KurtHarders hat geschrieben:- Macht das überhaupt Sinn, oder sollte ich es lassen
Hallo Kurt, ob etwas Sinn macht oder nicht ist meist eine Sache der Sichtweise.
Störklappen am Pfeil vernichten Auftrieb und verkürzen die Landestrecke, das Modell kann damit aber zum landen nicht langsamer rein als im Normalflug, sondern eher etwas schneller. Wenn es das ist was Du haben willst dann funktionieren die Störklappen schon.
KurtHarders hat geschrieben:- Wenn ja, auf der Oberseite oder auf der Unterseite oder Drehbremsklappen?
Wie Bernhard schon geschrieben hat ist die Wirkung von Störklappen auf der Flügelunterseite deutlich geringer als auf der Oberseite und die Gefahr der Beschädigung ist unten größer. Dafür ist die Momentenwirkung auf der Unterseite positiv, auf der Oberseite negativ. Ich würde nur Klappen auf der Oberseite einsetzen, auch wenn dabei Höhenruder zugemischt werden muss. Die positive Momentenwirkung auf der Unterseite kann beim Pfeil störend sein wenn außen Tiefe zugemischt werden muss weil der Flügel dabei falsch rum geschränkt wird und die Gefahr des einseitigen Abrisses damit steigt.
Drehbremsklapppen sollten je nach Position im Flügel ziemlich momentenneutral sein, aber ich würde trotzdem einen 6 Klappenflügel mit Butterfly auf den Innen- und Mittelklappen vorziehen weil damit die Möglichkeit der Wölbklappenfunktion mit Auftriebserhöhung zur Bremse dazu kommt. Also selbe Mechanik und Servozahl, aber mehr Nutzungsmöglichkeiten im Normalflug.
KurtHarders hat geschrieben: - An welcher Stelle in Flächentiefe?
So weit hinten wie die Klappen von der Bauhöhe her rein gehen, denn die störende Momentenwirkung ist umso geringer, je näher die Klappen an der Endleiste sind.
KurtHarders hat geschrieben:- An welcher Stelle in Bezug zum Schwerpunkt?
Das ist relativ Wurscht. Beim ARES mit 26° Pfeilung sind die Spoiler auf der Oberseite sehr weit vor dem Schwerpunkt und wirken brachial ohne spürbaren Einfluß auf die Kursstabilität. Es muss dabei relativ viel Höhenruder zugemischt werden.
Die Klappen sollten zur Widerstandserhöhung und Auftriebsreduktion beim Pfeil möglichst weit innen sitzen, auch wegen der Massenverteilung. Große außen liegende Massen machen den Flieger beim Rollen träge.
KurtHarders hat geschrieben: Jede An- oder Abregung ist willkommen
Grundsätzlich würde ich nach derzeitigem Kenntnis- und Erfahrungsstand bei einem 3 m Pfeil einen 6 Klappenflügel ohne Störklappen bauen. Die inneren Klappen fahren für Butterfly möglichst weit runter, die Mittelklappen möglichst weit hoch, die äußeren Klappen machen den Rest des Momentenausgleichs, sollten aber für Quer und Höhe noch möglichst viel Ruderweg zum steuern haben.
Die Klappenlängen sind wegen ihrer Abhängigkeiten voneinander nicht ganz einfach zu optimieren, wenn man weiß wo man hin will lässt sich das im FLZ_Vortex aber sehr zuverlässig simulieren.
Wenn jemand gerne Drehbremsklappen an der Endleiste mag kann ich mir auch vorstellen dass die Innenklappen als Wölbklappen gefahren werden, die Mittelklappen als Endleistendrehbremsklappen und die Außenklappen als Elevons.
Diese Aussagen gelten vor allem für große Pfeilung und / oder Streckung, bei geringer Pfeilung / Streckung verschieben sich die Verhältnisse wegen der nachlassenden Wölbklappenwirkung der Innenklappen immer mehr zum bremsen, so dass Störklappen ohne Wölbklappen immer mehr Sinn machen.
Gruß,
Uwe.