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Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 00:03
von reing
Für die Rowan SHK (1:6) möchte ich Einzelstöckige Störklappen (Schempp Hirth) selber bauen (lang 300 mm, hoch 10 mm, leichter Gewicht), beide wirkend am Oben- und Unterseite. Sie liegen weit hinten mit dadurch geringe Einbauhohe.
Das Princip ist vielleicht einfach (Doppelhebel, Zentral gelagert), aber die Arretierung kommt im Frage.
Hat jemand Erfahrungen mit Eigenbau Klappen, vielleicht eine Skizze?

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 09:49
von PIK 20
Soll wohl ein Wettbewerb zwischen RCN und TB werden? :roll:

Ist das die alte Rowan SHK? oder ein Nachbau?

Gruß Heinz

PS: Habe auf die Schnelle auch gerade keine Lösung für dich. Bei uns bist du aber richtig mit deiner Frage - nur etwas Geduld.
Der Baukasten für die Rowan SHK wurde so in den 80er-Jahren von meinem Freund Siggi Eichstetter hergestellt.
Von ihm stammt auch die dabei angewandte Flächen-Baumethode "SE".

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 10:03
von Norbert1
HI
Habe zwar noch kein Störklappen selber gebaut, aber kannst du das nicht über eine Kugelscheiber Feder Realisieren so dass sie im eingefahrenen Zustand von der Feder unten gehalten werden?
Norbert

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 10:27
von UweH
Hallo ääääähh Reing (?),
ich hab vor vielen Jahren mal Störklappen aus Holz für einen großen Nuri gebaut, Betätigung und Verriegelung waren über eine Schiebekulisse gelöst. Ich hab die Dinger noch und sie funktionieren auch noch, aber nach dem ableben des Nuris hab ich die nicht mehr in ein anderes Flugzeug eingebaut. Der Bau war eine tagelange Sysiphusarbeit und die Funktion ist gegenüber guten käuflichen Klappen weniger zuverlässig und benötigt mehr Servokraft, ich habe das nie wieder gemacht und würde es ohne feinmmechanische Werkstatt auch nie wieder tun.

Eine andere Methode des Störklappenbaus die ich schon oft gemacht habe sind Drehbremsklappen. Die sind einfach zu bauen und das Scharnier ist einfach ein Tesafilm. Betätigung und Verriegelung kannst Du hier beim Miles von Steve sehen, bei meinem Ares ist das ganz ähnlich gelöst.....ist aber halt nicht Schempp-Hirth.

Gruß,

Uwe.

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 10:46
von Obelix
hallo reing

die Anlenkung der Klappen kann durch entsprechenden Einbau des Servos im flügel so gelöst werden, daß im geschloßenen Zustand das Servogestänge eine Linie mit dem Servoabtriebshebel bildet, also keine winkel mehr vorhanden sind damit wird die sogenannte "Überknieung" erreicht und all Kräfte gehen nur noch auf das Lager des Abtriebshebels am Servo, das Servogetriebe wird nicht mehr belastet.

Gruß

Obelix

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 11:03
von christianka6cr
Moin Reing

Eine weitere Möglichkeit in Steve´s/Uwe´s Art wäre so: http://thermik-board.de/viewtopic.php?f ... t=60#p8743
Ist aber halt auch nicht Schempp-Hirth-mäßig. Bei denen sind mir die fertigen einfach viel zu günstig als daß ich da Selbstversuche starten wollte.

Gruß Christian

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 11:09
von reing
Beste Heinz: Ja , das ist noch der echte originale Rowan SHK, der 35-40 jahre alt sein muss.
Ich bin nicht erfahren/eingeleitet genug um die Abkürzung en RCN und TB zu verstehen.
Einige Fragen dazu wenn du bekannt bist mit dem SHK: weiße holzleim fur die Rippen-Beplankung Verbindung? Rumpf einbauten mit UHU Endfest? (Baubeschreibung nennt Stabilit Express). Ich weiss dass die Holme mit Webbung verbunden sein sollten, was nicht am Plan angegeben ist. Die Flachenverbindung ist leicht, aber ich vertraue es wirkt und werde es nicht Anderen.

Beste Obelix: Ich denke auch das ist die einfachste und sichere Methode, welche reicht fur diesem SHK. Ich mochte das Gewicht leicht halten, das ist ein Kompromiss. Kaufen ist einfach, bauen macht Spass.

Danke und Gruss,
Rein

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 11:38
von reing
Allen,
Vergessen Link (zum Seite einen US Hersteller als Vorbild) zu das einfache Princip hin zu fugen (mit Arretierung nach Angabe Obelix):
http://www.vintagesailplaner.com/Schempp-Hirth.html

Rein

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: So 19. Feb 2012, 13:47
von McLaut
Hallo, das sieht richtig gut aus...Ich danke dir für den Link. Werde ich evtl für mein kommendes Projekt die Cirrus D 30 verwenden...
:thumbup: :thumbup: :thumbup:

LG

Re: Störklappen im Selbstbau

Verfasst: Mo 20. Feb 2012, 10:02
von PIK 20
Re: Störklappen im Selbstbau

Ungelesener Beitragvon reing » So 19. Feb 2012, 11:09
Beste Heinz: Ja , das ist noch der echte originale Rowan SHK, der 35-40 jahre alt sein muss.
Ich bin nicht erfahren/eingeleitet genug um die Abkürzung en RCN und TB zu verstehen.
Einige Fragen dazu wenn du bekannt bist mit dem SHK: weiße holzleim fur die Rippen-Beplankung Verbindung? Rumpf einbauten mit UHU Endfest? (Baubeschreibung nennt Stabilit Express). Ich weiss dass die Holme mit Webbung verbunden sein sollten, was nicht am Plan angegeben ist. Die Flachenverbindung ist leicht, aber ich vertraue es wirkt und werde es nicht Anderen.
Hallo Rein,
RCN ist RC-Network und TB ist das Forum Thermik-Board.
So wie ich mich erinnere wurde der Original-Rowan SHK-Rumpf aus Polyester-GfK gefertigt, seinerzeit eine geläufige Methode. Mit Epoxi wurde damals noch nicht viel gearbeitet. Für Klebungen auf Polyester wurde damals meistens Stabilit Express verwendet. Heute solltest du allerdings mit Epoxi, z.B. UHU Endfest, deine Reparaturen/Änderungen ausführen.
Für den Flächenbau nach der SE-Bauweise wurde Weißleim verwendet - keinen Express-Leim. Solltest du dir nach dieser Methode (Rippen aus Roofmate, Holme mit Verkastung, vollflächige Beplankung) eine neue Fläche bauen, so empfehle ich Epoxi, das mit Thixotropiermittel etwas eingedickt ist. Keine Microballons oder dergleichen verwenden.
Die "Webbing", wenn damit die Holmverkastung gemeint ist, sollte bei den ersten 3 - 4 Rippenfeldern aus 1,5mm Sperrholz und dann weiter mit 1,5mm Balsa ausgeführt werden. Holme natürlich aus Kiefer, Verklebung mit Weißleim.
Das ganze ergibt, wenn es auf der Roofmate-Negativschale aufgebaut wird, eine 100%igen verzugsfreien und stabilen Flügel.
Für deine Störklappen bekommst du ja schon ausreichend Infos hier im Forum.
Nun viel Spaß beim Bau und später beim Fliegen
Gruß Heinz