So Leute, gerade habe ich begonnen die Kabelbäume meiner Horten XIV zu löten. 10 Servos, davon nur 2 Stück im Mittelteil, der Rest in den Flügeln, je 1 Akku 2S A123 in jedem Flügel, der Empfänger und ein BEC System ebenfalls im Flügel....das wird eine abendfüllende Angelegenheit...mindestens
Ich benutze auch einen 30 Watt Lötkolben und damit mache ich bis zur Mignongröße auch Inline-Verlötungen mit einer Hammerlötspitze die ich selbst gemacht habe. Für mich als ehemaligen Schweißer ist das löten eine einfache und selbstverständliche Angelegenheit und ich weiß da nicht so recht was ich als Tipps schreiben soll.
Vielleicht die paar Punkte:
- ich benutze grundsätzlich gutes, niedrigschmelzendes Elektoniklot z.B. Sn60Pb38Cu2 mit Flußmittelseele
- mein Kolben hat eine sogenannte Dauerlötspitze, also eine Lötspitze mit einer Hartbeschichtung vorne. Was anderes sollte man schnell wegwerfen und ersetzen.
- der Kolben muß richtig aufgeheizt sein, bei mehreren Lötungen hintereinander lasse ich ihm immer ein bisschen Zeit zum aufwärmen vor der nächsten Lötung (bei RC-Kabeln und mehr Kolbenleistung nicht notwendig)
- beide Werkstücke der Lötstellen immer vorverzinnen
- das Lot kommt immer vom Kolben auf die Lötstelle am Werkstück, nicht von der Spule weil sonst die Gefahr einer zu kalten Lötstelle besteht
- der Kolben heizt die Lötstelle bis das ganze Lot an beiden zu verbindenden Werkstücken vollständig geschmolzen ist
- dritte Hand verwenden. Wenn man die zu lötenden Werkstücke nah an der Lötstelle fest halten kann, dann lötet man zu kalt
- die Lötstelle beim abkühlen möglichst nicht bewegen
So, der Kolben ist wieder heiß, jetzt gehts weiter mit den rund 70 Lötstellen an der XIV...puhhhh
Gruß,
Uwe.