Formensatz Europhia 1

Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon heu20 » Mi 15. Jul 2015, 07:13

Servus

Ich empfehle diese Stoffhandschuhe zu tragen, wenn ihr mit Gewebe hantiert. So wird verhindert dass Fett usw. von der Haut auf das Gewebe kommt. Alternativ (wenn man mag) gehen auch andere Handschuhe, aber in den Stoffdingern schwitzt man nicht so wie in Latex- oder Nitrilhandschuhen.

Gruß
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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon Koarl » Mi 15. Jul 2015, 09:04

Also wie viele Lagen Kevlar sollen da jetzt rein? Hansjörg hätte auch noch UD- Kevlar, weiß aber gerade nicht welche Grammatur.
Könnte man auch Kevlar mit Glas kombinieren, macht keinen Sinn, oder?

Was sagt ihr zum restlichen Aufbau?
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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon christianka6cr » Mi 15. Jul 2015, 09:10

Moin

jonasm hat geschrieben:...Bei Köper liegen die Fasern genauso gerade, wie bei Leinwand. Köper ist sogar noch besser und weniger onduliert, weil einfach weniger Fadenüberkreuzungen vorhanden sind.


Das mit der Leinwand usw hatte mir mal ein Hersteller der auch noch selbst laminiert so erklärt, deshalb verwendet er ausser einer 80er Glaslage als Decklage für die Optik in seinen Rümpfen ausschließlich Biaxgelege...
Schön wieder was neues gelernt zu haben :thumbup: :mrgreen:

Gruß Christian
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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon haru » Mi 15. Jul 2015, 10:38

jonasm hat geschrieben:Bei Köper liegen die Fasern genauso gerade, wie bei Leinwand. Köper ist sogar noch besser und weniger onduliert, weil einfach weniger Fadenüberkreuzungen vorhanden sind.


Hallo,

ein typischer Fall von Theorie und Praxis.

Köper ist durch die weniger Fadenüberkreuzungen drapierfähiger als Leinwand, dafür im nicht eingelegten Zustand anfälliger für Verziehen. Deshalb ist es viel schwieriger und zweitaufwändiger beim Einlegen. Ich hatte vor kurzem ein Diskussion mit einem Faserspezialisten, wie viel ein Gelege in relativ planen Flügelformen steifer ist als ein Leinwandgewebe aus der gleiche Faser, weil beim Gewebe eben die Fasern immer wieder umgelenkt werden. Ich hatte es überschlägig mit 20% geschätzt, laut seiner Aussage ist die Differenz aber deutlich geringer. D.h. aber dass die Differenz zwischen Leinwand und Köper wirklich nur sehr klein sein kann.

Folglich sollte man die Entscheidung zwischen Leinwand und Köper von der Form und der Verarbeitung abhängig machen.

Der Unterschied zwischen CFK und GFK Geweben liegt in erster Linie nicht in der Festigkeit (bei welcher Belastung reißt es) sondern in der Steifigkeit (wie stark verformt es sich unter Belastung). D.h. auch die zwei Lagen 160er Glas sind wären mir außen zu viel. Macht die Aussenfläge schwer und die Wendigkeit nimmt ab.

Hans
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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon Koarl » Mi 15. Jul 2015, 11:07

Danke Hans, aber ich werd das jetzt trotzdem so machen. Ein Leichtgewicht braucht der Flieger nicht zu werden. Mir ist eine druckfeste Oberfläche lieber.

Macht der Aufbau, bis auf's Rumpfboot, ansonsten Sinn?
Könnte man das Rumpfboot sonst noch mit zwei Lagen Ud- Kevlar (ich glaube mich zu erinnern, dass das recht leichtes Zeug ist was der Hansjörg hat) unter 45/135 Grad verstärken?
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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon roty67 » Mi 15. Jul 2015, 16:32

Hi, ich mache die Nase mit 4 lagen 160er Glas und 1 lLge Kevlar. Kannst aber auch 2 Lagen Kevlar und 3 Lagen Glas nehmen und um den spätern ausschnitt ein paar Rovings, da wird die Nase schön fest und vom Gewicht ist es egal, wirst eh Blei brauchen.
Gruß Thomas
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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon Koarl » Sa 1. Aug 2015, 16:07

Vakuum steht, wir fahren jetzt zum Fliegen!

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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon Koarl » Sa 26. Sep 2015, 22:11

Ich hab jetzt mal alle Stege zurechtgeschnitten:

BildBild

Wie schon geschrieben hab ich mit dem heißen Draht die Stege geschnitten, mit 140er Biax beschichtet und nun die Stege passend ausgesägt. Ich hab jetzt nur ein Problem: Das Gewebe delaminiert sich recht leicht von dem Schaum. Die Dämmplatten die der Hans Jörg besorgt hat sind nämlich nicht aus Dur sondern eine Mischung aus Por und Dur. Die Platten sind zwar recht druckfest aber haben ein ähnliches Gefüge wie Styropor. Dadurch ist die Verbindung zw Schaum und Gewebe nicht die beste.

Was meint ihr, ist das egal? Stimmt es wenn ich sage der Schaumsteg trägt nicht zur Statik bei sondern der senkrechte Gewebestreifen zw oberer und unterer Schale?

Danke
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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon paulpanter82 » Sa 26. Sep 2015, 23:30

Hallo Karl

Du warst aber lange Fliegen , ist die Vakuumpumpe bei fast zwei Monaten Dauerlauf heile geblieben? :mrgreen:
Ich bin mir nicht ganz sicher aber es sollte bestimmt schon eine gute Bindung zwischen Steg und Biax gegeben sein sonnst könnte sich das Biax ja bei druck einfach weg biegen. Anders gesagt könnte man sich den Styrosteg ja gleich sparen wenn er zu nix zu gebrauchen wäre. Was ich so bisher gelesen habe wäre das die meisten Gewebeschläuche über den Styrosteg ziehen und den harzgetränkt einbauen.

Gruß Michael
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Re: Formensatz Europhia 1

Beitragvon Koarl » So 27. Sep 2015, 07:19

Wenn's so gut trägt kann man doch nicht einfach heimfahren.

Ist das Styro nicht nur zur Formgebung da? Die Gewebeschlauchmethode ist sicher die gängigste, ja. Nur, hab's eh irgendwo geschrieben, wollte ich mir den Gewebeschlauch sparen.
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