Horten IX Video

Horten IX Richtung Impellerstrahl

Beitragvon kanonenkugelrichter » Do 10. Dez 2015, 22:00

CIMG0037 Netz.jpg
CIMG0037 Netz.jpg (48.87 KiB) 1774-mal betrachtet
Hallo Uwe,
doch noch zwei Baufragen:
Wenn ich den Ausschnitt für den "Impelleraustritt" nach den CAD Daten von Dir in die Beplankung schneide kriegt der Strahl noch einen Vektor nach oben, und wenn ich Fotos von Schubrohrverlängerungen sehe scheinen diese auch weiter nach oben zu zeigen als der Impellerkanal innerhalb des Fliegers. Ist das so gewollt? (das letzte Ende des Kanals "schielt" ja auch etwas nach innen.)
Und wie hast Du Aussenflügel und Mittelteil miteinander verbunden? Wie groß ist die Biegebelastung bei Hortens da eigentlich, brauch ich da noch eine Verzapfung? Regelt das bei Deiner die GfK-Beschichtung?

Schönen Abend noch,
Jürgen
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Re: Horten IX Richtung Impellerstrahl

Beitragvon UweH » Do 10. Dez 2015, 22:59

kanonenkugelrichter hat geschrieben:Wenn ich den Ausschnitt für den "Impelleraustritt" nach den CAD Daten von Dir in die Beplankung schneide kriegt der Strahl noch einen Vektor nach oben, und wenn ich Fotos von Schubrohrverlängerungen sehe scheinen diese auch weiter nach oben zu zeigen als der Impellerkanal innerhalb des Fliegers.


Hallo Jürgen, das spielt überhaupt keine Rolle. Solange die Schubröhren nicht bis knapp an die Endleiste oder darüber hinaus verlängert werden sorgt der Coanda-Effekt dafür dass der Schubstrahl immer auf der Flügeloberfläche klebt. Heiner Scroblin hat Experimente mit kurzen, aber stark nach oben gerichteten Schubröhren gemacht und die haben gegenüber flachen rein gar nichts an der Schubvekorwirkung im Flug geändert.
Schau Dir Bilder des Original an, versuche die selbe Optik zu erreichen und gut is.


kanonenkugelrichter hat geschrieben:Und wie hast Du Aussenflügel und Mittelteil miteinander verbunden? Wie groß ist die Biegebelastung bei Hortens da eigentlich, brauch ich da noch eine Verzapfung? Regelt das bei Deiner die GfK-Beschichtung?


Flächige Verklebung der Anschlußrippen und 2-3 versetzt gelegte Lagen 80er Glas über die komplette Stoßstelle reichen aus. Hortens haben wenig Maximalauftrieb, da braucht man bei der kleinen Streckung und extrem hohen Zuspitzung der IX nicht viel gegen Biegung zu machen.
Allerdings habe ich an dem Spant vor den Impellern mehrere Kohlerovings über die Ansaugrohre laminiert damit die Flüglebiegung nicht die Impellermäntel verformt und dadurch der Rotor schleift oder klemmt, da hat man idealerweise ja nur wenige Zehntel mm Luft für Biegeverformungen bevor die Impellerblätter schleifen.

Gruß,

Uwe.
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Re: Horten IX Video

Beitragvon kanonenkugelrichter » Sa 19. Dez 2015, 15:18

Hallo Uwe,
bevor ich das Mittelteil zumache, wo kommt die Verstärkung für den Flitschenhaken hin?
CIMG0040Netz.jpg
CIMG0040Netz.jpg (71.22 KiB) 1687-mal betrachtet

Mein ImKnieGefühl sagt zwischen Spitze und Schwerpunkt? Hab auf den Fotos keinen gefunden.
Alles Gute,
Jürgen
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Re: Horten IX Video

Beitragvon UweH » Sa 19. Dez 2015, 21:12

Hallo Jürgen,

ich mache bei meiner Flitschenhochstart, dafür ist der Haken relativ weit hinten.
Ich starte mit doppeltem F3B-Gummi und ca. 15-20 m Seil, damit kommt die IX gleich schon mal auf eine sichere Höhe um mit mittlerer Leistung weiter zu steigen ohne zunächst in Bodennähe rum zu hungern. Das ist nach meiner Meinung besser als mit hohem Speed und hoher Leistung in Bodennähe in dem Auftriebsbereich zu fliegen bei dem die Instabilitätsprobleme am größten sind.
Ich empfehle eine Hakenposition 30-60 mm vor dem Schwerpunkt. Bei meiner ist der Haken bei 170 mm von der Nase und damit ca. 30 mm vor dem Schwerpunkt.
Klein_IMG_4857.jpg


Gruß,

Uwe.
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Re: Horten IX Video

Beitragvon kanonenkugelrichter » Sa 30. Jan 2016, 16:39

Hallo Uwe,
es geht (doch) voran, (Jahresabschluss und Inventur sind ekelig!)
Werde nächste Woche Nase und Ein-und Auslauf schleifen.
Hast Du vielleicht Appetit auf eine Pizza?
Nach dem Haubenausschnitt kann ich wohl die Flügel anbringen und bespannen.
Schönes WE,
Jürgen
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CIMG0047 Netz.jpg (42.8 KiB) 1538-mal betrachtet
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Horten IX Klappen

Beitragvon kanonenkugelrichter » Mi 4. Mai 2016, 16:08

Soo, der Flieger ist am Stück, nun kommen noch die Klappen und die Ausschläge.
Die äusseren Klappen über vier Rippenfelder, die Inneren über zwei.
Was meinst Du Uwe? Das ich die Ausschläge auch noch ein wenig nach Geschmack erfliegen muss ist klar, aber Dein Zweiklappler ist doch schön werdig, was schlägst Du vor?
CIMG0054 Netz.JPG
CIMG0056 Netz.JPG
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Re: Horten IX Klappenausschläge

Beitragvon kanonenkugelrichter » Mo 6. Mär 2017, 18:50

Soo, das sogenannte wirkliche Leben hat mich ein Jahr abgehalten, habe den Flieger mit Oratex bespannt, die Klappen sind mit dem Gewebe aussen oben und innen unten angeschlagen, für welche Ausschläge sollte ich die Ruder anlenken?
(Ich kämpfe natürlich auch noch mit der Entscheidung für die Farbgebung, Kampfanzug, Turnhose oder Prachtkleid?)
P1030069Netz.JPG
P1030068 Netz.JPG
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Re: Horten IX Video

Beitragvon Koarl » Di 7. Mär 2017, 16:19

Wenn dann richtig! Also Tarnfarbe mit Abgasspuren an den Turbinen und originalgetreuen Gebrauchsspuren.
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Re: Horten IX Klappen

Beitragvon UweH » Do 9. Mär 2017, 00:56

kanonenkugelrichter hat geschrieben:Was meinst Du Uwe? Das ich die Ausschläge auch noch ein wenig nach Geschmack erfliegen muss ist klar, aber Dein Zweiklappler ist doch schön werdig, was schlägst Du vor?


Hallo Jürgen,

sorry, ich hab im Moment viel Arbeit und noch mal unerwartet zu viel Dobrindt, ich mess die programmierten Werte an meinem Zweiklapper und interpoliere sie für Mischungen Deines Vierklappers hoch, komm aber erst am Wochenende dazu. Wenn Du bis Sonntag Nachmittag noch nix von mir hast, dann bin ich an Dobrindt endgültig verzweifelt oder brauch noch einen zusätztlichen Schub-s :oops:

Kannst ja bis da hin noch etwas Tarnlackierung mit bunten Flügelspitzen machen ;-)

Sorry und Gruß,

Uwe.
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Re: Horten IX Klappenausschläge

Beitragvon UweH » Di 14. Mär 2017, 00:26

kanonenkugelrichter hat geschrieben:für welche Ausschläge sollte ich die Ruder anlenken?


Hallo Jürgen, jetzt endlich hab ich mal gemessen und simuliert, ich hoffe es wird nicht zu kompliziert.

Zunächst rate ich Dir die ersten 10 - 15 Flüge mit Schubröhren zu fliegen um Dich an das grundsätzliche Steuerverhalten der kleinen IX und die Eigenheiten des Antriebs zu gewöhnen. Die Kombination aus Finne und Schubröhren bis hinter die Endleiste machen aus dem Biest einen kreuzbraven Impellertrainer.
Mein Finne ist dreieckig und scharfkantig, sie ist absichtlich nirgendwo gerundet um im Schiebeflug an den Kanten und besonders der hinteren Ecke Wirbel zu erzeugen die eine hohe Stabilisierungswirkung ergeben.
Die Länge der Finne ist 150 mm, hinten ist sie 30 mm hoch.

Zur Vorbereitung des Fliegens ohne Schubröhren solltest Du Dir angewöhnen mit einer Flugphase "Start" mit Elevons 2-3 mm hoch und etwa halber Motorleistung in gemütlichen Platzrunden etwa 50-80 m Höhe aufzubauen. Dann Elevons auf neutral und beim daraus folgenden Bahnneigungsflug langsam Gas reinschieben.
Wenn die Horten Fahrt hat und volle Schubleistung anliegt fliegt sie mit und ohne Schubröhren wie auf Schienen und Du kannst fast alles mit ihr anstellen.

Wenn Du nach Gewöhnung an das Modell die Schubröhren entfernst solltest Du mit der selben Taktik für den Start weiter fliegen, aber ab dann solltest Du unbedingt vermeiden langsam zu fliegen und dabei vollen Schub zu geben. Mit Röhren verträgt sie das, ohne Rohren kann sie schlagartig abreißen und vom Himmel fallen. Dann hilft nur Motor aus, ohne Antrieb beim fallen lassen Fahrt aufnehmen und durch gegen steuern stabilisieren. Als Segler fängt sie sich wieder, mit laufendem Antrieb schlägt sie zu 100 % ein. Also nach Gas raus entweder mit wenig Schub langsam steigen, in Sicherheitshöhe andrücken, Fahrt aufnehmen und dabei langsam Gas rein oder langsam wieder voll Schub geben bevor die Fuhre im Gleitflug langsam wird. Ich bin meist mit 70 - 100 % Schub durch geflogen bis die nachlassende Leistung Zeit fürs Landen signalisiert hat.

Ruderausschläge:
Meine hat ja nur eine Klappe pro Seite, dabei ist für den Start eine Flugphase mit - 2-3 mm Höhenruder Grundausschlag programmiert.
Im Schnellflug stehen die Ruder im Strak, auch dafür gibts eine Flugphase, der Übergang zwischen Start und Speed-Flugphase erfolgt programmiert langsam innerhalb einer Sekunde ab Betätigung des Schalters. Zurück gehts ohne Zeitverzögerung.
Bei 1 Klappe pro Seite:
Höhenruder +- 10 mm
Querruder +-10 mm

Bei Deiner 4-Klappen-Version solltest Du mit folgender Klappenmischung anfangen.
Höhenruder alle Klappen hoch und runter.
Ausschläge Außenklappen (Elevons) + - 8 mm
Ausschläge Innenklappen +- 4 mm

Für Querruder sieht die Mischung dann so aus, die Vollausschläge hierzu:
Außenklappe +4 mm - 9 mm
Innenklappe +4 mm - 0 mm (fährt also nur runter)
110213 H_IX_Quergier1.JPG



Wenn Du später noch ein bisschen experimentieren willst um die Finne noch zu verkleinern, aber dabei auf etwas Rollgeilheit verzichten kannst kannst Du mit dieser Mischung weiter machen, die Vollausschläge hierzu:
Außenklappe +3 mm - 9 mm
Innenklappe 2 x +3 mm - 0 mm -> fährt also auch nur runter, aber auch auf der Kurveninnenseite:
110213 H_IX_QuergierExtrem.JPG




Damit eine Horten gut durch die Kurve geht kommt es stark auf die Roll-Gier-Kopplung an und wenn der Flieger eine sehr gute Rollwendigkeit hat macht das viel vom negativen Wendemoment wett, so ist das bei meiner Horten XII, wo alle Klappen mit dieser Mischung fahren und ein sehr gutes Steuerverhalten ergeben. Ich glaube zwar nicht dass man bei einer 4-Klappen-Horten IX damit auf die Finne verzichten kann, aber um mit Finne bei viel Speed ein rollgeiles und wendiges Heizermodell zu bekommen taugt es sicher.
Ausschläge dürften dann bei Höhe wie Version 1 sein, bei Quer außen so viel wie der Pilot verträgt und die Innenklappen etwa die Hälfte von den Außenklappen:
110213 H_IX_QuerRollgut.JPG


Wenn Du noch Fragen hast versuche ich die zeitnah zu beantworten, bis da hin bin ich gespannt für welches Finish Du Dich entschieden hast und drücke für den Erstflug schon mal die Daumen ;-)

Gruß,

Uwe.
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