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Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 4. Nov 2017, 22:45
von paulpanter82
Moin Uwe
Hast du auch nass geschliffen oder alles trocken? Wenn du nun den UV Kleber genommen hast lass da auch mal etwas Sonne ran deine Werkstatt sieht mir etwas dunkel aus und normale Glühbirne reicht auch nicht.
Hab grad mal ein bissel Glasgewebe auf Hobbyglas ( doch nicht Bastelglas ) geharzt mal schauen ob das genauso gut ab geht wie 2K Spachtel.
Gruß Michael
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 4. Nov 2017, 23:13
von UweH
paulpanter82 hat geschrieben:Hast du auch nass geschliffen oder alles trocken? Wenn du nun den UV Kleber genommen hast lass da auch mal etwas Sonne ran deine Werkstatt sieht mir etwas dunkel aus und normale Glühbirne reicht auch nicht.
Hi Michael, ich hab alles nass geschliffen, nix trocken.
Beim Lunker habe ich einen Vorversuch mit dem Kleber gemacht und den über Nacht aushärten lassen, war das keine so gute Idee
Nee, im Ernst, die Werkstatt ist schon sehr hell, das sieht auf den Fotos nur wegen Gegenlicht so düster aus. In dem Lunker war beim Vorversuch noch Harz von Manfreds Ausbesserungsversuch, darauf hat der Kleber nicht gehalten. Ich habe das Harz heute ca. 3 mm tief ausgefräst, neuen Kleber drauf gemacht, die Luftblasen raus gezogen und das Ganze zum Aushärten über den Nachmittag auf den Balkon gelegt. Morgen probier ich das überstehende Material zu schleifen, aber nach einer Fingernagelprobe vorhin denke ich das funktioniert jetzt.
Ich werde keinesfalls ohne Trennmittel arbeiten, so teure Urmodelle sind mir das Risiko eines Totalverlusts für ein bisschen mehr Glanz nicht wert.
Vor allem weiß ich ja auch dass es in der Form nachher nicht ohne Trennmittel funktioniert und dass der Glanzgrad bei Karnaubawachs und guter Politur nach ein paar erfolgreichen Abformungen sowieso sonnenbrillenpflichtig wird
Gruß,
Uwe.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 5. Nov 2017, 07:18
von Goofy
Hi Uwe,
gute Entscheidung, auf Trennmittel nicht zu verzichten. Ich habe es auch noch niemals erlebt, dass man sich mit gut auspoliertem Trennwachs die Oberfläche versaut. In der Regel ist das Gegenteil der Fall.
Ich habe übrigens mal nachrecherchiert: Plexiglas ist chemisch PMMA ( Polymethylmethacrylat ) .
Wenn das Ausfüllen des Lunkers mit dem Kleber nicht zufriedenstellend funktionieren sollte, dann müsste es mit meinem Dental - Kunststoff klappen. Das Zeug härtet innerhalb 10 - 15 min vollständig durch, ist hervorragend bearbeit- und polierbar, geht mit PMMA eine chemische Verbindung ein ( das bedeutet, es entsteht an der Reparaturstelle keinerlei "Naht" ), und dürfte eine sehr ähnliche Oberflächenhärte besitzen.
Viele Grüße
Elmar
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 5. Nov 2017, 08:56
von paulpanter82
Moin Elmar
Das man sich die Oberfläche versaut ist vielleicht das falsche Wort aber an den Glanz von poliertem Plexi wird es nicht ran kommen.
Was nutzten denn die anderen für ihre Plexiglas Formen?
Schon mal Hochglanz PUR Fermacell gesehen? Der ging ohne Kraftaufwand rückstandsfrei runter und das Zeugt klebt normalerweise wie der Teufel an allem.
Gruß Michael
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 5. Nov 2017, 09:35
von Goofy
paulpanter82 hat geschrieben:aber an den Glanz von poliertem Plexi wird es nicht ran kommen.
Doch, garantiert.
Es mag ja durchaus sein, dass es sehr schwer ( oder sogar unmöglich ) sein wird, Plexiglas mit Epoxy wirklich zu verkleben, aber wenn sich ein so kleines Probestück problemlos wieder ablösen lässt, dann heißt das noch lange nicht, dass die Adhäsionskräfte bei einer Fläche, wie sie das gesamte Urmodell hat, nicht so groß werden, dass das man das Ganze dann auch noch zersörungsfrei voneinander lösen kann.
Mir wäre das Risiko bei dem Preis viel zu hoch für solche Experimente.
Viele Grüße
Elmar
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 5. Nov 2017, 12:36
von UweH
Goofy hat geschrieben:Mir wäre das Risiko bei dem Preis viel zu hoch für solche Experimente.
Amen
Gruß,
Uwe
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 5. Nov 2017, 16:20
von UweH
Hallo Leute, die Unterseite des Mittelstücks ist fertig geschliffen und poliert und sieht so aus:
Der Lunker in der linken Außenfläche läßt sich mit dem Kleber von Evonik schließen und vor dem letzten Versuch sah der ausgehärtete Kleber so aus:
Leider waren auf Höhe der Flügeloberfläche 4 winzige Luftblasen drin, so dass die Oberfläche am Ende des schleifens so aussah:
Ich habe jetzt noch mal einen winzigen Kleberpunkt auf die Stelle gegeben der wieder über Nacht aushärten darf
Jetzt gehts erst mal mit der Oberseite der anderen Außenfläche weiter
Gruß,
Uwe.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 5. Nov 2017, 17:13
von paulpanter82
Hallo Uwe
UweH hat geschrieben:Ich habe jetzt noch mal einen winzigen Kleberpunkt auf die Stelle gegeben der wieder über Nacht aushärten darf
Ich denke Mondlicht ist nicht so sehr UV haltig
Nur proforma, das Teststück hat sich von alleine gelöst eventuell weil sich das Harzlaminat etwas zusammen zieht und die Haftung zum Hobbyglas auch so nicht die beste ist.
Ich geb dann jetzt auch Ruhe.
Gruß Michael
Edit: oder weil sich das 4mm Sperrholz beim backe backe Kuchen auf der Heizung zusammen gezogen hat.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Mi 8. Nov 2017, 23:49
von UweH
DISPAR Update: Oberteil des rechten Außenflügels ist fertig.....auf den Bildern aber noch nicht.
So sah das heute Nachmittag nach dem schleifen bis Körnung 2000 aus:
...und so nach dem polieren mit der
Polierpaste von Evonik
Nach dem polieren zeigte sich dass an der Endleiste und vor der Anschlußrippe noch ganz leicht Fräsriefen in der Oberfläche waren, man sieht die ein bisschen auf dem letzten Bild rechts vorne an der Ecke der Endleiste. Ich hab dann noch mal eine Schleifrunde mit Körnung 1200 - 1500 - 2000 gemacht und poliert, dann wars OK......aber draußen wars inzwischen dunkel, so dass auf aktuelleren Fotos kein Unterschied zum vorletzten Bild zu erkennen wäre.
Jetzt ist ungefähr Halbzeit beim schleifen und polieren der Urmodelle, 3 Stück von 6 Urmodellteilen sind fertig zum vorbereiten der Hilfsvorrichtungen für das Abformen.
Gruß,
Uwe.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Do 9. Nov 2017, 00:16
von UweH
Hier noch ein paar Infos zu dem Lunker.
Der Tipp von Michael mit dem
UV-härtenden Plexiglaskleber war die richtige Methode um das Löchlein in der Oberfläche zu schließen. Wenn man wie ich weitsichtig ist und die falsche Brille auf hat übersieht man leicht kleine Blasen im Kleber, damit hat es drei Anläufe gebraucht bis ich mit der Nachbesserung so weit zufrieden war dass ich normal weiter bearbeiten kann.
Der Kleber ist sehr dünnflüssig und man muss das Urmodell beim auftragen so unterlegen dass die Oberfläche beim Loch etwa waagerecht ist damit der Kleber nicht abläuft, auch Tropfen und Fäden auf dem Urmodell sind zu vermeiden.
Aufgetragen habe ich die kleinen Klebertropfen von der Tubenspitze mit einem spitzen Bastelmesser und dabei versucht die Luftblasen aufzustechen bevor der Kleber angeliert.
Der Kleber geliert nach etwa einer Stunde so weit an dass er nicht mehr weg läuft und kann dann zum UV-härten in ein helles Fenster oder ähnliches gestellt werden. Danach läßt sich der Kleber genau so bearbeiten wie das Plexiglas selbst.
Ich habe um den Kleberberg herum zunächst abgeklebt um mit dem 400er Nassschleifpapier die gefräste Urmodelloberfläche nicht versehentlich tiefer abzutragen, dann bis 1000 weiter geschliffen bevor ich das Klebeband abgezogen habe. Danach kann man die Stelle mit der regulären Oberfläche fertig bearbeiten, das mache ich dann morgen.
1. Versuch:
Leider noch Luftblasen drin, nach dem letzten Versuch war der Lunker mit dem Finger nicht mehr zu spüren.
Gruß,
Uwe
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Fr 10. Nov 2017, 14:52
von UweH
Update: Oberteil des linken Außenflügels ist fertig, jetzt noch 2 Außenflügel-Unterseiten von denen eine schon angefangen ist.
Die Streifen hinten auf der Oberfläche sind Spiegelungen von Streifen im Handtuch darunter.
Den Lunker habe ich leider nicht ganz raus bekommen, man sieht auf den Detailbildern dass ich nicht tief genug ausgefräst hatte. Nach dem Schleifen und Polieren kamen nicht nur Luftblasen im Kleber wieder raus, es haben sich auch Risse in der Plexikleber-Materialergänzung gebildet, die offensichtlich nicht tief genug war. Das undurchsichtige Material darunter ist das Epoxy von Manfred, das sich nicht mit dem Plexiglas verbindet.
Die Fotos täuschen vielleicht bei der Größe der Fehlstelle, der Außendurchmesser der sternförmigen Risse ist 3 mm, die Luftblasen sind insgesamt vielleicht 1 mm groß.
Entweder ich lass das jetzt so und arbeite die Stelle in der Form nach oder ich geh vor dem abformen noch mal ans Urmodell, aber jetzt werden erst mal die restlichen beiden Urmodellteile weiter geschliffen.
Gruß,
Uwe
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Fr 10. Nov 2017, 15:03
von matzito
Da du das Material nun kennst und mit umgehen kannst weisst du was du tust, wenn du am ende diese stelle nochmal komplett ausbohrst dann sollte es doch perfekt werden. Eine Ausbesserung i d form ist immer suboptimal und wenn es ausschliesslich um zusatzarbeit geht dann mach das denn die arbeit gerät i vergessenheit eine macke a d stelle für immer i der form bedeutet für immer drüber ärgern.
Das wäre schade dann lieber paar tage später fertig werden.
Ich drücke die daumen du machst das schon perfekt
Gruss matze
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Fr 10. Nov 2017, 23:22
von Goofy
Hi Uwe,
sieht ja gigantisch aus !
UweH hat geschrieben:es haben sich auch Risse in der Plexikleber-Materialergänzung gebildet, die offensichtlich nicht tief genug war.
Möglicherweise ist gerade das Gegenteil der Fall ....
Ich schätze, die Risse haben sich gebildet, weil der Kleber beim Abhärten vermutlich stark schrumpft, dadurch entstehen Spannungsrisse. Je größer das Volumen, desto größer die Spannung. Da der Kleber UV- härtend ist, ist er an der Oberfläche schneller erhärtet, als in der Tiefe. Dadurch höchstwahrscheinlich die Rissbildung in der oberflächlichen Schicht.
Viele Grüße
Elmar
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 11. Nov 2017, 00:35
von paulpanter82
Moin Leude
Der UV Kleber ist klar wie Wasser und reines Plexiglas der schrumpft nicht und wenn dann schon marginal wenig. Mit dem Kleber sind voll flächige Verklebungen möglich bei der ja durch Plexi nix verdunsten kann deswegen die UV Härtung.
Damit geklebte Kannten sehen nach Bearbeitung aus wie aus einem Guss. Ich würde in die Stelle eine Zentrierbohrung setzen und mit einem Senker alles was da nicht hin gehört und kaputt ist ausbohren. Die Klebertube über Nacht auf den Kopf stellen damit Bläschen von der Öffnung weg aufsteigen und den Kleber dann seitlich in die Senkung einlaufen lassen mir kommt es komisch vor das die Bläschen so milchig erscheinen. Die Risse sind beim ersten mal nicht gekommen?
Meine ersten Versuche waren damals mit Baumarkt Plexi und online Zuschnitten da gab es immer mal wieder Risse im Material beim Kleben. Mit Platten oder Rohren von Evonik nie wieder egal ob UV Kleber Plexi zu Plexi oder mit dem Lösemittelhaltigem Plexi zu Rohren / Gewindemuffen aus des der Aquaristik. Plexiglas ist eben nicht gleich Plexiglas auch wenn alles PMMA zu sein scheint nicht umsonst ist Plexiglas ein eingetragenes Markenzeichen.
UweH hat geschrieben:Das undurchsichtige Material darunter ist das Epoxy von Manfred, das sich nicht mit dem Plexiglas verbindet.
Gruß Michael
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 11. Nov 2017, 07:00
von Goofy
paulpanter82 hat geschrieben:Der UV Kleber ist klar wie Wasser und reines Plexiglas der schrumpft nicht und wenn dann schon marginal wenig
Sorry, dass ich da nicht zustimmen kann:
Der Kleber ist vermutlich PMMA, wie Du schon geschrieben hast. Das Ausgangsmaterial sind Monomere ( Monomermoleküle ), die beim Aushärten zu Polymerketten polymerisieren. Dadurch rücken die Monomermoleküle enger zusammen, es kommt zur Schrumpfung. Die Schrumpfung ist umso Stärker, je höher der Monomeranteil im Ausgangsmaterial ist. Der Kleber ist ja scheinbar recht flüssig, was auf einen sehr hohen Monomeranteil, bzw. einen sehr geringen Füllstoffanteil hindeutet. Deshalb meine Aussage:
Goofy hat geschrieben:weil der Kleber beim Abhärten vermutlich stark schrumpft
Ich glaube auch nicht daran, dass die Blasen Lufteinschlüsse sind, auf Uwe`s Bild nach dem Auftragen sind auch keine zu sehen; das sind Lunker, die ebenfalls durch die Schrumpfung entstehen. Der Riesenlunker im Urmodell kommt sicher auch daher.
Beim bestimmungsgemäßen Gebrauch, nämlich dem Verkleben, spielt das keine Rolle, weil die Schichtstärken dabei äußerst gering sind; die Schrumpfung kommt nicht zum Tragen, bzw. ist sogar gewünscht, weil sich beim Aushärten kein Material herausdrückt, wie das bei PU-Klebern der Fall wäre, die ja beim Aushärten expandieren. So versaut man sich nicht die Optik bei den glasklaren Materialien.
Da ich beruflich tagtäglich mit dieser Materialgruppe zu tun habe, weiß ich schon, wovon ich spreche, weil das Wissen um diese Dinge für meine Arbeit essentiell wichtig ist.
Eine Lösung wäre es zum Beispiel, das Material in mehreren dünnen Schichten einzubringen, und auszuhärten, so dass sich die Schrumpfung in Grenzen hält. Dass das nicht so lange dauert, könnte man ja mit einer UV-Lampe beleuchten, dann härtet das normalerweise in kurzer Zeit durch.
Eine weitere Lösung wäre es, einen gefüllten Kunststoff zu verwenden.
Viele Grüße
Elmar
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 11. Nov 2017, 21:44
von UweH
Hallo Michael und Elmar,
da ich nicht möchte dass ihr euch wegen meinem Projekt in die Haare bekommt

habe ich den Lunker mit der Harzfüllung eben mit einem 6 mm Bohrer ausgebohrt und mit dem PMMA-Kleber aufgefüllt. Eventuell werde ich den Auftrag noch ein oder zwei mal wiederholen müssen, aber darüber werde ich hier nicht mehr berichten. Wenn ich mit dem Schleifen und Polieren der Fehlstelle fertig bin ist es so wie es dann ist.
Wenn dann noch ein Lunker drin ist muss ich den halt in der Form ausbessern, was aber kein großen Problem sein dürfte weil es ja ein konvexer Pickel in der Formoberfläche ist, den man im Gegensatz zu einem Loch gut raus bekommt. Schön wäre wenn ich die Oberfläche am Urmodell glatt bekäme, denn sonst muss man das bei jeder Abformung in jeder neuen Form machen.
Gruß,
Uwe.
P.S.: ein weiterer Grund für den neuen Reparaturversuch sind die Fräsriefen in der Nasenleiste, die noch nicht weit genug raus geschliffen sind und auf den Fotos des Lunkers aufgetaucht sind, also muss ich die Stelle eh noch mal schleifen

P.P.S: das Teil #5 Unterseite linker Außenflügel ist fertig geschliffen und poliert....Schitwetter, jetzt noch ein Teil und der Lunker
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 12. Nov 2017, 00:40
von matzito
So hab ich das erwartet dass du das grade ziehst! Sauber so muss das.
Fotografier halt irgendwo ne Stelle und sag uns dann dass alles gut ist dann sind wir beruhigt

Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 18. Nov 2017, 19:40
von UweH
UweH hat geschrieben:Wenn ich mit dem Schleifen und Polieren der Fehlstelle fertig bin ist es so wie es dann ist.
Hallo Leute, der Lunker ist zu und glatt.
Ich habe die Bohrung mit dem Plexi-Kleber aufgefüllt und die Luftblasen scheinen sich unmittelbar nach dem füllen erst zu bilden, nach ein paar Minuten hört das dann wieder auf, aber dann sind die Mini-Bläschen drin.
Der Kleber schrumpft und ich habe 2 x frischen Kleber drauf gefüllt bis ich im gehärteten Zustand etwa 2 mm Materialüberhöhung hatte.
Dann nach gründlicher Härtung mit Packband umkleben und runter schleifen wie vorne gezeigt.
Nach dem polieren sind immer noch Blasen drin, aber jetzt unter der Oberfläche, nicht in der Oberfläche....das ist wohl eher eine Sache des Glück habens, nicht einer gezielten Arbeitsweise. Wer weniger Glück hat sollte solche Fehlstellen beim Zahnarzt seines Vertrauens plombieren lassen, das Probestück das mir Elmar am Mittwoch gezeigt hat war blasenfrei
Das letzte Urmodellteil ist jetzt bis 800er geschliffen, ich denke das wird heute bei der Oberfläche fertig.
Anschließend gehts ans reinigen, wachsen und polieren der späteren Formoberflächen, dann an die Hilfsanbauten für Verbinderdummy, Formenrand, Fixierstifte usw.
Gruß,
Uwe.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 18. Nov 2017, 19:51
von matzito
Super klasse! Das freut mich man muss auch mal Glück haben!
So hat das Daumendrücken geholfen

Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 18. Nov 2017, 22:40
von UweH
matzito hat geschrieben:So hat das Daumendrücken geholfen

Jepp, dankeschön
Guggst Du Oberflächendetail, nur ein einziger klitzekleiner Microlunker ist in der Oberfläche, der Rest ist drunter und spielt für die Formoberfläche keine Rolle:
Das letzte Urmodellteil ist vorhin auch fertig geworden, aber vor dem Wachsen schau ich alles noch mal in Ruhe und genau durch, schleife bisher übersehene Riefen nach und poliere alles noch mal mit der fürs Plexi genial abgestimmten Polierpaste von Evonik:
Gruß,
Uwe.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 19. Nov 2017, 00:26
von jonasm
Uwe, die Urmodelle haben ja keine Versteifungen, hast Du schon Verzüge festgestellt oder ist nach dem Fräsen alles gerade geblieben?
Welche Plattendicke habt ihr genommen und wie dick ist die Platte jetzt noch auf der Trennebene?
Jonas
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 19. Nov 2017, 10:53
von UweH
Hallo Jonas,
die Urmodelle sind krumm wie Bananen
Die Plattendicken waren zwischen 15 und 25 mm, die Restmaterialstärke der Trennebene ist 4-5 mm, an den Blutrinnen weniger.
Wenn man verzugsfreie Plexiglasurmodelle haben will muss man die Plattenstärken mindestens verdoppeln um genug Steifigkeit zu bekommen und auch die Oberfläche der ebenen Unterseite abfräsen, aber selbst dann glaube ich nicht dass sie verzugsfrei bleiben.
Paul Poschen hatte einen MDF-Kasten als Unterbau für seine Plexiglas-Urmodelle verwendet:
http://www.rc-network.de/forum/showthre ... ost3547165
Ich habe nach Rücksprache mit Paul auf so einen aufwändigen Kasten verzichtet weil ich nicht glaube dass er bei dem asymmetrischen Aufbau dauerhaft 100 % gerade bleibt. Ich möchte einen anderen Weg probieren und plane die Plexiglasurmodelle nur für die Abformung auf eine steife, gerade Platte aufzubringen.
Schon beim Fräsen war nur der Rand der Urmodelle mit Heißkleber auf dem Frästisch verklebt und die Kleberbatzen gingen auch rückstandslos wieder ab. Ich hatte zwar die Platten mit Übermaß genommen, so dass Manfred beim Dispar auch mit Pratzen spannen konnte, aber die
Urmodelle des kleinen AK-X-Erprobungsmodells der Karlsruher hatte er nur mit Heißkleberbefestigung gefräst weil sie kein Übermaß hatten und das klappte problemlos.
Ich möchte als Unterbau nach derzeitiger Planung eine gerade Natursteinplatte (z.B. Fensterbank) nehmen und die Urmodelle jeweils einzeln nacheinander nur für die Abformung mit Heißkleber darauf befestigen.
Gruß,
Uwe.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 19. Nov 2017, 12:14
von jonasm
Ok, danke! In welche Richtung sind die Urmodelle verzogen? Ist die Unterseite jetzt konvex oder konkav?
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 19. Nov 2017, 12:17
von UweH
Unterseite ist konvex.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Sa 2. Dez 2017, 21:40
von UweH
Neuer Zwischenstand:
nachdem alle Urmodelle geschliffen und poliert waren habe ich sie mir noch mal bei Tageslicht angeschaut und verbliebene feine Fräsriefenstrecken auf der späteren Flügeloberfläche mit dem Edding markiert. Diese Stellen werden jetzt alle noch mal von 400 - 2000 geschliffen und poliert. Diese Arbeit ist jetzt bei 3 von 6 Urmodellteilen gemacht.
Ein Vorteil der relativ dünnen Urmodellplatten ist dass man Ober- und Unterseite aufeinander legen, ausrichten und leichte Versätze der Löcher für die Fixierstifte mit einer Reibahle zusammen aufreiben und damit angleichen kann. Ein paar Tricks muss ich noch anwenden um einen Versatz der Urmodelle zu minimieren und dafür zu sorgen dass die Stifte nach dem abformen beim verheiraten der Formteile auch tatsächlich alle in die Löcher gehen.
Ansonsten bestelle ich im Moment noch verschiedene Materialien für den Formenbau. Dickes Basaltgewebe, Verbinderdummys aus Aluminium, blauer Knet von r+g, Schläuche für die Blutrinne usw. sind bereits eingetroffen, sehr viel Harz und die Hälfte des benötigten Poraver fehlen noch.
So sahen die Urmodelle des linken Außenflügels heute beim verstiften aus:
Gruß,
Uwe
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: So 3. Dez 2017, 22:06
von UweH
UweH hat geschrieben:Diese Stellen werden jetzt alle noch mal von 400 - 2000 geschliffen und poliert.
Schleifarbeiten beendet, die Urmodelloberflächen sehen jetzt alle so aus wie auf den Bildern oben, außerdem hat der Paketdienst kommende Woche schwer zu schleppen
Gruß,
Uwe.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Mo 4. Dez 2017, 12:19
von Goofy
Hi Uwe,
sieht absolut klasse aus !
Wenn Du einen Pinselknecht, Anrührknecht, Bierassi, o.ä. brauchst, gib laut.
Viele Grüße
Elmar
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Mo 4. Dez 2017, 12:49
von UweH
Goofy hat geschrieben:Wenn Du einen Pinselknecht, Anrührknecht, Bierassi, o.ä. brauchst, gib laut.
Hi Elmar,
vielen Dank, aber bis zur ersten Abformung ist noch einiges zu tun, das wird wohl erst an Weihnachten sein.
Eine Außenflügelseite muss ich noch zusammen verstiften, dann Verbinderdummys anpassen, eintrennen.
Das einlegen der Schläuche für die Blutrinnen macht mir noch am meisten Bauchschmerzen weil die Rinnenmaße sehr ungünstig sind.
Dann Knete in die Rinnen, auf Fensterbank aufkleben, Randabstellung außen rum an- und abkleben, Temperkammer bauen usw......puuhh....so viel Arbeit

......nichts wie weg, ich geh jetzt erst mal fliegen
Gruß,
Uwe.
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Do 7. Dez 2017, 11:05
von matzito
Bei uns is bis 50 kmh pass auf dass du nicht wegfliegst
Viel Spass beim Elan-schürfen danach weiss man immer warum man soooo viel bastelt.
Gruss Matze
Re: DISPAR- Nurflügel für Hangflug und F3F
Verfasst: Di 12. Dez 2017, 23:55
von UweH
UweH hat geschrieben:Das einlegen der Schläuche für die Blutrinnen macht mir noch am meisten Bauchschmerzen weil die Rinnenmaße sehr ungünstig sind.
Nach intensivem hin und her überlegen und im www suchen habe ich mich bei den Blutrinnen gegen Schläuche entschieden und rechteckige Moosgummiprofile bestellt, die heute angekommen sind. Das Material macht einen brauchbaren Eindruck und durfte an einem Urmodellteil schon mal probeliegen, ich denke das wird was
Inzwischen habe ich alle Urmodelle noch mal mit einem Pinsel von Schleifstaubresten gesäubert und je 1 x mit HP-Grundierwachs behandelt. Der Oberflächenglanz der späteren Flügeloberflächen ist nach dem auspolieren genau so wie ohne Wachs, aber dafür hängt in den restlichen Fräsriefen auf der Trennebene, den Ausfräsungen für Nasenleiste, Verbinder, Torsionsstifte usw. jetzt eine Lage Trennwachs HP-G500 drin. Die restliche Eintrennerei wird mit Karnaubawachs HP-CX7 gemacht.
Fotos gibts dann wieder wenn ich die Blutrinnenprofile anpasse bzw. das erste Urmodellteil fürs abformen fertig mache.
Gruß,
Uwe.