L385 Harz umgestiegen, da ich so entschieden mehr Zeit (120Min Topfzeit eher 180 :thumbup: ) habe. Beim HP Harz habe ich immer das Problem, dass es mir zu schnell angeliert.

ciao Timo
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Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Beitragvon UweH » So 1. Mär 2015, 11:47

Löschknecht hat geschrieben:d.h. ich muß wenn ich die Form schliesse 5mm vor der Blutrinne die Mumperaupe legen? Sonst liegt die Verklebung ja ausserhalb des Flugels, was mit Sicherheit nicht ganz so optimal ist ;-)


Hallo Timo, der Spalt zwischen Ober- und Unterschale läuft an der Endleiste über diese 5 mm Breite auf fast Null, damit drückt sich die Mumpe da beidseitig raus, einmal in die Blutrinne und auf der anderen Seite in den Endleistenhohlraum. Ich weiß ja nicht wie breit Deine Mumperaupe ist, aber eine 1 mm breite Raupe direkt an die Blutrinnenkante zu legen ist wohl grundsätzlich keine so gute Idee :roll:

Gruß,

Uwe.
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Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Beitragvon jonasm » So 1. Mär 2015, 15:15

Löschknecht hat geschrieben:Macht ja auch Sinn das überschüssige Harz der Schicht vorher zu nutzen. Nur dachte ich, dass dieses Harz schon zu "alt" ist, da es schon eine Stunde liegt. Davon 30 - 45 Minuten mit Küchenrolle oder Klopapier drauf. Oder spielt das keine so große Rolle?

Wie bereits geschrieben bin ich auf das L385 Harz umgestiegen, da ich so entschieden mehr Zeit (120Min Topfzeit eher 180 :thumbup: ) habe. Beim HP Harz habe ich immer das Problem, dass es mir zu schnell angeliert.

ciao Timo


Warum liegt das Glas da eine Stunde lang rum bevor du die Kohle drauflegst?? Harz in die Form rollen, Glas drauf, festrollen, Kohle rein, festrollen, Harz nachrollen Schaum passend einlegen, Innengewebe rein, Abreiß nur da wo verklebt wird, Lochfolie, Vlies drauf und ab in den Sack. Nix angelieren und so...
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Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Beitragvon Löschknecht » So 1. Mär 2015, 15:21

...weil ich das in anderen Bauberichten bei denen SP verarbeitet wurde so gelesen habe.

Ciao timo
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