Hannibal

Re: Hannibal

Beitragvon jonasm » Fr 8. Jan 2016, 22:57

Hey Timo, warum baust du soviele Längsfasern und kaum Querfasern und gar keine Diagonalen ein? Wie erreichst du eine ausreichende Beulsteifigkeit, die das Einknicken verhindert?
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Re: Hannibal

Beitragvon Löschknecht » Sa 9. Jan 2016, 04:53

Servus Jonas,

das 150er Basalt liegt in 45° drin und das Glasgewebe auch, Das hat bei den letzten Rümpfen genauso funktioniert, deshalb sehe ich keinen Grund das anders zu machen.

ciao Timo
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Re: Hannibal

Beitragvon vanquish » Sa 9. Jan 2016, 09:18

Wie wirst du die beiden Hälften verkleben? Verklebeleiste sehe ich keine und Gewebe(bänder) durch die kleine Haubenöffnung durchgehend andrücken zu können, stelle ich mir schwierig vor...
Ich hab sowas mal mit einem Foliensack aufgeblasen. Der platzt nicht und ein Druck von max 0.3bar ist mehr als genug, um das Gewebe anzudrücken. Wirklich perfekt war diese Lösung aber auch nicht. Deshalb bin ich auf deine Lösung gespannt! :)

Liebe Grüße,
Mario
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Re: Hannibal

Beitragvon jonasm » Sa 9. Jan 2016, 14:19

Löschknecht hat geschrieben:...Das hat bei den letzten Rümpfen genauso funktioniert, deshalb sehe ich keinen Grund das anders zu machen.


Sicher? Die ersten Bilder in diesem Thread sehen aber nicht danach aus...?
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Re: Hannibal

Beitragvon Löschknecht » Sa 9. Jan 2016, 14:27

jonasm hat geschrieben:
Löschknecht hat geschrieben:...Das hat bei den letzten Rümpfen genauso funktioniert, deshalb sehe ich keinen Grund das anders zu machen.


Sicher? Die ersten Bilder in diesem Thread sehen aber nicht danach aus...?



Bei dieser Landung war egal was für eine Belegung im Rumpf war. Massivkohle hätte vielleicht gehalten. Glaub ich aber ehrlich gesagt nicht. :P Wir waren alle überrascht, dass überhaupt was am Stück geblieben ist.

Oder was meint ihr Michel und Christian. Ihr seid ja Knallzeugen :)
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Re: Hannibal

Beitragvon jonasm » Sa 9. Jan 2016, 14:30

Trotzdem bin ich der Meinung, dass dir die vielen Längsfasern nichts bringen, wenn dein Rumpf einknickt. Und das kann er, bei so wenig Beulsteifigkeit.

Vielleicht wäre dein alter Rumpf noch reparabel gewesen, wenn er anders geknackt wäre :thumbup:
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Re: Hannibal

Beitragvon Nebukadneza » Sa 9. Jan 2016, 14:38

Hi,

sorry jetzt den Thread für Rumpfdiskussionen zu Hijacken — aber was BRAUCHT man denn überhaupt in nem Rumpf? Meine Laienvorstellung davon ist so:
- Wir wollen die Kraft die auf die Torsionsbolzen kommt irgendwie zum Leitwerk — weil das schiebt ja die Flügel mit ihrem großen Hebel rum — bringen.
- Wir wollen das viele Blei dass in der Nase ist auch noch festhalten
⇒ ¿¿Längsfasern??
- Wir wollen dass bei ner Biegebelastung der Längsfasern der Rumpf nicht „auf der Schubseite wegknickt“. Heißt das Beulen?
- Wir wollen dass das Rohr rund bleibt, und die Biegekraft zw. Rudern und Flügeln auf den ganzen Querschnitt statt nur die „Linien Oben+Unten“ wirkt
- Wir wollen Torsion vom Rumpfrohr verhindern
⇒ ¿¿ ±45°-Fasern

Stimmt das etwa so? Jetzt müsste man dann versuchen zu verstehen wieviel man von was braucht …?

Grüßle & Dank
-Dario

PS: Bin auch auf das Hälften-Verschließen gespannt. Nach der Joker-Erfahrung mit dem Band kann ich mir nicht vorstellen wie das bei Besenstielen gehen sollte. Und für Ballon — wie beim Swallow Rumpf mit Jonas&Jessica — muss die Form ja taugen, geht also auch nicht immer. Wenn also nicht Verklebeleisten (… hat da mal wer Detailbilder?), wie geht’s dann?
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Re: Hannibal

Beitragvon christianka6cr » Sa 9. Jan 2016, 16:28

Moin

Jau, der Rumpf, der die Landung überlebt hätte, muss erst noch erfunden werden ;-)
Rumpfbelegung: 45°/135°/0°. In 90° am besten nichts, denn das ist pures verschenktes Zusatzgewicht ohne Funktion. Je dünner der Rumpf, desto wichtiger wird 0°, bei einem dicken Scalerumpf ist 45°/135° eher wichtiger.
Sind aber nur meine Erfahrungswerte, das darf jeder für sich selbst rausfinden, andersmachen ;-)

Gruß Christian
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Re: Hannibal

Beitragvon UweH » Sa 9. Jan 2016, 19:27

Nebukadneza hat geschrieben:⇒ ¿¿Längsfasern??
- Wir wollen dass bei ner Biegebelastung der Längsfasern der Rumpf nicht „auf der Schubseite wegknickt“. Heißt das Beulen?
- Wir wollen dass das Rohr rund bleibt, und die Biegekraft zw. Rudern und Flügeln auf den ganzen Querschnitt statt nur die „Linien Oben+Unten“ wirkt
- Wir wollen Torsion vom Rumpfrohr verhindern
⇒ ¿¿ ±45°-Fasern


Hallo Dario, man muss die Lastfälle im Flug und bei der Landung oder schlimmstenfalls Einschlag unterscheiden.
Im Flug sollte der Leitwerksträger möglichst wenig tordieren, weil das zu Leitwerksflattern führen kann und die Steuerpräzison verschlechtert, dagegen helfen diagonale Fasern.
Außerdem sollte sich der Leitwerksträger im Flug möglichst wenig biegen, weil jede Biegung durch mehr Höhenruderwirkung ausgeglichen werden muss. Das führt zunächst zu größeren Höhenruderausschlägen für die gleiche Flugbewegung wie bei einem steiferen Leitwerksträger und irgendwann reicht dass auch nicht mehr und man braucht ein größeres Leitwerk. Beides macht das Steuerverhalten unpräziser, führt zu mehr Gesamtgewicht und erhöht die Oberflächen- und Trimmwiderstände. Dagegen helfen möglichst steife Längsfasern.

Bei sehr hohen Belastungen wie extrem engen Manövern und besonders bei härteren Landungen neigt der Leitwerksträger zum knicken, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Knicken
Das knicken beginnt mit einer Verformung des Leitwerksträgerrohrs die Du leicht durch das biegen eines Plastikstrohhalms nachvollziehen kannst. Zuerst kommt es zu einem einbeulen der Wandung an der schwächsten und/oder am stärksten beanspruchten Stelle. Dann kommt es meist schlagartig zu einem Einknicken und Bruch der Rohrwand und damit zum Bauteilversagen. Dagegen hilft größerer Durchmesser und /oder mehr Wandstärke des Leitwerksträgers (z.B. Sandwicheinlagen), und Querfasern die ein ausweichen der Längsfasern bei Grenzbeanspruchung verzögern.

...der so ungefär... ;-)

Gruß,

Uwe.
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Re: Hannibal

Beitragvon Nebukadneza » So 10. Jan 2016, 10:55

Hi,

danke für eure Aufklärungen!

Grüßle,
Dario
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