Hallo Leute,
vor lauter Ersflug, Erstschlepp und Bruch wegen verschlafener Wende am Hang darf ich natürlich nicht vergessen den Baubericht fertig zu machen.
Zuletzt war zu sehen wie die Kabelbäume in die Fläche kommen, jetzt müssen die Servos an die Kabel dran und an die Servos die Ruder.
Dem Teilesatz liegen Servorahmen bei, die genau für die KST 125 und KST225HV-Servos passen. Ich hab mich für die HGochvoltvariante KST225HV entschieden.
Außerdem habe ich mich entschlossen eine Überkreuzanlenkung einzubauen. Da die Ruderhörner selbst einzubauen sind ist das von der Lage der Anlenkung kein Problem, lediglich die beiliegenden Deckel der Servoschächte haben Hutzen für gerade Anlenkung und werden durch selbst gemachte glatte Deckel oder Folienabdeckung ersetzt.
Eine gerade Anlenkung sollte jeder hin bekommen dafür brauchts eigentlich keine Anleitung.
Die Ruder sind alle unten angeschlagen, wenn also eine gerade Anlenkung auf der Unterseite eingebaut wird sollten die Ruderhörner nicht gekürzt werden.
Bei Überkreuzanlenkung dürfen die Servos mit Hebeln erstmal probeliegen um den Gestängeverlauf auf dem Kreppband senkrecht zur Ruderachse anzuzeichnen. Von dieser Linie auf der Unterseite wird die Position des Ruderhorns über die Endleistenhinterkante ebenfalls senkrecht zur Dichtlippenkante auf der Oberseite übertragen.
An der Linie auf der Oberseite werden mit einem schmalen Fräser die Löcher für Ruderhörner und Gestängedurchtritt ausgefräst. Die beiliegenden Ruderhörner werden nach Notwendigkeit gekürzt. Links das ganz kurze Ruderhorn für die relativ kleinen Querruderausschläge, in der Mitte das etwas längere Ruderhorn für die Wölbklappen um 90°-Ausschläge nach unten zu ermöglichen und rechts das beiliegende ungekürzte Ruderhorn.
Der flächenseitige Steg vor dem Ruderscharnier wird am Gestängedurchtritt bis auf die Unterschale ausgefräst. Er hält lediglich die Ober- und Unterschale auf Abstand und solange die Ausfräsung nicht extrem breit ist hat die Nut keinen Einfluss auf die Festigkeit der Fläche. Die Länge der Gestänge-Durchtrittsöffnungen in der Flächenoberseite wird später noch an die Gestänge angepaßt und die Ränder versäubert. Man sieht auch das Steg und Stützstoff aus Balsa sind.


Das Ruderhorn wird ausgerichtet und eingeklebt. Ich verwende bei so kleinen Fliegern oft dickflüssigen Sekundenkleber, den ich ohne Füllerpulver und mit ein wenig Aktivator am Anfang der Verklebung immer wieder in kleinen Tropfen aufbringe bis die Spalte gefüllt sind. Das lasse ich dann über Nacht trocknen und härte am nächsten Tag mit Aktivator nach. Das wird bei dem einen oder anderen Festigkeitsfreak das kalte grausen und einem lauten Schrei nach UHU Plus hervorrufen, aber Fakt ist dass ich bei dem Sekundenkleber im Gegensatz zum einharzen mit zähem UHU plus genau weiß dass er in alle Spalte läuft und dass solche Ruderhornverklebungen bei mir selbst harte Abstürze besser überlebt haben als der Rest der Flügel, z.B. beim Pace mit dem ich auch DS geflogen habe.
Gruß,
Uwe.