Antist-RES

Re: Antist-RES

Beitragvon UweH » Mo 15. Aug 2016, 12:00

f3k hat geschrieben:Leider flattert er bei etwas schnellerem Fliegen und vorallem, wenn ich einen kräftigen Handstart mache. Also flattern tun die gesamten Außenflächen auf und ab. Das ist nicht so schön... Ich vermute, dass es am dünnen Profil und der Bauweise liegt.


Hallo Achim, dass die offene Rohrholmbauweise bei Streckung 15 und 7,5 % Profildicke an der Grenze ist und damit keinesfalls eine Fliegerei wie bei f3k möglich ist sollte klar sein.
Allerdings hat mein Prototyp beim werfen noch nie geflattert und auch im Schnellflug und Hochstart ist bei meinem Flieger die Flatterfestigkeit für den Wettbewerb und viel Spaß bei der Freizeitfliegerei vollkommen ausreichend, man sieht ja auch in meinen Videos in etwas was der Flügel mit macht.
Im Rückenflug flattert er allerdings viel früher als in Normalfluglage, hast Du den Flügel richtig rum gebaut, stärker gewölbte Profilseite nach oben? :P :D
Im Ernst, eine Flügelbewegung rauf und runter ist ja eigentlich kein Flattern, das äußert sich in einer Drehschwingung um den Holm.
Eine Biegeschwingung kann davon kommen dass die Verbinder zu viel Spiel haben oder dass ohne das Zusatz-Holmrohr im Mittelstück schnell geflogen wird.
Bei mir ist das Zusatzrohr immer drin, außer ich ersetze es bei sehr windigem Wetter durch Metall-Ballaststäbe, die dann die Verstärkungsfunktion übernehmen.

Der Hebelarm des Leitwerks (freie Rohrlänge) ist für meine dynamischen Fluggewohnheiten bemessen. Jörg fliegt etwas mehr Hebelarm und ist damit zufrieden, aber das ist Geschmacksache und eine Frage der Fluggewohnheiten. Für die Flugstabilität ist der Stabilitätsfaktor für alle Flugaufgaben bei weitem ausreichend.

Ich fliege den Prototyp jetzt seit 1 1/2 Jahren und abgesehen von den 5 cm zu wenig Spannweite gegenüber der Serie und etwas Gewichtseinsparung beim Rumpf würde ich bei einem weiteren Bau nichts daran ändern wollen.


Gruß,

Uwe.
Ein Flügel genügt

Das Ranis-Tutorial für Hortenmodelle: >> Hier klicken <<

......Hangflug ist das ohne Motor
Benutzeravatar
UweH
 
Beiträge: 4837
Alter: 51
Registriert: 15.01.2011
Wohnort: Bayerischer Zentral-Spessart

Re: Antist-RES

Beitragvon TobiL » Mo 5. Sep 2016, 13:07

Noch 12 Tage

bis Erbach. Ich hoffe meine abendlichen Übungsstunden zahlen sich etwas aus und ich kann meine Platzierung etwas verbessern. Wie ich gesehen habe, bin ich wieder der einzige Teilnehmer mit dem Antist. Schade. Ich finde das Fliegerchen super und mit dem Zusatzrohr im Rohr ist die angsteinflößende Flächenbiegung deutlich unterbunden und die Hochstarthöhen dementsprechend besser.
Ich versuch mein bestes im Wettbewerb, obwohl bei mir immer noch das Knieschlottern wie vor 25 Jahren auf meinen ersten Wettbewerben vorhanden ist.
----Das gehört anscheinend dazu----


Grüße


Tobias
Wenn es funktioniert, ist es gut, wenn nicht, war es den Versuch wert!!
Benutzeravatar
TobiL
 
Beiträge: 57
Alter: 40
Registriert: 11.09.2012
Wohnort: Löpsingen

Re: Antist-RES

Beitragvon TobiL » Mo 19. Sep 2016, 11:50

Servus

Die Schlacht in Erbach ist geschlagen. Es gibt gute und weniger gute (eher schlechte) Nachrichten.

Erst die Guten :) : Mein Antist hat sich wacker geschlagen und mein Landetraining hat sich ausgezahlt. Der Landepunkt rückt immer näher an mein Modell. Die Zeiten waren gut und ich konnte mit den Mitstreitern mithalten. Im dritten Durchgang habe ich beim Start mit Rückenwind und einer Ausgangshöhe von ca. 20 mtr trotzdem die 6 min geschafft und auch die Landung war klasse. Natürlich war wieder einer dabei, der es noch einen Tick besser gemacht hat und ich bin nur knapp am 1000er vorbeigeschrammt.
Jetzt die weniger guten Nachrichten :( : Ich weiß nicht wie es passiert ist und mir ist sowas auch noch nie passiert. Beim Start im 4. Durchgang hat eim Teamkollege mein Schätzchen geworfen und der Antist ist direkt nach dem Loslassen wie ein Komet am Seil in einem großem Linksbogen, Nase voraus in unseren Heimatplaneten eingeschlagen. aus 15 Metern Entfernung sah es fast so aus, als müsste ich nur eine Neue Befestigungsschraube reindrehen und zum Restart ansetzen. Beim nähertreten bemerkte ich aber, dass die Schraube noch ganz ist und das Gewinde am Rumpf ausgebrochen ist. Die Seitenwand hat auch einen Riss. Das wäre alles reparabel, aber an der Flügelendleiste sind mehrere Rippchen gebrochen oder "weich" geworden. Ich hab an der fehlenden Spannung und Faltenwürfen am Übergang Rippe-Endleiste eben dieses festgestellt.
Durchgang 4 war also eine glatte "0". Die letzten beiden Durchgänge musste mein 700g Gezores herhalten. Kein Wind, keine Höhe, mittelmäßige Zeiten, sch... Landungen. Mein so gut begonnener Wettbewerb endete trotzdem noch mit einem, für meine Ansprüche ordentlichen, 18. Platz. Da wär mehr drin gewesen, wenn nicht das Missgeschick im 4. Lauf passiert wäre.

Ich brauch wohl wieder einen Antist. Es hat zwar eine Weile gedauert, bis ich mich an ihn gewöhnt habe, aber er macht riesen Spass und hält auch bei den meisten Bedingungen mit der Konkurrenz mit :thumbup: . Für die echt filigrane Bauweise ist er auch ausreichend stabil. Der Einschlag am vollgespannten Gummi wäre für ein aktuelles RES-Modell wahrscheinlich genauso ausgegangen. Mann hat das gescheppert.

Fazit. Liebe Antist-User. Traut euch auf einen Wettbewerb.


Schöne Grüße


Tobias
Wenn es funktioniert, ist es gut, wenn nicht, war es den Versuch wert!!
Benutzeravatar
TobiL
 
Beiträge: 57
Alter: 40
Registriert: 11.09.2012
Wohnort: Löpsingen

Re: Antist-RES

Beitragvon UweH » Mo 19. Sep 2016, 21:03

Hallo Tobi,

schön dass Dein Antist so gut mit geflogen ist, aber der Einschlag ist sehr ärgerlich.
Danach hättest Du besser den ARES genommen, der hat bessere Flugleistung als der Gezores.

Ich kann mir vorstellen dass Dein Hochstarthaken 1-2 mm zu weit hinten ist. Ich hatte Anfangs auch Probleme den Antist nach dem Abwurf in der Spur zu halten, besonders wenn das frei geben nicht ganz gerade war gab es oft massive Ausbrecher. Ich konnte den Flieger zwar immer wieder einfangen, aber im Wettbewerb wurde es zum Nachbarn schon öfter mal knapp. Der alte "Wettbewerbshase" Tobi Mister123 hat mir dann geraten den Hochstarthaken ein kleines bisschen weiter vor zu legen. Mit Haken 2-3 mm weiter vorne war der Start dann immer sicher und einen Ausbrecher einzufangen kostet mehr Hochstarthöhe als den Haken ein bisschen weiter vorne zu haben.

Bei meinem Prototyp sind auch schon Rippen an der Vorderkante des Endleistensperrholz weich geworden und angebrochen. Ich habe das repariert indem ich einen dickeren, geraden Sperrholzstreifen mit kleinen Leimzwingen so auf die Endleiste gespannt habe, dass die intakten Rippen die Lage der Endleiste an den weichen Rippen vorgeben. Dann habe ich mit einer dickeren Nadel kleine Löcher in die Unterseite der Bespannung gestochen und kleine Tröpfchen dünnflüssigen Sekundenkleber rein laufen lassen. Nach dem Aushärten Sperrholzschiene entfernen und die Wellen in der Folie rausbügeln.

Ich weiß nicht ob Thomas Schikora noch Antist fräst, die letzte Anfrage hat er aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. Er hat bei mir nicht angekündigt oder Bescheid gegeben dass er die Serie beim Antist einstellt, ich glaube ich habe keinen Fräsmeister mehr für meine Flieger :roll:

Hast Du die an den ARES angepaßten X-Res-Winglets inzwischen mal gebaut, passen die Teile zusammen und an den ARES dran?

Gruß,

Uwe.
Ein Flügel genügt

Das Ranis-Tutorial für Hortenmodelle: >> Hier klicken <<

......Hangflug ist das ohne Motor
Benutzeravatar
UweH
 
Beiträge: 4837
Alter: 51
Registriert: 15.01.2011
Wohnort: Bayerischer Zentral-Spessart

Re: Antist-RES

Beitragvon TobiL » Mo 19. Sep 2016, 22:47

Grüß Dich Uwe

Ich hab den Antist erstmal zur Seite gelegt. Ich schau mal ob eine Reparatur klappt.

Da ich in den letzten Wochen jede freie Minute damit verbracht habe mit einem Zweiachssegler nach sechs Minuten möglichst nahe an einen Punkt am Boden zu landen und mein Fräsmeister auch immer viel zu tun hat, hab ich noch keine profilierten Winglets für Ares.
Falls es wirklich keinen Teilesatz vom Antist gibt, dann muss ich Deine Reparaturvorschläge
versuchen.

Im Frühjahr brauch ich auf jeden Fall ein Wettbewerbstaugliches Gerät.


Tobias
Wenn es funktioniert, ist es gut, wenn nicht, war es den Versuch wert!!
Benutzeravatar
TobiL
 
Beiträge: 57
Alter: 40
Registriert: 11.09.2012
Wohnort: Löpsingen

Re: Antist-RES

Beitragvon LimaBravo » So 29. Jan 2017, 23:56

Hallo,

Darf ich mich vorstellen, da dies mein erster Beitrag im Thermikboard.
Heiße Leopold und wohne in Niederösterreich.
Fliege alles was Flügel und Rotorblätter hat, aber hauptsächlich Segler.
Die RES Klasse hat es mir in letzter Zeit besonders angetan, daher hab ich mehrere Modelle gebaut und auch schon relativ erfolgreich bei Wettbewerben eingesetzt.
Der Antist hat es mir sofort besonders angetan, daher habe ich diesen auch vor über 1,5 Jahren bestellt, war die erste Charge, leider bin ich erst jetzt dazugekommen diesen zu bauen. Der Bau hat mir richtig Spaß gemacht und war für meine Verhältnisse auch schnell erledigt und so konnte ich heute den Erstflug am Hang bei viel Schnee, 0 Wind, und wegen Inversion ohne oder kaum Thermik, dafür Bilderbuchwetter machen.
Also ich hab richtig gute Laune, der Antist geht traumhaft, Einstellungen passen dank Uwes Angaben hier im Forum von hausaus sehr gut, tolle Wendigkeit, bestes Kreisverhalten, nah wie es sein soll! und erst das Flugbild von diese schlanken Schönheit.

Allerbesten Dank an Uwe für diesen tollen Flieger

image.jpeg
Fläche rohbaufertig
image.jpeg
durchsichtig ist er
image.jpeg
auf geht's
image.jpeg
er fliegt
image.jpeg
image.jpeg
mir gefällt er
image.jpeg
Freu!
LimaBravo
 
Beiträge: 3
Registriert: 28.01.2013

Re: Antist-RES

Beitragvon LimaBravo » Mo 30. Jan 2017, 00:16

Ach ja die Daten:

Akku Lipo 2S 300mhA
Empfänger gestippter AR400 Spectrum gleich hinter Akku
Servo 3x D47
Schnuranlenkung mit 0,3mm Schmuckdraht mit 2x0,3mm Stahldraht als Gegenfeder je Ruderklappe 180 Grad verdreht, Hoch auf zug, Höhenleitwerk hab ich auf ansteckbar umgebaut
Oralight transparent
Rumpf 3x Porenfüller rot eingefärbt.
Heckrohr zuschnittlänge 58,5mm
Schwerpunkt ca.10mm hinter Holmrohr, fängt nicht ab, mit einer 20 Centmünze am Rumpfkopf fängt er leicht ab.
Trimmblei 18g Bleikugeln
Ergibt ein Fluggewicht von 315g!

LG Leopold
LimaBravo
 
Beiträge: 3
Registriert: 28.01.2013

Re: Antist-RES

Beitragvon italouwe » Mo 30. Jan 2017, 08:07

Back to the roots.

Wirkt ansteckend!
315g ist natürlich auch gewaltig.

Grüsse nach Österreich
Benutzeravatar
italouwe
 
Beiträge: 1235
Registriert: 03.11.2012

Re: Antist-RES

Beitragvon UweH » Di 31. Jan 2017, 00:01

Hallo Leopold, ich bin noch gar nicht dazu gekommen: herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Erstflug des Antist, 315 g Fluggewicht ist natürlich sensationell und ich habe keine Ahnung wie Du das geschafft hast :!: :?: :thumbup:

Ich denke mal dass Du das 6er Pfeilschaftrohr als Zusatzverstärkung für den Hochstart dabei noch nicht im Flügel-Mittelteil drin hast? Das ist notwendig damit sich der Flügel beim Hochstart nicht zu stark biegt und bringt noch mal ein paar Höhenmeter. Es wird nur lose eingeschoben und wiegt ca. 10 Gramm, für ganz schwache Bedingungen kann man das dann wieder raus nehmen und damit ein bisschen abballastieren :P

Weiter viel Spaß mit dem AntistRES, viel Erfolg und immer gute Landungen ;-)

Gruß,

Uwe.
Ein Flügel genügt

Das Ranis-Tutorial für Hortenmodelle: >> Hier klicken <<

......Hangflug ist das ohne Motor
Benutzeravatar
UweH
 
Beiträge: 4837
Alter: 51
Registriert: 15.01.2011
Wohnort: Bayerischer Zentral-Spessart

Vorherige

Zurück zu HLG, DLG, RES und F3K

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast