Bautipp: Torsions-Stift

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Moritz
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Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von Moritz »

Hallo zusammen,


schon oft gemacht, aber....
Was macht Ihr, wenn das Loch vom Torsionsstift zuviel Spiel hat?

Im Rumpf mit Mumpe das Loch verschließen und neu bohren?
Oder die Fläche am Rumpf montieren, ausrichten und dann den Stift mit einen Mumpe-Klecks umlaufen lassen. Was macht Ihr, damit der Stift (Kohle) wieder von der Mumpe getrennt werden kann?
Weitere Vorschläge?


Viele Grüße,
Moritz
Pesi5

Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von Pesi5 »

Servus

ein kleines Messing- oder Aluröhrchen was auf den Stift passt einharzen.
Leiert dadurch auch nicht mehr aus.

Oder den Stift wachsen oder dünn fetten - mumpe ins Loch und Stift Vorsichtig eindrücken.
Vorsicht vor dem Überquillen.

Methode 1 würde ich aber vorziehen
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christianka6cr
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von christianka6cr »

Moin Moritz

Ich würde das Richtung Plätzlitechnik machen. Also das Loch richtig schön grob zu einer breiten Kuhle mit so einer Raspel vergrößern, Mattenfetzen grob zuschneiden, untenrein ein bissl dünne Mumpe und dann das Loch volllegen mit den Fetzen. Je grober die Oberfläche desto besser verbindet sich am Ende alles! Wenn´s hart ist einfach mit einer normalen Feile besäumen, glatt schleifen, spachteln , lackieren, Loch neu bohren. Eine Mischung aus Plätzli und Schäftung halt.
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Torsion.jpg (4.84 KiB) 2792 mal betrachtet
Torsionsstifte sind bei mir immer in einem durchgängigem Rohr im Rumpf gelagert wie der Verbinder selbst. Da leiert dann nichts aus :wink:

Gruß Christian
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Moritz
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von Moritz »

Die Methode mit dem Rohr klingt prima. Daran habe ich nicht gedacht.
Hab aber leider kein passendes :(

Es geht um den dünnen Rumpf vom Sperber Junior. Da ist mir der Bohrer wohl etwas abgerutscht. Auf alle Fälle klappert es ganz leicht auf der einen Seite.
Da die Rumpfwand eh sehr dünn ist, werde ich wohl einfach etwas Mumpe an der Stelle innen hinstreichen. Das sollte dann auf alle Fälle reichen.

Die Überlegung war halt, ob ich den Kohle-Stift gleich in die Mumpe drücke und somit keinerlei Spiel mehr habe oder dann noch einmal neu bohre.

Bei einem Stahlstift hätte ich keine Bedenken gehabt. Den bekommt man gefettet bzw. gewachst schon immer wieder raus. Aber bei Kohle bin ich mir nicht so sicher.

Was meint Ihr?
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UweH
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von UweH »

Hallo Moritz,

wenn der Kohlestift glatt ist und keine Hinterschneidungen hat kannst Du ihn wachsen. Es müssen aber schon mehrere Lagen Wachs sein um ihn zuverlässig wieder aus der Mumpe zu bekommen. Wenn man versucht Kohlestifte zum rausziehen mit einer Zange oder so fest zu packen fasern sie gerne auf, ebenso wie bei einem harten Schlag wenn sie etwas knapp dimensioniert sind.

Bei einem Missgeschick wie Deinem mache ich das so:
- Loch im Balsarumpf viel größer als Stiftdurchmesser bohren und mit Mumpe oder Sekundenkleber + Füller wieder verschließen.
- Loch passend zum Torsionsstiftdurchmesser neu bohren
- auf Flächenseite Loch etwas größer als Torsionsstiftdurchmesser bohren
- Kohlestift wegschmeißen :twisted: :mrgreen:
- neuen Stahlstift auf halber Länge wachsen
- gewachsten Stahlstift durch eine Frischhaltefolie in den Rumf stecken und mit Mumpe in der angesteckten und sorgfältig ausgerichteten Fläche absolut spielfrei verkleben
- trennen, reinigen, versäubern und finishen
....ferdisch um den Kohlestift auf der anderen Seite durch einen Stahlstift zu ersetzen :wink:

Gruß,

Uwe.
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von christianka6cr »

Achso, beim Sperberle reicht im Prinzip auch dickflüssiger Sekundenbapp mit Aktivator und dann passend nachfeilen mit einer Schlüsselfeile. Bei dem kleinen kommt ja eh keine echte Belastung drauf.

Gruß Christian

EDIT: :wink: Uwe ist auch ein Sekundenbapper :P
Beim Sperberle kann man aber den CFK-Stift lassen, da ist eh alles gesund überdimensioniert an der Steckung.
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UweH
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von UweH »

christianka6cr hat geschrieben:EDIT: :wink: Uwe ist auch ein Sekundenbapper :P
Klar, hab mir grade wieder einen halben Schuhkarton voll bestellt...und die andere Hälfte des Kartons ist mit jeder Menge Zeugs gefüllt dass ich mir eigentlich gar nicht kaufen wollte und das es beim globalisierenden Chinesen viel billiger und in der mindestens zehnfachen Lieferzeit gäbe.... :oops: :oops: :mrgreen:

Gruß,

Uwe
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von christianka6cr »

:D
Vom China-Sekundebapp bin ich abgekommen mittlerweile. Ich hatte 2 komplette Lieferungen voll durchgehärtet und dann für eine Gutschrift kämpfen müssen. Dann lieber das 10-fache bezahlen, aber das Zeugs ist noch flüssig wenn´s bei mir ankommt.. :roll:

Cyanacrylatische Grüße
Christian
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Moritz
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von Moritz »

Hallo Uwe,
vielen Dank für den Tipp. Genau deswegen habe ich die Bedenken.

Hallo Christian,
in der Fläche ist der Stift sauber verklebt. Nur das Loch im Rumpf ist ein paar zehntel Millimeter zu groß geworden und deswegen klappert es etwas. Wie kann ich da mit Sekundenkleberdas Loch wieder enger bekommen? Ich muss ja nichts verkleben.
Eigentlich brauche ich ja nur ein sauberes Lager.
Eventuell neh ich mir auch einfach ein kleines Stück Sperrholz, bohre das Loch sauber rein und passe dann das Stück an den Innenbereich an und verklebe es. Dann kann ich das Lager auch mit der Fläche zusammen ausrichten und brauch keine Angst um das Verkleben des Stifts haben.
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von christianka6cr »

Moin Moritz

Dochdoch, wenn du nur wenig auffüllen musst, kannst du das auch mit Sekundenkleber machen den du dann vorsichtig mit wenig Aktivator härtest ohne ihn zum Schäumen zu bringen und dann das Loch passend feilst.

Guß Christian
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UweH
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von UweH »

schulemz hat geschrieben:Wie kann ich da mit Sekundenkleberdas Loch wieder enger bekommen?
Indem Du das Loch zuerst mit Seku und Füller oder Seku mit Aktivator komplett verschließt und dann im richtigen Durchmesser und an der richtigen Stelle wieder neu bohrst. Falls Du die richtige Stelle nicht genau triffst, dann mach den alten Sift raus und verklebe einen neuen wie ich es beschrieben habe. Das funkioniert auch ohne den Kohlestift durch einen Stahlstift zu ersetzen :wink:

Wenn ich zwar Spiel hab, aber das Loch nur in einer Richtung zu groß ist nehm ich auch mal einen Bohrer, wachse ihn auf der Spannfutterseite ein und stecke ihn in das zu große Loch, auf der maßgenauen Seite angedrückt. Dann Seku rein und mit Aktivator den Bohrer festnageln.
Nach dem trocknen Bohrer rausziehen und fertig ist die Preßpassung. Hab ich erst am Samstag bei einem verbohrten Wingletschraubenloch bei ARES so gemacht.

Gruß,

Uwe.

Edit: ..und Christians Methode ist die nächste Möglichkeit wenn das Spiel nur klein ist :wink:
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von Moritz »

Hallo Uwe, Christian,

vielen Dank für die Tipps. :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Ich habe das ja auch schon öfters gemacht.
Aber man lernt halt doch nie aus.

Der Bohrer-Hinweis ist prima. Ich stecke jetzt den Bohrer in das Loch und mache dann einfach eine kleine Verstärkung mit Mumpe. Dann habe ich gleich zwei Fliegen auf einen Streich erwischt. :D


Viele Grüße,
Moritz
Dirty Harry
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von Dirty Harry »

Wenn das Loch viel zu groß ist, aber der Stift nicht allzuviel halten muß, habe ich mir auch schon ein passendes Sperrholzplättchen mit dem richtigen Stiftdurchmesser gebastelt. Das habe ich dann bei montiertem und ausgerichtetem Flügel von innen festgeharzt. Wachs oder Fett auf dem Stift nicht vergessen!

Wenn man dann will, kann man mit der Bohrermethode von außen dann noch etwas für die Festigkeit und Optik tun.

Im Grunde könnte man so auch an schlecht markierten GFK Rümpfen ohne Lochbild die Flächen schön anpassen.

Dann passt der Stift und die Richtung schön :D

Gruß

Harald
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Re: Bautipp: Torsions-Stift

Beitrag von Moritz »

Hallo Harald,

vielen Dank für den Tip. Hatte ich mir auch überlegt.
Ich habe jetzt aber sogar einfach das Loch von außen abgeklebt und von innen mit Mumpe aufgefüllt und einfach neu gebohrt. Dadurch ist das Loch jetzt auf alle Fälle stabil genug geworden und die zweite Bohung passt jetzt absolut sauber.

Viele Grüße,
Moritz
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