Auslegung der Flächensteckung und der Winglets(ZLW).

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Light Alex

Auslegung der Flächensteckung und der Winglets(ZLW).

Beitrag von Light Alex »

Servus.

Seit Jahren liegt schon ein Bausatz im Keller und der soll erst weg bevor ich was anderes anfange. Es stehen mir
aber noch zwei Fragen offen die ich gerne geklärt hätte bevor es los geht. Also das Modell ist der FPV-Wing von
Modellbau Joost mit 3m Spannweite aus Epp. Er bekommt einen kleinen Rumpf ähnlich wie beim Hai und einen
E-Antrieb für die Ebene. Mit dem Modell will ich ein wenig Thermik kurbeln und entschleunigen, also auf keinen
Fall was schnelles zum heizen.

1.
Werksseitig wird der Nuri mit Winglets ausgeliefert. Da aber ein Rumpf gebaut wird möchte ich ein zentrales
Leitwerk haben. Wie groß muss dieses sein? Kann ich einfach die Flächen der Winglets zusammenrechnen und
daraus das Leitwerk bauen?

2.
Gebaut werden soll der Flügel dreiteilig. Also ein Mittelstück mit 1m, und dazu die Aussenflächen auch mit jeweils
1m. Das Mittelstück bekommt einen Doppelholm mit 8mm Kohlerohren, und die Aussenflügel welche mit 6mm.
Irgendwie werde ich aus dem Berechnungsprogramm vom Baron nicht schlau :| . Hat hier vielleicht jemand für
mich Erfahrungswerte oder kann mir sonst helfen? Vielen dank schon mal.

Grüße
Alex
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UweH
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Re: Auslegung der Flächensteckung und der Winglets(ZLW).

Beitrag von UweH »

Hallo Alex, die Seitenleitwerksgröße kann man berechnen, im Nachbarforum gibts einen passenden Thread dazu und die Werte passen auch für Pfeile. Mein ARES hat für die Winglets Stabilitätsfaktor 38, um die 40 ist auch für einen Zentralleitwerkspfeil OK: http://www.rc-network.de/forum/showthre ... lit%C3%A4t

Deine Holmdimensionierung kommt mir sehr sparsam vor, so wird das ein Weichei mit der Gefahr von Flatterneigung im Schnellflug. Ich mach bei einem 1 kg 2 m-Pfeil schon 12 mm Rohre innen rein, dafür nur eins, denn Rohrdurchmesser bringt Stabilität, nicht das verdoppeln von zu kleinen Rohren.
Mit dem Rohrdurchmesser ergibt sich auch der passende Steckungsdurchmesser, in meinem Fall wäre das 1 x 10 mm Kohlestab und 2 x 3 mm Torsionsstifte an jeder Trennstelle.
Deine Unterdimensionierung könnte auch der Grund dafür sein dass die Baron-Berechnungen bei Dir nicht passen, z.B. passen 8er oder 10er Kohlestäbe nicht in 6er Kohlerohre :roll:

Noch ein Hinweis: Pfeile werden nicht auf Bruchlast, sondern auf Stefigkeit dimensioniert weil vor dem Biegebruch das Flatterplatzen kommt. Deshalb wirken die Holme von vernünftig dimensionierten Pfeilen im Vergleich zu Leitwerkern überdimensioniert. Da sich die Steifigkeit bzw. die Flatterfestigkeit aber schlecht rechnen läßt, diemsioniere ich auf Bruchlast mit mindestens 25 g, das bringt meist die notwendige Steifigkeit um auch mal schneller fliegen zu können. Meine auf diese Weise dimensionierte Ho XII flattert ziemlich genau ab 170 km/h, der Antrieb bringt im Geradeausflug bei Vollgas etwa 135 km/h und im Stechflug mit der montierten Luftschraube etwa 160 km/h, Minimalgeschwindigkeit ist etwa 35 km/h.

Gruß,

Uwe.
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Light Alex

Re: Auslegung der Flächensteckung und der Winglets(ZLW).

Beitrag von Light Alex »

Das mit dem Leitwerk liest sich gut, damit kann ich was anfangen. Danke dir :thumbup: .
Aber mit dem Programm allgemein komme ich überhaupt nicht zurecht. Ich mache schon
einiges mit dem PC, von daher bin ich nicht ganz ein Dummie. Nur wie berechne ich damit
einen Rohrholm oder wie kann man die Werte auf einen Rohrholm irgendwie umrechnen?
Damit stehe ich wirklich absolut auf Kriegsfuss, keine Ahnung warum...........

Grüße
Alex
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UweH
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Re: Auslegung der Flächensteckung und der Winglets(ZLW).

Beitrag von UweH »

Light Alex hat geschrieben:Aber mit dem Programm allgemein komme ich überhaupt nicht zurecht. Ich mache schon
einiges mit dem PC, von daher bin ich nicht ganz ein Dummie. Nur wie berechne ich damit
einen Rohrholm oder wie kann man die Werte auf einen Rohrholm irgendwie umrechnen?
Damit stehe ich wirklich absolut auf Kriegsfuss, keine Ahnung warum...........
Hi Alex, das Programm von CB ist nicht für Rohrholme gemacht und ich weiß grad nicht ob man die überhaupt damit berechnen kann, hab derzeit kein Excel auf meinem privaten Computer. Es gibt ein Buch von Stefan Dolch zu dem Thema, mit dem komme ich wiederum nicht zurecht. Als Faustformel nehme ich daher folgendes:; möglichst nur einen Rohrholm in den Flügel und der richtige Durchmesser ist der Maximale den die Rippenhöhe gerade so erlaubt. Bei zugespitzem Flügel wird so abgestuft, dass incl. der Muffung gerade Teiler der 1 m Rohre und damit möglichst wenig Verschnitt entsteht. Sollte das nicht reichen, ist die Rohrholmbauweise für das konzipierte Flugzeug die falsche Bauweise.

Gruß,

Uwe.
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Light Alex

Re: Auslegung der Flächensteckung und der Winglets(ZLW).

Beitrag von Light Alex »

Das Buch von Stefan Dolch verstaubt bei mir auch im Regal, das hat mich schon recht enttäuscht. Also der Nuri
hat an der dicksten Stelle an der Wurzel ca. 6 oder 7cm Dicke, und am Randbogen rund 2,5cm Profildicke. Da
es ja ein nicht teilbares Mittelstück wird, baue ich einen A-Holm. Jetzt weiß ich nicht inwieweit die Sache
dadurch stabiler wird und wenn, um wieviel ich den Rohrholm verkleinern kann? Und bei der Steckung für die
Aussenflächen geht es mir auch in erster Linie darum wie lange ich den Verbinder dimensionieren soll?

Grüße
Alex
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