Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon Nebukadneza » Do 26. Dez 2013, 14:01

Hallöchen zusammen,

heute Vorstellen nach meinem kurzen Post im Gekauft-Thread wollte ich euch die Gurke. Die Speichergurke ist das Gemüse der Zukunft! Mit ihr werden alle Storage-Probleme von übermorgen schon heute gelöst. Mit dem integrierten RAID 94 kann man selbst bei 99%igem Verlust des Gurkenfleisches noch auf Gurkenkerne zeigen! Eine Kapazität von 1337 Ultrabyte garantiert unbegrenzte Aufwärtskapazität...
aber seht selbst:
http://www.speichergurke.de/

... Wart, irgendwas ist hier falsch. Ich wollte euch doch über was anderes erzählen. Was war das gleich? Ach, genau! Die Gurke!

Aaaalso. Vorneweg: Ich bin ja kein geübter Holzbastler (was Flieger angeht), und aufgrund der fortgeschrittenen Zeit des Abends habe ich wohl auch 1-2 Fehler gemacht. Ich hoffe dass ich die gut ausgebügelt habe ;). Von daher: Bitte wenn ihr was seht was ich vermurxt hab, bitte drauf aufmerksam machen! Auch gerne noch dazu schreiben wie mans besser hätte machen können und "wieviel" es am Ende ausmacht

Die Gurke kommt in einem schön schlichten Karton, der sehr fest ist. Den Versand hat sie unbeschadet überstanden.
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Inhalt sind ein Päckchen aus Balsa-Dreiecksleisten, Quadratleisten, CFK- und Stahlstab, ein Päckchen mit Kleinzeug (Magnete, Anlenkungsdrähte vorgebogen, Messinghülsen- und Rohre) sowie alle Frästeile, Balsa sowie Sperrholz und QG-Balsa
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Der Bau beginnt mit etwas Fleißarbeit -- die von Tim schon abgehakte Stückliste nochmals prüfen. Alles drin, passt, ab dafür!
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Dann geht das ausschneiden mit einem Cuttermesser los. Ich habe mich schon gefreut dass die laut Anleitung sagenumwobene Rippe 18 die immer bricht ganz geblieben ist.
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Beim heraustrennen der Flügel ... öhm, wie heißt das? Grundrissrippenhalterdings! ...braucht etwas vorsicht beim heraustrennen und wirkt recht fragil. Ist aber alles kein problem wenn man nicht gerade sehr hektisch zu werke geht.
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Das Material scheint recht Spannungs- und Verzugsfrei und liegt schön flach.
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Ah! Und da ist schon das was die Anleitung prophezeit hat! Rippe 18 Gebrochen! ... macht aber nix, einfach vorne reinschieben, hinten feststecken, hebt. Später dann auf den CFK-Stabl kleben und etwas drauf achten dass sie noch gerade ausschaut.
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Das Stecksystem für die Rippen ist das genialste was ich je gesehen habe. Diese werden Nut-in-Nut vorne hereingesteckt, hinten kurz ausgerichtet und einfach wieder Nut-in-Nut festgedrückt. Dann sitzt alles schon gerade und auch recht stramm...
Man sollte nur daran denken bevor man die Rippen einbaut alle Balsabrösel (die teilweise etwas klein sind) in den Nuten herauszupuhlen.
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Ein kleines Problemchen hatte ich beim linken Flügel. Ich weiß nicht woher, aber dort wollte die Wurzelrippe nicht ganz vor an den "Rahmen". Ich habs dann versucht später beim Kleben schön anzudrücken. Ich hatte auch nochmal alle Rippen rausgenommen um zu kontrollieren dass keine Balsabrösel mehr in den Nuten hängen. Tja, ein Mysterium ;).
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Weiter gehts mit den Carbonrohen. Wie in der Anleitung beschrieben (und von der Intuition diktiert) wird der Stab leicht drehend eingeschoben. Bei den ersten 3 Rippen muss man noch etwas nachhelfen mit der Führung, danach flutscht er von selbst bis ans Ende.
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Das gleiche machen wir dann noch mit dem Messingrohr- und Hülse. Passt alles wunderbar.
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Und raus mit der SekundenBapp-Flasche und das Folterinstrument drauf. Die Farben der Kanülen bezeichnen übrigens deren Feinheit. Beim ganz flüssigen fand ich Grün immer sehr passend. Man muss etwas drücken, die Finger tun nochnicht davon weh, und man kann noch fein dosieren, aber auch mal ne ordentliche "Raupe" legen.
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Damit werden dann zuerst die hinteren Rippenauflagen durch aufbringen des Klebers an den Kanten und anschließendem Wie-ein-Depp-draufdrücken geklebt.
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... Dann wird auch die Unterseite schön glatt -- hier passt alles ;P.
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Beim kleben der vorderen Nuten der Rippen spürte man immernoch leicht Spiel, die Nasenleiste konnte quasi vor-und-zurück-rutschen. Daher sollte man hier beim kleben sowohl versuchen die Nasenleiste in die Rippen zu schieben, als auch dafür sorgen dass alles zusammen schön flach liegt. Der hier gezeigte Griff tat das für mich ;).
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Schaut aus als wäre alles noch schön verzugsfrei... oder?
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Dann die Balsa-Dreiecksleisten für die Endleiste zuschneiden. Nein, nehmt kein Cutter auch keinen scharfen. Nehmt auch keine Furniersäge. Herrgott, ICH HAB KEINE AHNUNG WAS MAN NIMMT DASS DA NIX AUSREISST.
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Dann beging ich Fehler #1. Wie hier zu sehen sind die Rippenendleisten mit dem "Rahmendings" nicht perfekt Bündig. man sieht einen leichten Spalt wenn man die Balsa-Leiste dagegenpresst. Daher dachte ich: Vooorsichtig schleifen. Nimmst 320... von wegeles -.-
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Hier sieht man jetzt dass ich noch mehr Spalt reingemacht und dafür gesorgt habe dass die Rippen nichtmehr an die Leiste ragen. Faux Pas... entweder NOCH vorsichtiger schleifen, oder lieber ganz lassen?
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... Und wenn man grad was verbockt hat kommt das andere schnell. Ich habe wohl beim flachen ankleben der leiste auf einem eingetrennten aufgeklebten Stück Packband den "Rahmendings" nicht ganz runtergedruckt. So steht die Endleiste jetzt unten außen ~¾mm über. Macht das was? Verschleifen, so lassen? Oder ist das schon ganz Murx?
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Weiter vorne liegt sie dafür schön bündig an!
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Und bei der Zweiten wird eh alles besser. Nur gaaanz wenig an den Sperrholzrippen geschliffen, sonst nicht. Die Endleiste liegt schön bündig an und ich habe es geschafft beim Kleben alles flach und gerade zu bekommen.
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Und weiter gehts mit dem Rumpf. Erstmal wieder alles ausschneiden und schön zurecht legen.
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Jetzt habe ich die Flächenhälfte zusammengeklebt. Wieder auf eingetrenntem Packband (Frischhaltefolie verrutscht immer so sehr...), die Kanten einsabbeln und flach zusammendrücken... bis die Finger wehtun! :P
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Oh, es sieht schon nach Gurke aus!
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Zum aufkleben der Verstärkungen an der Flächensteckung habe ich eben diese mit etwas Vaseline eingetrenntund dann alles darauf aufgefädelt, dann Seku dran und zusammenpappen. So kann ich sicher sein dass die Sperrholzringe so sitzen dass die Steckung später gerade ist ... hoffe ich.
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Weiter gehts mit der Balsaleiste die möglichst bündig mit der Rumpfseitenteilkante angelegt werden soll.
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Dazu habe ich immer abschnittsweise geklebt, immer ein halbwegs gerades Stück bis zur nächsten Biegungsänderung. Beim anbringen der nächsten Klebung dann den "sichtbaren" Teil des Seitenteils einsabbeln und dort wo die Leiste noch im weg, das Seitenteil aber nichtmehr zugänglich ist an die Kante ordentlich Kleber geben, das Seitenteil aufstellen, und die Leiste leicht zur Seite biegen so dass der Bapp in den Spalt laufen kann.
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Hier hinten wusste ich nicht ganz sicher ob die Leiste überstehen sollte und dann später auf Maß der Leitwerksauflage zugeschliffen werden soll oder nicht. Die Rippe 31 (glaubich) gab hier Aufschluss ;).
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Und weiter leisten Leimen...
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leider habe ich auch hier ein wenig Geschlampt und bin beim Verkleben der Leiste im Bereich der Leitwerksauflage leicht abgerutscht... macht das was? Irgendwie auffüllen mit Balsa-Schnipseln und verschleifen? Oder einfach lassen?
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Fertig!
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Und jetzt fängt das Bauzzel langsam an seinem Namen alle Ehre zu machen. Hier ist Puzzel-Spielen angesagt.
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.. aber niemand sagt dass man sich nicht etwas Hilfe holen darf ;P.
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Mh, nicht ganz richtig..
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Und passt! Das schöne ist dass nur in einer Kombination (HOFFE ICH!) alle Teile ineinander greifen. So kann man quasi endlos spielen bis man die richtige Kombination raus hat ohne Angst haben zu müssen was falsch zu machen (*zitter*bibber*).
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Die Konstruktion schaut wirklich ausgefuchst aus. Ich habe ja erst überlegt ob ich doch China-Alternativen zu den teuren Servos ausprobiere ... aber wenn das wirklich so passen sollte wie das hier Ausschaut wäre das wohl verschwendung! :)
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Dann kann man schonmal die andere Seite auflegen und ... ES SCHAUT SCHON VOLL NACH FLUGZEUG AUS! *freu*
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Dann werden als nächstes die Seitenwände an die ~Wilde~Konstruktion~ verklebt, dabei habe ich versucht die Leitwerksauflage zusammen- und gegen das Baubrett zu pressen.
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Beim einsetzen der restlichen Rippen habe ich etwas geschummelt um diese einfacher Verkleben zu können. Etwas Tesa hält den Rumpf in ausgerichtetem Zustand zusammen ... hoffe ich.
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Da ich so spät nachts meine Schleifstaubabsaugung nicht anschmeißen wollte hatte ich das Leitwerk nochnicht verschliffen. Hier also noch im Rohzustand. Ich habe die beiden letzten Rippen nochnicht verklebt und diese hier Testweise auf das Leitwerk aufgesetzt.
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Dann alles zusammen in den Rumpf.
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Es ist wirklich herrlich wie hier alles ineinandergreift. Das Leitwerk ist leicht herauszuziehen und wieder einzustecken. Nur habe ich etwas angst dass hierbei das Balsa auf dauer etwas leidet. Wenn ich hier noch irgendwie etwas verstärken könnte wäre ein abnehmbares Leitwerk auch recht einfach zu realisieren?
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Beim zusammenkleben der letzten beiden Rippen, teilweise mit eingesetztem Leitwerk, habe ich dann doch etwas verzug korrigieren müssen. Da ich beide Hände brauchte also keine Bilder. Ich glaube jetzt ist alles schön gerade und sauber ausgerichtet...
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... oder?
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Und dann hab ich doch um 2 Nachts nochmal den Dremel bemüht um die Überstehenden Rohre abzusäbeln und das ganze mal zusammenzustecken..
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SCHAUT SCHON VOLL NACH FLUGZEUG AUS! ...ob ich mich wiederhole?
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So, soweit mal der gestrige abend. In ca. 3:30h Bauzeit war das alles erledigt! Genial! Jetzt weiß ich was Tim mit Blitzbau meint. Und alles passt so schön, ist so wunderbar durchdacht und ausgeknobelt. Das bauen macht wirklich Spaß, sogar mehr als die RESolution, und ich freu mich wie ein Schneekönig ;).


Was mir jetzt noch etwas Sorgen macht ist das verschleifen der Nasenleiste der beiden Flügel. Das hab ich einfach noch nie gemacht, und hab viel Angst was zu vergeigen und dann mit ner mies fliegenden Kiste dazustehen. Habt ihr dazu ein paar Tips?

Soweit mal, Grüßle
-Dario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon mario » Do 26. Dez 2013, 17:39

Hi Dario,

wie ist das Anpassen der Leiste denn bei dem Gurkenbaukasten vorgesehen? Mit weiteren Rippen zum Vermessen oder "frei Schnauze"?
Ich kenne den Baukasten nicht, daher...


Grüße
Mario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon Nebukadneza » Do 26. Dez 2013, 19:45

Hi,

meinst du die Balsa-Dreiecksleiste die als Endleiste verwendet wird? Das ist einfach ein langes Stückchen und ich glaube gedacht ist es so dass man die sukkzessive runterschneident/feilt/sägt/schleift bis sie eben "auf press" gerade so zwischen die Wurzelrippe und Endrippe an der Hinterkante aller Rippen reinpasst...?
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon Tim Weißbach » Do 26. Dez 2013, 21:25

Hallo zusammen,

wenn es recht ist, klinke ich mich hier ein wenig ein, um "Licht ins Dunkel" zu bringen.

Ein großer Dank geht an Dario - für die tollen Detailaufnahmen und den amüsant zu lesenden Bericht. Wie die Einleitung verkündet, sind Gurken nicht mehr nur ein einfaches Gemüse. Alles deutet darauf hin, dass sie zu sehr viel mehr bestimmt sind, als gegessen zu werden.

Nun der Reihe nach meine Tipps beim Bau:

Die Endleisten kann man sehr gut mit einem feinen Metallsägeblatt trennen. Dazu am besten "platt" auf das Baubrett / die Werkbank legen und gut festhalten. Einfach sägen, bis man in der Werkbank angekommen ist... Die Endleisten sind einseitig konisch. In diesem Fall bedeutet das, dass es einen Rechten-Winkel im Querschnitt gibt. Dieser 90°-Winkel gehört nach unten. Siehe Skizze 1. Vor dem Verkleben sollte es genügen, wenn man überstehende Nippel verschleift, die ein Anliegen der Endleiste verhindern.

Skizze 1.png
Skizze 1.png (14.7 KiB) 5265-mal betrachtet


Die versetzt verklebte Endleiste würde ich verschleifen. So, dass alles gut passt. Das Ohr ist aus 2mm Balsa, welches ohnehin im hinteren Bereich auf 1mm (Stärke der Endleiste im hinteren Bereich) heruntergeschliffen werden muss, damit Endleiste und Ohr einen sauberen Übergang zueinander haben.

Die Balsa-Vierkant-Leisten in den Rumpfecken im Leitwerksbereich sind normalerweise wie auf Skizze 2 zu verkleben (Ich spare mir an dieser Stelle eine Beschreibung - Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte). So hat das Leitwerk, sowie die Beplankung vor diesem genügend Auflage für die Verklebung.

Skizze 2.png
Skizze 2.png (4.29 KiB) 5265-mal betrachtet


Das Verschleifen der Nasenleiste ist kein Hexenwerk. Es ist recht einfach, wenn man ein kleines Brettchen mit Sandpapier beklebt und dieses als Schleifklotz nutzt. Die Nasenleiste ist recht schmal und somit auch in ein paar Minuten verschliffen. Einfach auf Ober- und Unterseite dem Verlauf der Rippen folgen und anschließend die Spitze vorn verrunden.

Lieben Gruß,

Tim
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon Nebukadneza » Fr 27. Dez 2013, 01:21

Hi Tim,

na, da hast du doch ordentlich Licht ins Dunkel gebracht. Ein Bauzzel ist halt doch ein vollständig bauplanierter Baukasten ;). Bei der Leitwerksauflage hätte ich wohl noch eine Minute länger anstarren sollen um auf die Idee zu kommen das abzusägen und zweifal anzuflanschen. Naja gut, jetzt ist schon beplankt und ich schaffs selbst mit gewalt nicht die Beplankung abzureißen, also hat die etwas verminderte Klebefläche wohl nicht all zu schlimme Auswirkungen an der Stelle.

Danke auch für die Klarstellung mit der Endleiste. Ich glaube ich habe intuitiv das Richtige gemacht, und die Leiste richtig herum eingebaut ;).

Wird dann verschliffen und dann ists hoffentlich in Ordnung. An die Nasenleiste werde ich mich entweder jetzt noch, oder morgen wagen. Dann gibts auch wieder mehr Bildchen ;P.

Dankeschön, und bis dann!
Grüßle
-Dario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon Nebukadneza » Fr 27. Dez 2013, 17:20

Es geht Gurkig weiter, ich habe mich an mein Angstteil, die Nasenleiste gewagt, und ich hoffe sie nicht vollkommen vergeigt zu haben.
Aber seht selbst:


Zu ersteinmal schleife ich die Leitwerke. Dazu hält ein Multiplex sägerest mit Schleifpapier (240er) benagelt her. Die Nägel sind tief eingeschlagen und drücken das Holz etwas ein so dass diese nicht über die Höhe des Papieres hinausstehen.
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Garnicht mal so schlecht... Nachdem der "Holzhammer" (240er) gut durch war kam dann 400er auf dem Korkblock an die Reihe.
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Dann kommen die Flächen her. Ersteinmal werden die ganzen übrigen Nippel auf den Rippen entfernt, z.B. derhier:
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Um dann die Endleiste der Ohren zu verschleifen. Hier ... habe ich malwieder was vergeigt und es wohl etwas zu gut gemeint. Die armen Ohren sind hinten Messerscharf -.-.
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Die erste Nasenleiste habe ich ohne Zwischenbilder gemacht. Schaut ganz OK aus, fühlt sich vorallem nicht ganz schlecht an.
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Dazu bin ich so vorgegangen. Erstmal habe ich auf der Oberseite das Schleifpapier (400er) auf einem Korkblock an die Spitzen der Rippen angelegt um ein Gefühl für den Winkel zu bekommen. Dann habe ich vorsichtig hin- und hergeschliffen und dabei versucht das Papier so zu halten dass ich kaum rrrt-rrrtt-Geräusche (schleifen an den Rippen) höre, aber eben auch ein kleines bisschen. So habe ich mir erhofft sicherzustellen dass ich den Winkel der Rippen ersteinmal fortführe.
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Ebenso auf der Unterseite.
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Der letzte Schritt war dann das vorsichtige verrunden der Kante. Hier habe ich immer Abschnittsweise auf einer Korkblocklänge gearbeitet und den Block ~2cm hoch- und runter bewegt und dabei mit gaaanz feinem Andruck an die Nase eine Kreisbewegung um die Nase vollführt. Dann weiter zum nächsten Abschnitt. Das Ergebnis ist hier zu sehen:
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Die -- wie erwähnt -- leider etwas zu dünn geratenen Ohren:
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Und noch mehr Nasen:
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Nasen-Gurke! Auch die Leitwerke haben natürlich eine erhalten:
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Und dann kann mans schon zusammenstecken! Diesmal schauts nicht nur schon voll aus wie ein Flugzeug, diesmal ists schon eines!
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Leider muss ich wohl am Stahlstab noch etwas nacharbeiten. Ich bin am überlegen ob ich das am besten versuche auszumessen um das dann auf der Drehbank eines Kumpels/Nachbarn zu machen. Es sind ja echt 2 Magnetlängen + die ~1.5-2mm die hier zu sehen sind die runter müssen... Was hat sich denn für solche Arbeiten bewährt an Techniken? :P
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Soweit dann mal. Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig was zur Nasenleiste, Endleistendicke (ja, DICKER, vermute ich :P) sowie Leitwerksschleiferei sagen. Das sind wohl Punkte an denen ich noch VIEEL lernen muss.

Ansonsten: Ich hatte zum Spaß mal die Stoppuhr laufen: 7:15h bisher, das ist Rekord! Ein Flieger der von so einem Anfängerlein wie mir in so einer Zeit gebaut werden kann, und dann nur *zähl* ... WENIGE ... Problemstellen (hoffe ich) hat. Das ist genial. Blitzbau ist hier echt nicht nur Slogan, gut gemacht Tim!

Jetzt fehlt mir nurnoch Bespannfolie. Ich wollte den Rumpf eigentlich auch eher bespannen als Lackieren/Lasieren. Die Folie gibt ja auch nochmal etwas Stabilität. @Tim, wie ist das Gewichtsmäßig? Noch vertretbar, auch an etwas laueren Karlsruher Hängen? :P

Ansonsten ... ja, jetzt kommt das Unangenehme: Servos Kaufen. Boah sind die teuer, das kostet ja nochmal ne ganze Gurke! Wenn man wie ich HobbyKing gewohnt ist und auf kleinem Budget sitzt ist das etwas hart. Es führt aber wohl kein Weg dran vorbei, ich kann mir schon vorstellen dass die Billigdinger bei größeren Belastungen wie hier bei nem Verwinder eher mal abrauchen. Da werde ich aber wohl eher die HB als die MG nehmen ... wenn ihr das vertretbar findet.

Grüßle, und bis denn!
- Dario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon Nebukadneza » Fr 27. Dez 2013, 20:46

Ja Verflucht, jetzt hab ich die Bildchen vom beplanken vergessen... wird gleich nachgereicht oO.

Gruessle
-Dario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon Nebukadneza » Fr 27. Dez 2013, 23:21

Nachtrag zum Rumpf, die Bildchen die vorhin leider unbemerkt durch den Upload geschlüpft sind...

Also erstmal schön alle Beplankungsteile ausschneiden. Ja, die langen
"Stege" ganz an der Wand müssen mit raus ;).
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Und einfach mit gut Sekundenbapp auf die Seitenteile drauf. Vorher natürlich etwas verschleifen so dass die Balsaleisten und Sperrholz-Seitenteile auch wirklich auf gleiche Höhe sind.
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So schauts dann beplankt nd schon leicht Vorverschliffen aus. Da die Beplankung oft fast 7-8mm überstand habe ich einfach 240er Papier auf den Bandschleifer getan, den Bandschleifer aufn Kopp gelegt und locker flockig draufgehalten. Das ging ganz gut, auch zum "grobkürzen" der Messingrohre.
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Das Deckelchen in herausgenommenem Zustand. Mit ~3mm Überstand der haltebrettchen biegt sich das ding beim Einsetzen gar schrecklich. Leider konnte ich davon kein Bild machen da ich beide Hände brauchte. Zur erklärung: Das Brett wird zuerst vorne eingesetzt, dann zum "Katzenbuckel" gebogen und hinten eingeklemmt, dann losgelassen. Da zwischen der hinteren Beplankung und Teil 41 genau eine deckellänge Abstand ist sitzt das Teilchen dadurch schön stramm. Ich hoffe mal drauf dass das mit der Folie drauf etwas ... robuster sich anfühlen wird. Bibber, Zitter... bricht das nicht doch noch?
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Dann habe ich mal angefangen langsam mit 240er und 400er die Kanten schön rund zu schleifen. Dabei gibt das Balsa natürlich etwas schneller nach als das Sperrholz ... aufpassen! Ich habs glaub grad noch so anständig hinbekommen. Auch zu sehen sind hier die Abstände der Messingrohre -- auf der einen Seite muss die Feile noch etwas ran, aber noch bewegen sich die Flügel sehr locker.
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Kopfspant und Verschliff an der Vorderen Beplankung.
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Der Deckel wurde auch etwas verschliffen, allerdings wie die Anleitung fordert nicht komplett. So steht er leicht über und man kann ihn beim Anheben (*bibber*zitter* ... JEDES mal!) leichter greifen.
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Nasenklotz dran ... das war Maßarbeit, meine Sekundenkleberflasche hat noch genau 8 Tropfen: 2*3 für das Höhenleitwerk, 1*2 für das Seitenleitwerk ;P, dann ist alle.
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Hier mal die Abstände der Flügel zum Rumpf. Wir erinnern uns, eigentlich waren die Bilder ja in der Mitte des letzten Beitrages, deswegen sind die Flügel hier noch so ... rauh ;).
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Nasenklotz verschliffen. Ich habe mich wieder dem umgedrehten 240er Bandschleifer bedient um die Grobform zu machen, dann mit 320/400 leicht nachgearbeitet. Ich find meine Nase hübsch. Vorallem da es meine erste ist ;P.
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Soo, und das wars auch schon mit dem Nachtrag. Wie immer danke fürs lesen :).

Grüßle
- Dario

... der immernoch mit der Maus dauernd über dem Bestellen-Knopf beim Himmlischen hängt und es einfach nicht übers Herz bringt ;(.
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon mario » Fr 27. Dez 2013, 23:49

Hallo Dario,

du kannst die Endleisten verstärken, indem du Sekundekleber ins Balsa einziehen lässt. So, dass sich keine Seen bildern, sondern nur bis nichts mehr rein zieht. Das verstärkt enorm. Allerdings ist es danach spröder. Aber ich denke, die dünne Leiste hält ohne Behandlung nicht lange im rauen Flugbetrieb.
Nach dem Sekundenkleber einfach nochmal glatt schleifen.


Grüße
Mario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitragvon Nebukadneza » Sa 28. Dez 2013, 00:02

Hi,

Mh, das ist eine gute Idee, das werde ich morgen direkt mal machen. Danke für den Tipp! Was meinst du ... Endleisten von den Ohren, Leitwerken, oder beides?

Danke, Grüßle
-Dario
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