Brettnurflügel für Thermik und RES

Peter Wick
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Peter Wick »

oh...Ziellandung nötig. Vielleicht sollte man das Reglement lesen, bevor man was schreibt :-)
Das ist jetzt geschehen. Da steht sogar, das der Spoiler auf der Oberseite sein muss!!! und min. 5cm Abstand zur Endleiste. Somit hat man ja nicht mehr allzuviele Optionen. Vielleicht könnte man den Spoiler so machen, dass ein "LOCH" im Flügel entsteht, das könnte günstig für den Momentenhaushalt sein.
Wenn ich das Reglement richtig verstehe, darf man, wenn man Quer-Höhenruder verwendet KEINEN Spoiler einbauen - oder? Finde ich ein wenig unfair für den NF. Oder verstehe ich das falsch?

Ansonsten hat da ja das Kaspersche Winglet noch ein paar Optionen klar. Ich muss mir auch nochmal den ELBOW (erstes NF Buch) ankucken...ich glaube der hatte Drag Ruders und ein E193 Profil (ohne S-Schlag!!!!!) - soll ja ganz gut gewesen sein?

Ansonsten bin ich mit Uwe vollkommen einig. Wir sollten versuchen, schon bei der Konstruktion auf minimales Gewicht zu schauen. Ist wahrscheinlich genauso wichtig wie die aerodynamische Auslegung.

Hochstart: Guter Point, Uwe.
War an meiner Amokka ganz deutlich zu sehen. Ob da allerdings die Kufe hilft? Bei meiner Amokka ist der Hochstarthaken immerhin so ca. 4cm unter der Flügelseite angebracht, und das hat nicht genügend aufrichtendes Moment geschaffen. Gut funktioniert hat das erst, als ein anderer NF Pilot das Teil steil nach oben weggeworfen hat. Das war dann zuverlässig und sicher und deutlich höher. So anstatt Kufe (oder auch mit) sollten wir daran denken wie man das Teil nach oben werfen kann. Darf der Helfer werfen im RES?

In Sachen Profilierung hatte ich bei der Konstruktion des PW106 viele verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Wölbungen und Klappenausschlägen durchgerechnet, und kam zum Schluss, dass viel mehr als 2,1% Wölbung mit starken Einschränkungen in anderen Bereichen bestraft wird. Muss aber so nicht general gelten. Das HS 144 sieht z.B. recht gut aus. Turbulator Lösungen sollte man vielleicht auch in Betracht ziehen, obwohl das Beplankungsende wohl schon als Turbulator wirkt.

vh Peter
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sonouno
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

UweH hat geschrieben: Fährt man die Störklappen nach unten aus, dann entsteht dagegen ein aufnickendes Moment, und der zum Ausgleich notwendige Ruderausschlag erhöht den Maximalauftrieb....wirkt dann ähnlich wie Butterfly. Peter Wick hat das mal so erklärt und bei RC-Network hat es Okke Dillen bestätigt: http://www.rc-network.de/forum/showthre ... ost3104559
Das wird selten gebaut weil die Wirkung der Klappen nach unten geringer ist als oben und wenn man vergißt die vor dem Aufsetzen einzufahren.....
Hallo Uwe,
je öfter ich den thread durchlese umso mehr komme ich zu der Überzeugung das Ei des Kolumbus gefunden zu haben :D

du schreibst da ja selbst: Zitat:
und wenn man diesen Gedanken weiter spinnt müsste eine nur nach unten ausfahrende Klappe, deren Hinterkante deutlich vor der Endleiste liegt, einen positiven Profilmoment erzeugen, der mit einem Tiefenruderausschlag ausgeglichen werden muss um die Nase des Nurflügels unten zu halten. Ein Höhenruderausschlag nach unten erhöht aber die Profilwölbung und wirkt damit wie eine Wölbklappe auftriebserhöhend.
Damit hätte man den für eine wirksame Bremse gewünschten Effekt die Zirkulationsverteilung zu stören und den Auftrieb zu erhöhen, also schnelleres Sinken bei geringerer Fluggeschwindigkeit. -----------

denk jetz mal nicht ans bremsen....bei geringen Ausschlägen wärs da nicht wirklich ne Art Wölbklappe ?
wenn wir mit der "Wölbklappe" (im Rahmen des Regelwerks :!: ...logo) Vorteile erzielen können warum nicht ?

leichter Klappenausschlag beim Hochstart kann dann evtl auch noch was bringen ? verringert das nicken ? mehr Auftrieb durch gleichzeitiges drücken dann ?.... Fragen über Fragen :lol:

warum soll man nicht alle Möglichkeiten nutzen ? wir haben schliesslich nicht die Möglichkeit die EWD zu ändern wie die Rümpfler...

auch wenn die Klappen zum bremsen nicht sooo wirkungsvoll sind.... schneller Höhenabbau kann man wie Peter Wick schreibt
mit Stall machen und die Feinheiten im Zielanflug dann mit der Unterseitenklappe.

das es anspruchsvoller wird zu steuern ist klar aber einen Tod stirbt man immer :roll:

grüssle, Christof ;-)

edit: shit...Peter schreibt gerade das es auf der Oberseite sein muss ? argxx... mal nachlesen geh...omg

stimmt ! ... grad nachgelesen... ich könnt heulen :cry: .... also vergesst alles....
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

...wenn ich den Typen erwische der den Vorschlag für die Nurflügel-Ausnahme fürs RES-Regelwerk formuliert und die ganzen Flugzeug-Doping-Tricks dabei weg gelassen hat :evil: ..... :roll: :oops:
Naja, ich hatte mich zwar gegen den Mindestabstand des Spoilers von der Endleiste gewehrt, aber vor allem weil ich Flugstabilitätsprobleme befürchtet hatte. Da die Probleme aus blieben war nachregulieren nicht notwendig und Spoiler unten kann auch beim Leitwerker Vorteile durch irgend eine Wölbklappenwirkung verschaffen.
Das Reglement sollte fair sein und wir sollten damit zurecht kommen statt zu versuchen es auszutricksen.

Loch im Flügel unter dem Spoiler wäre aber OK wenns funktioniert.
Hat da jemand Erfahrung wie viel man bei den Lochspoilern der Schweißgut-Jedelsky-Flügel beim ausfahren nachtrimmen muss?

Für die Steuerung hat man bei der Ausnahme für Nurflügel die Möglichkeit statt Höhen- und Seitenruder je eine Elevonklappe pro Flügelhälfte zu verwenden die jeweils nur von 1 Servo angesteuert werden darf.
Spoiler darf man aber trotzdem bis zu 2 Stück einbauen, sie dürfen aber nicht getrennt angesteuert werden damit sie nicht für die Flugzeugsteuerung verwendet werden können. Spoiler oben und Mindestabstand von der Endleiste wurde ja schon erwähnt.

Die von mir jetzt angedachte Kufe ist nicht für den aufrichtenden Moment, ich denke dass ein großer Abstand zum Seitenflächenschwerpunkt das aufnicken eher noch begünstigt und der Haken möglichst dicht unter dem Flügel sein sollte. Die Kufe dachte ich mir nur zum zuverlässigen fest halten des Modells für den Start.
Bei RES darf wahlweise ein Helfer oder der Pilot das Modell starten. Dabei steht der Starter direkt vor der Startlinie, das Modell darf aber mit gestrecktem Arm hinter der Startlinie gehalten werden um mehr Gummizug zu bekommen und nach oben frei zu geben. Mit einem ganz flachen Flügel wie bei Gizmo und Minirock braucht man aber 2 Hände um das Modell zum starten am Seil zu halten und damit scheidet der Pilot als Starter praktisch aus, der Helfer müsste sich ziemlich verrenken um die volle Gummispannung hoch hinter die Startlinie zu bekommen.
Mit der Kufe kann man das fast wie beim Leitwerker handhaben.
Beim rumpflosen ARES ist das schwierige fest halten an der verbliebenen Minikufe übrigens gegenüber den 3 Rumpfvarianten die ich hatte ein spürbares Handycap. Obwohl ich inzwischen eine brauchbare Halteposition für den Start gefunden habe, ist das Handling der Leitwerker hier erheblich komfortabler.
Abwurf nach oben habe ich beim Brett mit Gummiseil nur ein Mal mit dem Gurney-Brett probiert und das war nicht so erfolgreich, aber es war dabei auch Null Wind, relativ wenig Gummizug und nach dem ersten Versuch mit Ausbrecher hab ichs gelassen. Ich glaube aber dass es grundsätzlich funktioniert nach oben werfend zu starten und dabei den Aufnicker zu minimieren, vielleicht mit Haken ganz nah am Schwerpunkt.....?

Als Bauweise würde ich vorschlagen leichte Pfeilschäfte als Rohrholme zu verwenden wie beim Antist-RES und offene Balsa-Rippenbauweise mit vielen Halbrippen in der Flügelnase wie beim Slide von Sepp Gergetz, der sehr leicht ist.
Turbulator ist dabei schon die 3 mm Rundstabnasenleiste, obwohl ich beim Antist den Eindruck habe dass ein Zackenband zusätzlich zu der Turbulatornasenleiste noch mal eine leichte Verbesserung des Maximalauftriebs gebracht hat ohne im Schnellflug zu bremsen.

Ich schlage vor dass ich Peter heute Abend die flg-Datei mit dem jetzigen Grundriss für die Profilierungsdiskussion schicke?!
Wie schon geschrieben würde ich mit etwa 2 % größter Profilwölbung anfangen.
Das HS 144 schau ich mir mal noch an, aber da vertraue ich Peters Know How ;-)

Gruß,

Uwe.
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

hehe, soweit ich weis warst du das selbst deiner einer... :roll: :lol: :lol:
tricksen oder bescheissen wollt ich nicht.... nur das Regelwerk maximal ausnutzen !

was meinst du... zwei oder dreiteilig ?
leichte V-Form ?

grüssle, Christof ;-)
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

sonouno hat geschrieben:hehe, soweit ich weis warst du das selbst deiner einer... :roll: :lol: :lol:
Hallo Christof, ich hab die Regelformulierung nur vorgeschlagen, dass sie dann so ins Regelwerk gekommen ist hat mich zunächst überrascht.

sonouno hat geschrieben:tricksen oder bescheissen wollt ich nicht.... nur das Regelwerk maximal ausnutzen !
Das glaub ich Dir ;-)

sonouno hat geschrieben:was meinst du... zwei oder dreiteilig ?
leichte V-Form ?
Wegen Gewicht sollte das eigentlich einteilig sein, aber das ist beim Transport sehr sperrig und so ein Minimonster sollte keine Fahrgemeinschaften zu den Wettbewerben verhindern.

Ich würde dreiteilig bauen wollen und ziemlich weit außen, ggf. direkt vor den Elevons trennen, dann wären die Verbinder und die Anschlußrippen relativ klein und leicht. V-Form würde ich 1,5 - 2 ° je Seite vorschlagen.

Gruß,

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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

jo, 3-teilig wäre auch mein Gedanke gewesen.. 80/40/80 oder sogar 75/50/75
je nachdem welche Pfeillänge und Durchmesser..
V-Form 1,5 Grad je Seite reichen denk ich mal, haben ja Querruder :)
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

sonouno hat geschrieben:80/40/80 oder sogar 75/50/75
Bei den Maßen ist die Dame nicht nur in der Mitte schlank sondern überall ausgesprochen dürr :P
Mein Vorschlag wäre in der Mitte etwas fülliger, aber selbst für den Geschmack unter 50 Lenzen immer noch dürr: 70/60/70 :D
Damit wäre die Trennung direkt vor der zuletzt geplanten Elevonlänge.

Naja, für diese Details ist es noch ein bisschen früh und das entwickelt sich endgültig erst mit der Konstruktion, aber drüber nach denken kann man ja schon mal ;-)

Gruß,

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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

Uwe Uwe Uwe.....du scheinst Geschmack zu entwickeln ?? :lol: :lol: :lol:
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

sonouno hat geschrieben:Uwe Uwe Uwe.....du scheinst Geschmack zu entwickeln ?? :lol: :lol: :lol:
Nöö, 90/60/90 ist leider nicht RES-regelkonform :shock: :cry:

:D

Gruß,

Uwe.
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

UweH hat geschrieben:
Nöö, 90/60/90 ist leider nicht RES-regelkonform :shock: :cry:

:D

Gruß,

Uwe.
doch ! .... mit Winglets :lol: :lol: :lol:
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FliegerDenis
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von FliegerDenis »

UweH hat geschrieben: Hat da jemand Erfahrung wie viel man bei den Lochspoilern der Schweißgut-Jedelsky-Flügel beim ausfahren nachtrimmen muss?
Grüss dich Uwe.
Gar nicht. Minimale Tiefenzumischung beruhigt aber die meisten Piloten. ;-)
Viele Grüße, Denis

Oida! Dä fliagt...
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

FliegerDenis hat geschrieben:
UweH hat geschrieben: Hat da jemand Erfahrung wie viel man bei den Lochspoilern der Schweißgut-Jedelsky-Flügel beim ausfahren nachtrimmen muss?
Grüss dich Uwe.
Gar nicht. Minimale Tiefenzumischung beruhigt aber die meisten Piloten. ;-)

Hallo Denis, das hört sich ja gut an, danke für die positive Info :thumbup:

Gruß,

Uwe.
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Hallo Leute, Peter Wick rechnet Profile fürs Brett und hat mir vorhin sogar schon begeistert die ersten Polaren geschickt, das wird sicher ein toller Flieger....aber der Wettbewerb hat immer noch die Fußangel des Hochstarts für das prinzipiell auftriebsschwache Brett bereit, das aufgrund der geringen Querachsendämpfung erstmal waagerecht abrauscht und sich erst nach nach ein paar Metern Beschleunigungsstrecke bequemt die sehr begrenzte Gummienergie auch mal in Höhe umzusetzen :shock:
Dagegen brauchen wir ein brettgerechtes Hochstartkonzept, Ideen sind gefragt :?:

Peter hat vorgeschlagen den Haken hinter dem Schwerpunkt anzubringen, aber das bedeutet instabilen Flug bis die Aerodýnamik des Seitenleitwerks greift (und hoffentlich ausreicht) und der Moment aus dem Gummizug unten hinter dem Schwerpunkt dreht die Flugzeugnase dauerhaft Richtung Himmel, was durch ständiges, genau kontrolliertes Drücken ausgeglichen werden müsste.
Peters Idee war ein zweistufiges Hakenmanagement, bei dem Gummi und Seil zunächst vor dem Schwerpunkt und nach erreichen ausreichender Geschwindigeit hinter dem Schwerpunkt ziehen. Problem ist dass das umschalten nicht per RC gesteuert werden darf und das verwenden von Hilfsvorrichtungen, die nicht komplett mit den Modell verbaut sind, vom Reglement her auch nicht unproblematisch ist.
Ideen sind gefragt, Science Fiction ist als bau- und fliegbare Realität ins RES zu holen :D ;-)

Gruß,

Uwe.
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sonouno
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

also ein Flitschenhaken der durch ne Feder seine Position um ca 1 cm nach hinten schiebt sobald die Anfangskraft nachlässt.
Feder und Flitschenzugkraft müsste da sehr genau abgestimmt werden..... :roll:

durch die lange Nase haben wir doch schon ne gute Dämpfung ?
hinter den SP würd ich nicht gehn....ohne Kreisel :lol: :lol:

ich hab mir ja das Vid von dem Schiski paar mal angesehn... richtig abgeworfen wurde der doch nicht....also mit Fahrt nach oben...
er hält ihn am Rumpfende und lässt los... und verliert max so 3 mtr bis es nach oben geht....
und durch den Rumpfabstand muss er erstmal aufnicken....kann mir vorstellen das mit Wurf nach oben schon besser wäre.

ich würd das erstmal einfach ausprobieren mit nen BWB System.

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Peter Wick
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Peter Wick »

Guten Morgen :-)

ja, JA!!!! , dier ersten Versuche sehen schon mal recht ok aus... die Nachteile sind da wo man sie erwartet...etwas mehr Widerstand und etwas weniger Ca max...alles aber nicht so schlimm.
Um weiter zu kommen bräuchte ich...

Welches Profil kann man so als Vergleich gebrauchen? AG35?

Ich denke man sollte bei der Grösse des Fliegers sich an den anderen orientieren, d.h. ein Ansatz für die ungefähre Bestimmung der Fläche könnte sein:
Die zur Verfügung stehende Energie vom Seil ist konstant, will man mit dem Brett den gleichen Auftrieb erzeugen wie mit den Leitwerklern, so ist bei gleichen atmosphärischen Bedingungen der Auftrieb Ca * Fläche, d.h. das Brett muss mehr Fläche haben, weil Ca kleiner ist.

Kann man Ca max mit 1,1 ansetzen für den Leitwerkler?

Was haben gute Hochstartmodelle für eine Fläche? bei welchem Gewicht?

Dann sollte man beim Brett eher in Richtung mehr Fläche gehen denke ich - allzuweit würde ich da aber auch nicht gehen, da wohl sonst die Energie vom Gummi nicht mehr ausreicht.

@Christoph...gute Idee mit der Feder! Die Idee mit den 2 Haken basiert auf der Idee, dass im Hochstart andre Bedingungen gelten als im freien Flug, d.h. das Gleichgewicht für einen stabilen Zustand kann auch durch den Seilzug erzeugt werden. Das heisst, man kann ein instabiles Brett, Klappen nach unten, stabilisieren........rein theoretisch natürlich :P Das Problem ist wahrscheinlich, dass die Seilkraft nicht konstant ist und wenn sich der Anstellwinkel ändert, dann müsste sich auch der Angriffspunkt vom Seil ändern....oder man steuert das Ganze die ganze Zeit aus :mrgreen:
Wer versuchts :!: Im F3B hatten wir den Haken auch ein paar Millimeter hinter dem SP...hatten auch mal 3cm hinter dem SP probiert....geht alles !...man hat aber auch ein Leitwerk das dann halt etwas mehr oder weniger Auftrieb / Abtrieb liefert. Beim Brett ist das wohl schon etwas kritischer. Immerhin ware es schon ein Gewinn, wenn man nicht noch ziehen muss.
Wenn ich mir die Starts im RES anschaue.....da geht noch was......mit nach oben werfen..... etwas mehr Sport bitte :shock:

vh Peter

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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Peter Wick »

je weniger Zug am Seil desto mehr sollte man nach oben werfen...hier ein paar gute Bilder von einem guten Wurf:
http://www.rc-network.de/forum/showthre ... tart/page3

gut ist, wenn der Flieger möglichst über dem Piloten weg geht und nicht geradeaus.....die Höhenmeter fehlen dann mal auf alle Fälle...und wohl auch ein Teil der Energie.
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sonouno
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

die Gummizugkräfte beim RES Hochstart sind ja nicht sooo gewaltig... hab mal was von so 4 kg Zug gelesen...
(verbessert mich wenns nicht stimmt) ... da kann man schon noch gut werfen denk ich mal....möglichst steil nach oben

mit Haken hinter Sp wird das Hauptproblem sein dass der Flieger beim Abwurf gleich aus dem Seil fallen will...
und das soll man aussteuern mit Tiefenruder ? ..........ob ich da schnell genug bin ? omg

wenn das Brett noch mehr Fläche bräuchte würd ich die Schnautze noch bissl breiter und evtl länger machen...
is ja vor dem SP dann Dämpfungsfläche

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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

sonouno hat geschrieben:wenn das Brett noch mehr Fläche bräuchte würd ich die Schnautze noch bissl breiter und evtl länger machen...
Der jetzige Grundriss unseres RES-Bretts hat 39 dm² Flügelfläche, die derzeit erfolgreichen RES-Leitwerker haben Flächeninhalte von 32 - 35 dm², Antist-RES sogar nur 25,4 dm². Trotz der kleinen Fläche sind die Starthöhen von Antist-RES sehr gut, das hat auch Jörg nach seinen Erst- und weiteren Flügen letzte Woche ausdrücklich gelobt.
Fluggewicht der üblichen RES-Leitwerker ist um 450 Gramm, Antist-RES 360 - 370 Gramm.
Ich denke es ist nicht notwendig den Flächeninhalt unseres Bretts weiter zu erhöhen, viel mehr sollte die Konstruktion auf möglichst geringes Gewicht getrimmt werden.
Die Grundidee beim Antist war möglichst wenig Flugzeug mit noch funktionierender Aerodynamik und Strukturmechanik in 2 m Spannweite unter zu bringen, denn mehr Flugzeug wiegt auch mehr und benötigt mehr Energie (mechanische Arbeit, Kraft x Weg) um auf gleiche Höhe zu kommen. Da die zur Verfügung stehende Arbeit begrenzt ist, sollte der darin enthaltene Faktor "Kraft" klein sein um den anderen Faktor "Weg" zu erhöhen. Da die Gummikraft ebenfalls begrenzt ist, sollte die Gewichtskraft klein sein, also braucht man ein leichtes Flugzeug. Will man den Weg gehen über hohen Auftrieb und / oder große Flügelfläche die Hochstarthöhe zu vergrößern, benötigt dafür aber mehr Fluggewicht, dann kommt man nur höher wenn von außen zusätzliche Energie zugeführt wird. Das ist bei Gegenwind der Fall, aber davon profitiert auch ein kleines und leichtes Flugzeug und bei Nullbedingungen funktioniert es nicht mehr.


Es sind also viele Faktoren die für eine gute Hochstarthöhe verantwortlich sind und es gilt den besten Kompromiss zu finden.
Einseitig an der Flächeninhaltschraube auf Kosten der Fluggewichtschraube zu drehen reicht nicht....und außerdem sind wir ja schon größer als die meisten Leitwerker.

Ich denke dass keiner der erfolgreichen Piloten den Maximalauftrieb seines Modells im Hochstart ausnutzt, zu groß ist das Risiko eines Ausbrechers oder das Modell steigt in dem Polarenbereich vor dem Abriß in dem die Flugleistung wieder abnimmt, das kostet Höhe. Ich denke die besten Starthöhen werden in dem Auftriebsbereich erzielt der zwischen bestem Gleiten und bester Steigzahl liegt. Je höher der cA dieses Bereichs bei einem RES-Modell liegt, umso besser sind die Starthöhen bei gleichem Gewicht.

Bewährte Basisprofile eines Straks für RES-Leitwerker sind neben dem AG 35 z.B. das BC 70 von Ruben und Jonas (Baba-Jaga, Minores) und die hier genannten und untersuchten Profile: http://www.rc-network.de/forum/showthre ... ES-Profile

Gruß,

Uwe.
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

wenn man die beiden Flügelsektionen noch weiter nach hinten schieben würde ? so ab der 6 ten Rippe ?
ich mein jetz nicht Pfeilung... würde ja den SP noch weiter nach hinten verschieben... Fläche dm² bleibt gleich
das Mittelteil wär dann noch mehr Delta... also Tütenwirbel beim Start...mehr Dämpfung vorne...
(nur so Gedanken, wenns Blödsinn is einfach sagen....halt ich aus :roll: )

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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Peter Wick »

Hallo alle zusammen

vielen Dank für die Infos - die Messungen hatte ich ja total vergessen.
OK ca 1,1 war wohl zu hoch angesetzt...nach den Polaren und das was Uwe schreibt sind wohl 0,9 im Hochstart mehr realistisch, vielleicht auch 1,0 da die Re etwas höher sind. Am Anfang.....
Für den NF könnte man dann ca. 0,7 annehmen (das ist schon mal recht konservativ) aber BWB kostet etwas max. Auftrieb.
wenn man 30dm2 beim Leitwerkler dann auf den 0,7 NF umrechnet...kommen dann 38,5dm2 raus....UWE...39dm2 - gut getroffen - gerechnet :o

Ansonsten bin ich mit UWE einig - das Ding muss leicht warden. Allerdings sieht es so aus, als dass man eine Beplankung verwenden sollte...ich denke auch, wenn ich den Rapport lese dass man etwas gegen das einfallen tun sollte. Früher habe ich Rippenaufleimer verwendet, die das einfallen reduzieren sollte...macht man das nicht mehr? Gewicht? Ich denke für ein gutes Handling eines leichten RES Brettes muss man dafür sorgen, dass Unstetigkeiten in der Polare wegen Ablöseproblemen usw. wenn immer möglich verhindert werden sollten, da die typischerweise mit cm Sprüngen verbunden sind....und dann fliegt das Teil nie gut.
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

nochmal quergedacht:

als Linkshänder, und im speziellen als umerzogener Linkshänder versuche ich immer wieder meine Meinungen auch
von anderer Seite aus durchzudenken....

ist es wirklich sinnvoll ein BWB-Brett für RES zu entwickeln ? derzeit sinds grad mal so 5 bis 10 Interessenten.... oder ?
da denk ich das max vielleicht 1 er dann mal an RES teilnimmt damit wenn überhaupt.

die Grundidee: Brett - BWB - max ca 2 Meter Spannweite - möglichster Leichtbau - finde ich sehr gut !

warum nicht, wie auch schon mal angedacht, das Brett als SAL auslegen ?
wer sich dann trotzdem damit nen RES bewerb mitmachen traut darf das gerne tun ! ;-)
ich fände die Auslegung würde sich nicht rießig unterscheiden und findet evtl auch breiteren Anklang ?

nur mal so in den Raum stell....noch ist ja nichts wesentliches passiert.

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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von st_canoe »

Hi,

zum Thema Hochstart bei BWB's hatte ich überlegt in die Oberseite des Mittelteils selbst verschließende Klappen zu bauen, an denen man das Modell senkrecht halten und abwerfen kann. Nach dem Wurf verschließen sich die Klappen mit Federkraft Das wird manchmal auf der Unterseite von Modellen gemacht um diese werfen zu können. Innen könnte man vielleicht die Mittelrippe als massive Griff nutzen.

Oder einen "Griff" der wieder in die Profilkontur einklappt.

Grüße, steve
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Hallo Christof,

wenn das Brett das wir hier entwicklen wollen nicht für RES-Wettebewerbe taugt ist es immer noch ein tolles Thermik-Hangflug-Allround-Spaßmodell das seine Anhänger finden wird. Die Kosten für so ein Modell liegen flugfertig bei maximal 200 € weil es einfach und unkompliziert ist einen Frästeilesatz aus Holz herzustellen.
Ein SAL-Brett zu entwickeln bedeutet einen 1.5 m Rippenflieger ohne Wettbewerbseignung zu konstruieren, dann aber lieber einen 2 m RES ohne Wettbewerbseignung der bessere Leistungen hat und breitbandiger einsetzbar ist. Wenn bei SAL wettbewerseignung gefordert ist kommt man bei der BWB-Form nicht um den Formenbau für Vollkohle herum und wer will die Arbeit dafür stemmen und nachher die Kosten von mehreren huindert Euro für so ein Modell investieren?

1,5 m Spannweite bei RES ist ohne Chancen, wer aber ein 2 m Brett mit Wurfstzift im SAL-Start auf Höhe bringen will braucht nicht viel mehr als ein anderes Seitenleitwerk.

Ich finde wir sollten uns der Herausforderung stellen diesen gordischen Knoten ein Brett für RES zu entwickeln zu knacken und wenns schief geht hat No-zo-RES halt einen Konkurrenten, der ganz anders aussieht und sicher nicht schlechter fliegt ;-)

Gruß,

Uwe.
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sonouno
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

@Uwe du denkst rechts rum...und trotzdem irgendwie gleich :lol:

key... is also das selbe...in kirschgrün....hihi

dann nur drauf achten das der Pfeilschaft bis aussen durchgeht (bei mir is das Wurfblade rechts :D )
die Kufe unten ist auch gut zum Schutz der SAL Finne (ach ja...meine Spreizstörkappen bau ich weiterhin unten ein :D :D )

@steve ... hmm, du willst also vor dem Bauch mit dem Sender drann auch noch den Vogel halten ??
da verlierst du dann mindestens 1,5 mtr Seilzuglänge ;-)

grüssle und nix für ungut, Christof ;-)

ps: is SAL auf 1,5 mtr beschränkt ? ich keine Ahnung hab... omg
fliag Vogl fliag, fürcht di ned vorm Wind, steig so hoch du kannst....
stell da voar du tanzt.....in de Höh....bis nimma mehr weidaa geht...
*Willy Michl*
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paulpanter82
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von paulpanter82 »

Hallo Leude

Tolle Entwicklung hier :thumbup:
Ist es so das beim Hochstart zunächst der Hacken vor und wärend der Steigphase hinter dem SP sein müsste?
So wie Steve es beschreibt habe ich das zuletzt mit Ares gemacht nur das ich da halt den Hochstarthackenhalterstummelrumpf gut greifen konnte so lässt sich wirklich gut nach oben abwerfen.
Auch wenn ich eher an einer größeren Variante interesiert bin werde ich trotzdem die 2mRES Version bauen.
Dank Uwe mache ich es ja auch mittlerweile recht gern mit Gummi :mrgreen:
Für SAL müsste dann sicherlich die Finne größer sein. Die meisten werden wohl damit keinen Wettbewerb bestreiten und die meisten werden auch keinen Hang zum fliegen haben somit finde ich den Weg zur Gummitauglichkeit echt gut :thumbup:

Gruß Michael

Edit: Wie weit von der Endleiste wäre denn der Hacken weg? Beim Xres kann ich mit der flachen Hand sozusagen untergreifen und auch nach oben weg werfen.
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st_canoe
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von st_canoe »

Hi,

nur mal so in die Runde geworfen, hätte ein Brett mit Seiten und zentralem Höhenleitwerk bei dieser BWB Konfiguration vielleicht Vorteile? Keine Ahnung, auf jeden Fall wären die Massen konzentrierter und womöglich könnte es leichter gebaut werden.

Grüße, steve
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Peter Wick hat geschrieben:OK ca 1,1 war wohl zu hoch angesetzt...nach den Polaren und das was Uwe schreibt sind wohl 0,9 im Hochstart mehr realistisch, vielleicht auch 1,0 da die Re etwas höher sind. Am Anfang.....
Für den NF könnte man dann ca. 0,7 annehmen (das ist schon mal recht konservativ) aber BWB kostet etwas max. Auftrieb.
wenn man 30dm2 beim Leitwerkler dann auf den 0,7 NF umrechnet...kommen dann 38,5dm2 raus....UWE...39dm2 - gut getroffen - gerechnet :o
Hallo Peter, gerechnet habe ich nicht, aber wenn die Ausgangswerte keine Fixzahlen sondern Wertebereiche sind, ist schätzen für den Entwurf oft genau genug :P
Die Werte aus Deiner überschlägigen Rechnung würde ich auch so ansetzen :thumbup:
Peter Wick hat geschrieben:Ansonsten bin ich mit UWE einig - das Ding muss leicht warden. Allerdings sieht es so aus, als dass man eine Beplankung verwenden sollte...ich denke auch, wenn ich den Rapport lese dass man etwas gegen das einfallen tun sollte. Früher habe ich Rippenaufleimer verwendet, die das einfallen reduzieren sollte...macht man das nicht mehr? Gewicht? Ich denke für ein gutes Handling eines leichten RES Brettes muss man dafür sorgen, dass Unstetigkeiten in der Polare wegen Ablöseproblemen usw. wenn immer möglich verhindert werden sollten, da die typischerweise mit cm Sprüngen verbunden sind....und dann fliegt das Teil nie gut.
Bei der Bauweise bin ich noch unschlüssig. Beplankung wird ganz sicher schwerer als mehr Nasenrippen und offene Rohrholmbauweise. Das große Mittestück ist Problem und Chance zugleich. Wird große Profiltreue ohne eingefallene Bespannungsfelder gewünscht, dann wird es sicher nicht mit geringem Gewicht zu bauen sein. Kann man die Beplankung da aufs nötigste beschränken um RC unter zu bringen und genug mechanische Festigkeit fürs Landen und Bodenhandling zu erreichen, dann ist es eine Chance dafür viel tragende Fläche und hohe Re-Zahl mit geringem Gewicht zu bauen.
Rippenaufleimer verbreitern nur die Rippen etwas um mehr Klebefläche für die Bespannung zu bekommen, die fällt aber schon zusammen mit dem Aufleimer ein und verhindert das durchhängen kaum, das bringt nur unnötiges Gewicht. An den Flügel-Trennstellen ist aber Beplankung oder mindestens Aufleimer günstig um das Durchbiegen der Anschlußrippen zu verhindern und die Bespannungskanten vernünftig anbügeln zu können und wenn man D-Box-Beplankung verwendet erleichtern Aufleimer die Übergänge zwischen beplankten und offenen Rippenfeldern spaltfrei mit sauberen Teileübergängen hin zu bekommen.
Leisten in Spannweitenrichtung verhindern das Einfallen besser, bilden aber Stolperkanten die als Turbilator gut, für die Laminarhaltung jedoch schlecht sind.
In der Stuttgarter Windkanalmessung zeigt sich dass die eingefallene Bespannung den Maximalauftrieb des Profils verringert, das war keine Überraschung und ist für uns eher nachteilig.
Das untere Laminardelleneck verschiebt sich hin zu leicht höheren ca, das ist für uns nicht sooo schlecht und kommt wohl da her dass sich die Lage von Dicken- und Wölbungsmaximum durch das einfallen nach hinten verschieben.
Es gibt durch die Turbulenznasenleiste kaum Ablöseblasen, das sehe ich vorteilhaft.

Im Moment tendiere ich dazu für unser Projekt zugunsten des Gewichts bei der offenen Rippenbauweise mit vielen kurzen Nasenrippen zu bleiben und an gut überlegten Stellen hinter dem Holm und vor der Endleiste, sowie im Mittelstück dünne, z.B. 2x2 oder 3x3mm Balsaleisten oder dünne Kohleprofile in Spannweitenrichtung einzubauen, die den leichten Pfeilschaft als Holm noch unterstützen. Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen und hängt noch etwas von der Profilierung ab.
Beim GezoRES habe ich den Profiltropfen der Fräsrippen geometrisch auf das einfallen der Beplankung dazwischen angepaßt, so dass im Mittel eine bessere Annäherung der gebauten Profile an die simulierten Profile erflogen sollte. Fliegen tut der GezoRES damit anständig, aber irgendwie hab ich nicht dran gedacht das bei den Windkanalversuchen überprüfen zu lassen als Ruben mich nach Windkanalmodellen gefragt hat, .....ich hatte ja nur auf den Flügel angepaßte SA703X- und AG-Profile verwendet und für die SA-Profilfamilie gibt es schon gemessene Polaren.

Fingerklappen an der Unterseite habe ich bei Hortenmodellen schon öfter gebaut. Es hat sich dabei nicht bewährt die Mittelrippe zum greifen zu verwenden, weil man bei Wind nicht genug Hebelarm hat um das Modell beim halten um die Längsachse ruhig zu halten, mit größerem Abstand der Klappen für die zweite Rippe ging das aber ganz gut.
Meine gebauten Klappen waren bisher immer zu kurz, so dass man sich bei kräftigen Würfen an den Lochkanten der Beplankung weh tun konnte oder zu wenig Kraft aufbrachte wenn man die Finger schonen möchte. Da hätte ich aber Vergleichswerte und noch existierende Flieger zum testen und als Konstruktionsvorlage. Ich würde die Klappen wegen Christofs Einwand auf der Unterseite einbauen und sie sind wahrscheinlich leichter (und schöner) als eine fette, lange Mittelkufe unter dem Flügel.

Das RES-Brett läßt sich mit Seite-Höhe sicher ein paar Gramm leichter bauen als mit Elevons, aber wenn es am Ende eher ein Hangsegler als ein Wettbewerbs-Hochstart-Thermiksegler wird schränkt die klassische Zweiachssteuerung die Verwendung als Freizeit-Spaßmodell doch so stark ein, dass ich dafür nicht die viele CAD-Arbeit machen möchte :roll: ....aber seit dem Seite/Höhe Entenschnabelprofil-Brett wollte ich immer noch mal einen klassischen Zweiachser als Thermikbrett haben....irgendwann, es gibt noch so viel auszuprobieren ;-)

Gruß,

Uwe.
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Peter Wick
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Peter Wick »

Hallo alle zusammen

Überschlagsrechnungen und Schätzungen sind oftmals besser als genaue Resultate, da die oftmals (oder IMMER) auch nur auf irgendwelchen Prämissen beruhen.
Die Beplankung an der Nase führt wahrscheinlich dazu, dass erstens vorne am Profil Mehr Auftrieb erzeugt wird, während das unbeplankte Modell da untergewölbt ist....das ist hingegen richtig schlecht beim NF Profil, da das ja gerade quasi auf den vorderen Teil des Profiles allen Auftrieb erzeugt. Hinten verliert man wohl eher nicht so viel...da da im Vergleich eher wenig Unterdruck herrscht. Man sollte sich wirklich genau überlegen ob man den ersten Teil nicht beplankt....auf alle Fälle da wo viel Auftrieb beim BWB erzeugt wird.....Schulter und "mittlerer" Aussenflügel.
Die RES Messungen decken sich übrigens super mit den Messungen von Selig, obwohl das ein anderer Windkanal ist und es sich beim amerikanischen Modell um ein vollbeplanktes, recht genau gebautes Modell handelt. Interessanterweise sind die Widerstände über die gesamte Polare (AG35) beim beplankten RES Modell fast identisch!!!!

@ Steve: Super Idee mit der obenliegenden Werfklappe....man könnte auch einfach ein Finne oben drauf setzen an der man festhält. Man kann aber wohl nicht so viel Schwung geben wie wenn man von hinten über Kopf wirft. Im F3B wirft man quasi mit voll gestrecktem Arm, der in der Verlängerung des Seils liegt fast senkrecht nach oben....wenn das Seil reisst liegt man auf dem Leitwerk.

apropos Profildicke....was denkt Ihr ist minimal möglich..denkt daran die Endleiste ist an einem Brettprofil eh schon dünn, dafür sind die Tiefen etwas höher.....wenn auch beim BWB nicht allzuviel. Torsion ist hingegen kein Problem!!!!

vh Peter
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Hallo Peter,

als Kompromiss bei der Beplankung könnte ich mir vorstellen nur eine schmale Beplankung hinter der Nase zu machen, ggf. ohne Verkastung, die sich dann an Schulter und mittlerem Außenflügel gerundet nach hinten erweitert, das sieht auch schön und organisch aus. Torsionslasten und ein Teil der Biegung werden von einem Rohrholm aufgenommen, der Rest der Biegung von dünnen Leisten oder CFK-Profilen in Spannweitenrichtung, die das einfallen der Bespannung reduzieren.

Die aktuellen Leitwerker wie Minores, Baba Jaga comp., Antist-RES und Slite haben Profildicken von ~ 7 %, minimal 6 % am Außenflügel des Slite. Dünner sollten wir nicht werden weil die Endfahne sonst schon beim bauen oder bespannen bricht und CFK-Capstrips nicht zugelassen sind.

Gruß,

Uwe.
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sonouno
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

hmm, dann würde sich anbieten im gesammten Mittelteil die Naseleiste aus einer festen
dicken ? Balsaleiste ? zu machen so 8 x 8 mm ? oder dazwischensetzen, dann kann man die Oberseitenbeplankung
dahinter in 0,6 mm Sperrholz ansetzen, wäre zum verrunden leichter und das Sperrholz krümmt sich nicht so stark.

oben würd ich dann max auf Mittelrippe und erster Rippe die Beplankung bis hinten durchziehn.
das selbe an der Aussenrippe des Mittelteils über max 2 Rippen.

die Stabilität im Mittelteil muss vor allem von unten gemacht werden.....so ohne Kufe... + Hochstarthaken + Grifflöcher (+Flitschenhaken)
denke über 5 Rippen vollbeplankt unten ?
die Aussenflügel würd ich wie Uwe meint in offener Rippe mit vielen Stützrippchen vorn machen, Kohlerohr als Turbonase .

grüssle, Christof ;-)
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