Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Beitragvon fun07 » Mi 11. Mai 2016, 22:34

Hallo ,ich hätte da mal eine Frage bei der ihr mir bestimmt aushelfen könnt.

Wenn ich einen zb . Tortuga Rumpf mit einem Knacks reparieren möchte ,und zwar mit gfk Matte von Innen ,wieviel Lagen mit welcher Gramm zahl benötigt man dafür.
Da ich damit nicht allzuviel Erfahrung habe wäre ich dankbar für eure Unterstützung.
Grüße Andreas
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Re: Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Beitragvon Koarl » Do 12. Mai 2016, 09:50

Hallo Andreas,

Zuerst, so eine Reparatur ist weder schlimm, schwierig oder gar ein Hexenwerk. Das aufwendigste ist das Finish (spachteln, schleifen, lackieren). Ansonsten ist das wirklich schnell gemacht.

Als zweites: Bitte nimm hierfür Gewebe, keine Matten. Matten ist das Zeug mit dem man Stoßstangen repariert!

Drittens:
Schick mal ein Foto, damit ich weiß was ansteht. Je nach Situation nehm ich eine andere Reparaturmethode. Dementsprechend dann auch eine andere Grammatur.

Aber schau dir vorab mal die Plätzlimethode an:
http://www.swiss-composite.ch/pdf/i-blaetzlitechnik.pdf

Viele Grüße
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Re: Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Beitragvon fun07 » Do 12. Mai 2016, 14:36

Danke für die Antwort.
Die Blätzli Technik kenn ich. Mich würde es einfach interessieren mit welchen Gewebestärken ich arbeiten müsste .

Gruß Andreas
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Re: Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Beitragvon UweH » Do 12. Mai 2016, 15:08

Hallo Andreas, für die Reparatur sollte das Gewebe so fein wie möglich sein, je feiner die Fäden und Webung, umso höher wird der erreichbare Faseranteil im Laminat sein und umso fester wird die Reparaturstelle.
Ich verwende für die Plätzli-Technik standardmäßig viele Lagen 50er Glasgewebe.

Den Schaden auf den Fotos würde ich von innen mit mehreren dünnen Lagen Kevlar oder Glas hinterlegen, so dass am Loch insgesamt ca. 150 g /m² Gewebe drinnen sind. Am nächsten Tag würde ich die Risse von außen bis zur neuen Innenverstärkung ausdremeln und die Riß- und Lochränder fürs schäften schräg anschleifen.
Dann mit großen Plätzli in wechselnder Faserrichtung aus 50er Glas auffüllen und nach außen immer kleinere Plätzli verwenden, so dass die Faserstränge innen auf der Oberfläche der Ausfräsung möglichst lang sind und nicht durch das spätere verschleifen unterbrochen werden.

Gruß,

Uwe.
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Re: Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Beitragvon haru » Do 12. Mai 2016, 15:23

Hallo,

100% Zustaimmung zur Begründung von Uwe, ich halte deshalb das 108er Gewebe für noch besser als das 50er, da aus dem selben feien Garn gewoben
Da findest Du ein Tabelle: https://www.emc-vega.de/de/werkstoffe/g ... gewebe-gfk

Davon würde ich innen 3 Lagen mit den breiten 2cm , 4cm 6cm einlaminieren. Da vorne braucht man nicht mit jedem Gramm geizen, am Heckauslegern ist das anders. Rest wie von Uwe beschrieben

Gruß
Hans
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Re: Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Beitragvon Koarl » Do 12. Mai 2016, 16:33

Ich nehme für die Plätzlitechnik auch immer 49er Gewebe, so wie in dem Artikel empfohlen.

Ich würde, im Gegensatz zu Uwe, innen nichts machen. Höchstens an den löchrigen Stellen innen einen Streifen Klebeband als "Schalung" anbringen. Bei ganz großen Löchern kann man auch dünnen Karton, Sperrholz etc nehmen. Also ein leichtes Material, dass sich gut kleben lässt, sich schön an die Form anlegt und genug "gegenhält" um seine Funktion als Schalung zu erfüllen.

Ansonsten ganz normal nach der Plätzlimethode vorgehen. Besser als der Artikel kann ich es nicht beschreiben, weshalb ich wiederum auf diesen verweise.
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Re: Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Beitragvon fun07 » Do 12. Mai 2016, 19:16

Abend,
so dann werd ich mal von Innen ein Gewebe hineinlegen und anschliessend von aussen mit kleinen Stückchen reparieren.
Danke nochmals für eure Vorschläge und Tipps.
Grüße Andreas
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Re: Welche Gewebestärke für Rumpfreparatur

Beitragvon Nobby_segelflieger » Do 12. Mai 2016, 21:54

Moin Andreas

Wichtig ist vor aller Harzorgie mit Blätzli's, das gründliche anschleifen der Flächen wo du die Blätzli hin haben willst. Sonst fliegt die ganze Schalung bei der nächsten Landug wieder davon. Ausse so wie UweH geschrieben hat. Eind Schäftung hat den Vorteil, das du eine größere Klebefläche hast und aber auch die "Kraftlinien" später nahezu gerade durch das Gewebe gehen wenn alles beigeschliffen ist.
Sehr Hanglastige Grüße aus dem Südschwarzwald/Baden
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