variabler schwerpunkt

helitto

variabler schwerpunkt

Beitrag von helitto »

hallo in die runde!
habe mir letzte woche einen frässatz der parabola 2009 bei thomas bestellt. möchte den flieger als reinen gleiter ohne motor und möglichst leicht bauen (südschwarzwald mit reichlich hanglagen...).
ich habe bei RCN im nuri-wiki gelesen:

Eine Vorrichtung zur Veränderung des Schwerpunktes im Flug könnte allerdings die Allround-Leistungen erheblich verbessern.

gibt es dazu bereits erfahrungen, bewährte technik, unbedingt zu vermeidende fehler?
was ich bereits gelernt habe, ist dass bei pfeil-nurflüglern andere verhältnisse gelten als bei brettern. es interessiert mich speziell wie sich die veränderung des SP bei horten- pfeilnurflüglern auswirken.
hier noch der link zum parabola 2009 projekt: http://www.rc-network.de/forum/showthre ... abola+2009

habe ich die überprüfbarkeit des SP richtig verstanden?
- solange der nuri beim starken überziehen über die spitze absackt ist der schwerpunkt im sichereren bereich und tendenziell eher kopflastig.
- sobald der nuri beim starken überziehen ins trudeln gerät ist der kritische bereich erreicht und die unkontrollierbare schwanzlastigkeit liegt vor.

merci im vorraus: otto
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paulpanter82
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von paulpanter82 »

Hallo Otto

Dann mag ich auch mal was dazu schreiben aber eher weil ich einige Parabolas habe.
Ich hatte mal den Gedanken über schwerpunkt verschiebung zu steuern also komplett ruderlos das dann aber wieder verworfen.
Später ist dann mal das heraus gekommen:
http://thermik-board.de/viewtopic.php?f ... 120#p38961
Zwar im grunde Klappenlos aber steuerung durch verwindung das ermöglicht so zusagen eine variable EWD Mechanik eine Seite weiter.
Nach einigen Flügen kann ich sagen das die Parabola (hier eine gestreckte 2,25m Version) nur in einer bestimmten Verwindung/EWD mit korektem Schwerpunkt funktioniert und dann auch ihre volle Leistung zeigt. Das ist aber auch bei der normalen 1,8m so und ich wüsste keinen einzigen Moment bei dem ich mir eine Kopf/Hecklastigkeit wünschen würde.
Anfangs wollte ich die Parabola auch möglichst leicht bauen, eine Motorversion hatte es mal auf 499g gebracht. Meine um 600g fliegen aber um welten besser auch in der Thermik sie sind dann nicht so Windanfällig liegen einfach satter in der Luft.
Leistungstechnisch würde ich sie fast mit ARES gleich setzen, Parabola mag aber nicht schnell fliegen wegen der fehlenden Beplankung fängt sie früher an zu flattern dafür ist sie aber in leichter Abendthermik länger zu fliegen.
Motorlos habe ich noch nicht versucht vllt sollte ich doch mal einen Hochstarthacken dran schrauben.

Gruß Michael
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UweH
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von UweH »

Hallo Otto,

OK, dann machen wir mal da weiter wo Meinungsfreiheit gilt solange man sich nicht daneben benimmt und wo nicht die Meinung der Werbepartner und Moderatoren Gesetz ist, egal ob dieses Meinungsgesetz in den Nutzungsregeln steht oder nicht.

Da ich die meisten Deiner Fragen schon mindestens ein Mal bei RC-Network beantwortet habe werde ich bei einer ausführlicheren Diskussion einige Links zu RC-Network benötigen.
Das heißt aber auch dass Deine Fragen alle schon beantwortet sind, aber vielleicht finde ich die Links schneller als Du mit der Suchfunktion.

Zunächst das hier:
helitto hat geschrieben:habe ich die überprüfbarkeit des SP richtig verstanden?
- solange der nuri beim starken überziehen über die spitze absackt ist der schwerpunkt im sichereren bereich und tendenziell eher kopflastig.
- sobald der nuri beim starken überziehen ins trudeln gerät ist der kritische bereich erreicht und die unkontrollierbare schwanzlastigkeit liegt vor.
Das gilt so ungefähr, aber nur für Pfeilnurflügel mit Winglets. Wenn der Nurflügel beim überziehen ins Trudeln fällt ist zwar der kritische Bereich erreicht, aber das ist noch keine unkontrollierte Schwanzlastigkeit.
Einen Leitwerker kann ich auch nicht beliebig überziehen ohne dass er ins Trudeln fällt, meine Pfeilnurflügel stelle ich beim Überziehverhalten möglichst so ein wie meine Leitwerker: Beim Geradeausflug langsames Überziehen führt dazu dass der Flieger beim Abriss mit der Nase voran abtaucht, das selbe Manöver im Kurvenflug führt zu Trudeln, dass durch Nachdrücken nach maximal 2 Umdrehungen beendet wird und der Nuri gefahrlos in den waagerechten Flug gezogen werden kann.
Dieses Verhalten lässt sich bei passender Auslegung mit dem Schwerpunkt genau einstellen.
Bei Brettern ist das anders weil sie in der Regel viel gutmütiger beim überziehen sind und die Probleme aus der Schwerpunktrückverlagerung woanders zum Vorschein kommen.
Wie man Bretter einfliegt habe ich hier bei RC-Network beschrieben:

http://www.rc-network.de/forum/showthre ... ost3569855

Achtung beim einstellen des Schwerpunkts: der "grüne" Schwerpunktbereich bei Nurflügeln ist viel kleiner als bei Leitwerkern, deshalb beim umtrimmen nur geringe Veränderungen beim Nasenblei machen. Änderung bei Brettern 3-5 g pro Testflug, bei Pfeilen 5-15 Gramm, die kleineren Werte gelten für kleine Flugzeuge bis ~ 1,5 m, die größeren für größere Nurflügel über 2 m.

Bei den Hortens ist die limitierende Grenze des Schwerpunkts weniger das Abrissverhalten als viel mehr der negative Wendemoment.
Gegen den negativen Wendemoment werden Hortenflugzeuge so ausgelegt, dass der Außenflügel möglichst wenig Auftrieb erzeugt, denn der negative Wendemoment ist auftriebsabhängig. Das wird mit einer passenden Schränkung und viel Schwerpunktvorlage erreicht Wie man Hortenflugzeuge mit dem Programm "Nurflügel" von Frank Ranis auslegt und dabei das negative Wendemoment überlistet steht hier: http://www.rc-network.de/forum/content. ... rank-Ranis
Legt man nun den Schwerpunkt zurück, dann wird nicht nur der Gesamtauftrieb des Flugzeugs bei gleicher Schränkung und Höhenruderstellung größer, auch der lokale Auftrieb am Außenflügel erhöht sich. Das geringere Stabilitätsmaß durch die Schwerpunkt-Rückverlagerung führt zwar zu einer Erhöhung der Flugleistung (warum ist ein anderes Thema und hat im Gegensatz zum Brett wenig mit Klappenausschlägen zu tun), aber diese Maßnahme verschlechtert leider auch die Steuerbarkeit durch stärkeren negativen Wendemoment.
Ein schlecht steuerbares Flugzeug hat ebenso schlechte Flugleistungen wie ein von der aerodynamischen Leistung schlecht ausgelegtes Flugzeug.
Zudem kann man nicht da hin fliegen wo man will und vor allen Dingen auch nicht da hin wo die Thermik ist weil die Turbulenzen um den Bart rum die Situation noch verschlimmern.

Deshalb wird eine Schwerpunktverschiebung an der Parabola keine bessere Leistung, sondern schlechtere Steuerbarkeit bringen und das macht keinen Sinn.

Übrigens Otto, Du hast bei RC-Network Anfangs geschrieben dass Du vermutest mit einer Vorverlagerung des Schwerpunkts würde die Leistung besser.
Es ist genau umgekehrt, um die Flugleistung zu verbessern wird eine Rückverlagerung des Schwerpunkts angestrebt und das hat verschiedene Gründe, vor allem die Verringerung der Trimmwiderstände im weitesten Sinne.

Das soll für heute erstmal genügen, aber auch bei Hortens lässt sich eine Schwerpunktverschiebung zur Steigerung der Flugleistung einsetzen.
Dazu muss man nur viel mehr mit Seitenruder fliegen und wie man das ohne Seitenleitwerk macht erkläre ich vielleicht beim nächsten Mal.

Gruß,

Uwe.
Zuletzt geändert von UweH am Di 3. Feb 2015, 00:42, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von UweH »

paulpanter82 hat geschrieben: Leistungstechnisch würde ich sie fast mit ARES gleich setzen, Parabola mag aber nicht schnell fliegen wegen der fehlenden Beplankung fängt sie früher an zu flattern dafür ist sie aber in leichter Abendthermik länger zu fliegen.
Motorlos habe ich noch nicht versucht vllt sollte ich doch mal einen Hochstarthacken dran schrauben.
Hallo Michael,

die hohe Streckung der Parabola bringt definitiv mehr Leistung als man durch die kleinere Re-Zahl verliert...solange man nicht zu leicht baut, aber bei geringem Gewicht können dicke Turbulatoren auch noch was gut machen. Deshalb hatte ich mir schon überlegt auch endlich mal eine Parabola zu bauen und sie bei Leichtwind für die RES-Flugaufgabe zu testen, aber ich hab Bedenken dass die filigrane Konstruktion bei dem hohen Gummizug im Hochstart flattert.

....schaun mer mal was die Zukunft bringt.

Gruß,

Uwe.
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paulpanter82
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von paulpanter82 »

Hallo Uwe

Turbulatoren habe ich an der Parabola zu genüge (für meine Sinne) getestet und irgendwie habe ich mehr oder weniger keine veränderung bemerkt.
Eine mit Vlies bespannte war im langsamflug eher komisch zu fliegen so recht in der Abendthermik wollte sie nicht dafür fing sie später an zu flattern.
Hier mal eine 645g schwere die lässt sich selbst mit dem Gewicht prima langsam bei Standgas mit einer Hand herum crusen :mrgreen:
http://www.rcmovie.de/video/24def149681 ... Parabola-2

Gruß Michael

Edit: Vllt lässt sich ja bei der Parabola etwas mit Holmen gegen frühes flattern machen. Nicht gerade 3x1mm cfk eher 2-3 Capstrips je unten und oben auf den Fatboy wie ich es bei meinem leichten Gezores gemacht habe.

Ich habe das blaue HK Gummi, ist das härter oder weicher als das HLG/RES Gummi von Vega?
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von UweH »

paulpanter82 hat geschrieben:Edit: Vllt lässt sich ja bei der Parabola etwas mit Holmen gegen frühes flattern machen. Nicht gerade 3x1mm cfk eher 2-3 Capstrips je unten und oben auf den Fatboy wie ich es bei meinem leichten Gezores gemacht habe.
Hallo Michael, ich denke die dünnen Kohleprofile bringen nicht viel gegen Flattern. Die Cap-Strips auf dem Hauptholm würde ich noch gerne einbauen weil sie den 340er Fat-Boy steifer machen, aber ansonsten denke ich die Turbulenzholme hinter der Nasenleiste in Kiefer bringen mehr als dünne Kohleprofile irgendwo, lieber von denen einer mehr.
Mein Kieferholm-ARES war auch viel flatterfester als der mit den Kohleprofilen, da bringt der höhere Trägheiotsmoment des größeren Querschnitts mehr als der steifere höhere E-Modul der Kohle.

Guuut N8, viel zu spät :roll: ,

Uwe-
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von matze »

Hallihallo zusammen,

was ich bei Brettern immer vermisse ist die Möglichkeit zu bremsen. Könnte ein variabler Schwerpunkt nicht zum Bremsen benutzt werden?
Gewicht nach vorn - Ruder nach oben - bremst.
Oder?
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von UweH »

matze hat geschrieben:was ich bei Brettern immer vermisse ist die Möglichkeit zu bremsen. Könnte ein variabler Schwerpunkt nicht zum Bremsen benutzt werden?
Gewicht nach vorn - Ruder nach oben - bremst.
Oder?

Hallo Matze,

ja, so weit paßt die Theorie. Peter Wick wollte mit der Amokka 2 testen wie gut das in der Praxis funktioniert, aber ich glaub er ist noch nicht dazu gekommen.

Gruß,

Uwe
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helitto

Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von helitto »

hallo zusammen!
wow, das freut mich, dass es hier ganz lebendig geworden ist bei diesem thema.
die beschreibung der statischen verschiebung des SP habe so verstanden: schwerpunkt vorne heist stabiles flugverhalten, geringes gegenläufiges wendemoment, aber eben auch weniger auftrieb sprich geschwindigkeitpotenzial. schwerpunkt hinten: alles genau umgekehrt.
diese polarität brachte mich auf den gedanken, ob eine verstellung des SP im flug nicht eine situationsbedingte optimierung bringen kann: SP nach hinten: speedflug aber nur geradeaus. SP nach vorne: speed runter, steuerbarkeit hoch. das stelle ich mir am hang sehr spannend vor. wahrscheinlich gäbe es bei anderen modellen da mehr potenzial als bei der parabola. aber ich werd das einfach mal probieren. hab mich ja schon mit der odyseey 3.2 als experimentierfreudig geoutet.... (und mehr als ein bisschen holz und kohle steht nicht auf dem spiel)
@ michael: habe im parabola 2009-fred im RCN deine verschiedenen experimente mit der parabola verfolgt. die oben gezeigte variante ohne ruder finde ich besonders spannend: im sinne der nuri-purismus absolut eine steigerung! und in der natur habe ich noch an keinem vogel etwas so archaisches wie klappen gesehen :D was aber heisst das konstruktiv: steuerung über schränkung? kannst du den flügel kontrolliert verdrehen? kannst du dazu was dokumentiertes zeigen?
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paulpanter82
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von paulpanter82 »

Hallo Otto

Hier mal ein Kurzfilmchen:

Youtube: Watch Video »JLmYiOV9ur4&feature«


Die Rippen im klar bespanntem teil sind frei drehend um den Holm und nur mit Nase/Endleiste beides cfk befestigt.
Lässt sich ganz normal vollproportional steuern. Steuern ist aber eher träge man muss schon mehr vorrausschauend fliegen also Kurfen früher ein und ausleiten.

Gruß Michael
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helitto

Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von helitto »

hallo michael!
das sieht ja super aus. gratuliere, dass ist eine echte weiterentwicklung des nuri-prinzips (zumindestens in meinen ästhetikaugen). bist du damit mal irgendwo auf einem treffen? das würde ich gerne mal in der luft sehen.
grüssli: otto
helitto

aussteifung

Beitrag von helitto »

UweH hat geschrieben:Hallo Michael, ich denke die dünnen Kohleprofile bringen nicht viel gegen Flattern. Die Cap-Strips auf dem Hauptholm würde ich noch gerne einbauen weil sie den 340er Fat-Boy steifer machen, aber ansonsten denke ich die Turbulenzholme hinter der Nasenleiste in Kiefer bringen mehr als dünne Kohleprofile irgendwo, lieber von denen einer mehr.
Uwe-
cap strips sind normalerweise balsastreifen, die man längs auf die rippen klebt. wie meinst du dies in bezug auf die runden holme? je einen balsastreifen oben und unten auf die rohre kleben? dritten turbulenzholm werde ich auf jedenfall mal einbauen. gibts sonst noch tipps zur aussteifung? da bei mir der motor weg fällt, könnte ich noch ein paar gramm zusatzmaterial problemlos reinbuttern....

grüssli: otto

ps: @uwe: guckschdu #26 auf: http://www.rc-network.de/forum/showthre ... unkt/page2
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paulpanter82
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von paulpanter82 »

Hallo Otto

Wenn wir hier von Caps reden dann meinen wir seh dünne cfk Profiele CS10 - CS20:
http://www.emc-vega.de/de/staebe-rohre- ... rechteckig
Vom 20er je 2-3 oben und unten Drauf. Der aussenliegende Rohrholm hat das nicht nötig.

Achte drauf das du hinter dem Schwerpunkt nicht so viel einbaust. Selbst meine leicht gebauten Varianten brauchen trotzdem vorne sehr viel Balast da dort der Hebelarm vor dem Schwerpunkt ja recht kurz ist. Trotz 3s 1200er und 25A Regler und Empfänger kamm immer noch etwas Blei dazu da machts den Motor unmittelbar am Schwerpunkt auch nicht mehr Fett :mrgreen:

Ein Video zur Torsibola habe ich noch nicht aber eines einer 225 mit 4Klappen ( Seitenruder durch einseitig Butterfly ) am späten Abend:

Youtube: Watch Video »tH4RRBu_yO0«


Treffen sind immer so eine Sache die sind hier im tiefen Süden eher dünn geseht.

Gruß Michael
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sonouno
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von sonouno »

hi Michael,
nur ne Frage...warum hast du das Kohlerohr nicht einfach in jeder Rippe geführt ?
also in nem kleinen Rohrabschnitt/Rippe ?
hoffe du verstehst was ich meine... :roll:

tolles Vid !!

grüssle, Christof ;-)
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von haru »

UweH hat geschrieben:
paulpanter82 hat geschrieben:Edit: Vllt lässt sich ja bei der Parabola etwas mit Holmen gegen frühes flattern machen. Nicht gerade 3x1mm cfk eher 2-3 Capstrips je unten und oben auf den Fatboy wie ich es bei meinem leichten Gezores gemacht habe.
Hallo Michael, ich denke die dünnen Kohleprofile bringen nicht viel gegen Flattern. Die Cap-Strips auf dem Hauptholm würde ich noch gerne einbauen weil sie den 340er Fat-Boy steifer machen, aber ansonsten denke ich die Turbulenzholme hinter der Nasenleiste in Kiefer bringen mehr als dünne Kohleprofile irgendwo, lieber von denen einer mehr.
Bei RCN hat Dominik Diefenbach im HaNoRES Thread eine Liste von CFK Rohren mit Spine-Werten gepostet. Es gibt auch steifere Rohre als die Fatboys, und das sogar zu einem guten Kurs.
Das Rohr http://www.drachenmarkt.de/Skyshark-385-10-mm soll z.B. steifer sein (Spine Wert 250).


Hans
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sonouno
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von sonouno »

da kanns aber bei dem ein oder anderen Flieger Probleme mit dem Durchmesser geben....

Skyshark 385 Wrapped limited edition
Sehr leicht und steif - steifer als P300
Länge ca. 82,5cm / Gewicht ca. 16,5 Gramm / Für Innenmuffe ca. 8,8 mm
Aussendurchmesser ca. 10mm
(würd z.B. bei der Horti nicht passen... )

ansonnsten siehts gut aus und auch relativ günstig :thumbup:

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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von UweH »

haru hat geschrieben:Bei RCN hat Dominik Diefenbach im HaNoRES Thread eine Liste von CFK Rohren mit Spine-Werten gepostet. Es gibt auch steifere Rohre als die Fatboys, und das sogar zu einem guten Kurs.
Hallo Hans, das Problem ist das Verhältnis der Werte von Spine - Durchmesser - Gewicht
Der Spine-Wert läßt keine Rückschlüsse darauf zu wie torsionssteif ein Pfeilschaft ist, er gibt nur die Biegung an.
Ein größerer Durchmesser bei gleichem Gewicht und Material wirkt sich ja erstmal positiv auf die Torsionssteifigkeit aus.

Sehr gut ist der Victory V-Force HV in Spine 300 den Thomas Schikora bei den Horti-Komplettsätzen beilegt, der wiegt bei 7,3 mm Durchmesser in Spine 300 ~13 Gramm, ist aber nur 78 cm lang und nicht ganz einfach zu bekommen.
Die Gewichte der Rohre differieren bei gleichem Spine je nach Hersteller sehr stark, ich habe Spine 300 Rohre von 13 - 24 Gramm pro ~ 80 cm Länge hier, auch die Längen differieren je nach Schaft um einige cm, das macht die richtige Auswahl je nach Einsatzzweck aufwändig.

Gruß,

Uwe.
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paulpanter82
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von paulpanter82 »

Hallo Leude

Ein anderer Aspekt bestimmte Pfeilschäffte zu wählen ist auch die teleskopierfähigkeit mit anderen Rohren auf Grund der länge.
Mit 8,8mm müsste man wieder herum basteln entwerder auf ein 8er etwas aufkleben damit nix wackelt oder ein 9er herunter schleifen.

Um mal wieder zum Thema zu kommen: "verschieb-AIR"
https://www.google.de/search?q=Verschie ... CAkQ_AUoAg

Da wird mittels Schwerpunktverschiebung gesteuert zwar im kleinen Flieger aber das funktioniert ja auch im Manntragenden Drachenflug und ist das nicht ein Pfeilnurflügel??

Gruß Michael
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von sonouno »

nachdem ich mich ja gerade beim Baracuda mit der Schwerpunktverschiebung auseinander setze gleich mal noch ne Frage zur aerodynamischen Schwerpunktverschiebung....würde das evtl was bringen bei Pfeilen/Horten ?
also z.B. Schwenkflügel (lassen wir die Bauprobleme mal aussen vor ! )

oder durch Flächenvergrösserung ala @NuriKlaus sein Niglevator http://www.nuricom.de/download/Tips.pdf
auf Seite 9 nachzulesen....

btw.. seine DragFin bau ich ja auch in die Baracuda ein... ;-)

grüssle, Christof ;-)
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helitto

Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von helitto »

liebe leute!
ich habe fertig: die erste etappe ist geschafft. die parabola ist fertig. zunächst noch ohne schwerpunktverschiebung. sie hat enorme stabilitätsreserven gezeigt, so dass ich problemlos mit ruder im strak fliegen konnte. denke für experimente ist da noch ein bisschen manövriermasse vorhanden. habe eine reine seglervariante gebaut, robust mit sechs turbulensleisten und einer stabilen sperrholzbox als mittelteil. bin bei 517 gr abfluggewicht herrausgekommen. erstflug war genial, aber seht selbst:

Youtube: Watch Video »https://www.youtube.com/watch?v=Oz4-wycdP8Y«



den knappen baubericht habe ich im ursprungs-fred bei RCN beschrieben. damit alles schön bei einander bleibt, was zusammen gehört...
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soviel für heute:
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von UweH »

Hallo Otto, ich krieg das Video nicht zum laufen und Frage an die anderen: liegt das Problem bei mir oder geht das bei euch auch nicht?
Ich würde schon sehr gerne sehen wie Ottos Parabola als Segler fliegt :roll:

Gruß,

Uwe.
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von Nebukadneza »

Hi,

hab den Videolink repariert…
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von UweH »

Nebukadneza hat geschrieben:Hi,

hab den Videolink repariert…
Danke Dario ;-)

Hallo Otto, das sieht doch im Video schon mal ganz nett aus, noch etwas Thermik dazu und der Parabola-Bogen geht elegant im steilen Kreis nach oben, das ist an einem Hang mit solchem Panorama sicher eine Augenweide ;-)

Die Ruder sind bei der Parabola schon im Langsamflug im Strak weil sie auf einen hohen Grundauftriebswert (Auslegungs-cA) ausgelegt wurde um das Leistungsoptimum im Thermikflug zu haben, zu Lasten der Schnellflugeigenschaften, auf die es Bernd "Melchy" nicht ankam.

Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Gruß,

Uwe.
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von helitto »

hallo zusammen!
habe mittlerweile einige trimmflüge mit der parabola gemacht und komme sehr gut mit ihr klar. ruderwirkung mit ruder im stak ist eigentlich gut, nur beim abreiten vor dem wind, muss man sie regelrecht in die kurve knebeln. da hilft ein wenig künstlicher s-schlag dann sofort. den hab ich mir mal auf ein schieber gelegt, so dass ich ihn auch wieder raus nehmen kann.

gewöhnungsbedürftig ist die sichtbarkeit der schmalen sichel... schon öfters konnte ich mich nur über die starke asymetrische farbgebung orientieren. aber letzte woche war dann thermik und da stieg sie weg wie ein greifvogel. einfach beeindruckend. nach wenigen minuten musste ich sie leider wieder runter zwingen, einfach, weil ich sie nicht mehr sehen konnte. insofern die frage an die beteiligten: wie siehts denn mit der weiterentwicklung der XXL aus?

an die sache mit dem variablen schwerpunkt werd ich demnächst dran gehen, material liegt schon bereit nur an der zeit fehlts im moment ein bisschen...

grüssli: otto
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sonouno
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von sonouno »

bin heute über Uwes Schnabelprofil gestolpert im RCN...
http://www.rc-network.de/forum/showthre ... %C3%BCgel?
was macht da die Erprobung ?
gerade bei sowas wär doch die Schwerpunktverschiebung toll ?

grüssle, Christof ;-)
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von UweH »

sonouno hat geschrieben:bin heute über Uwes Schnabelprofil gestolpert im RCN...
http://www.rc-network.de/forum/showthre ... %C3%BCgel?
was macht da die Erprobung ?
Erprobung ist mit negativem Ergebnis abgeschlossen, kein Vorteil gegenüber konventionellen Profilen mit S-Schlag hinten, dafür deutliche Nachteile im schnellen Gleiten.
Dagegen ist das Konzept des 2-Achs-Bretts mit kleinem zentralem Höhenruder ohne Ruderspalte eine ganz tolle Sache für die Thermikfliegerei, wenn ich mehr Zeit hätte würde ich mir wieder sowas fürs Entspannungsfliegen bei leichten Bedingungen am Hang bauen. Mit meinem Brett konnte man ohne Querruder Rollen fliegen, ähnlich wie mit dem Antist-RES.

Gruß,

Uwe.
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helitto

Re: variabler schwerpunkt reloaded

Beitrag von helitto »

hallo zusammen!
gestern nun endlich parabola variabila gestestet. habe den akku auf zwei 5mm cfk-röhren geschlittelt. mit kleinem D47 servo 8mm nach vorne und 14mm nach hinten fahrbar gemacht. das ganze liegt bei mir auf dem gasstick. in kombination mit den hochstellbaren rudern gestern bei guter thermik und reichlich wind getestet: die wirkung ist frapant. fliege ich gegen den wind und in der thermik und nehme den schwerpunkt ganz nach hinten, kann ich die geradeausstabilität gegen null zurücknehmen. dann schwingt sie nervös um die hochachse aber steigt wunderbar. drücke ich dann noch etwas hochstellung der ruder über den schieber, dann steigt sie noch steiler auf. umgekehrt wird sie sehr viel schneller beim abreiten, wenn ich den schwerpunkt nach vorne drücke, die ruder in strak senke. also mein erstes fazit ist, dass sich der aufwand gelohnt hat. es lassen sich sehr deutliche unterschiede erzielen. ob das allerdings die flugleistung, physikalisch gesehen, wesentlich verbessert, vermag ich nicht zu beurteilen. weitere flüge werden es zeigen...

was ich noch erwähnen möchte ist, dass die beiden zusätzlichen (dritten) turbulenzleisten auf jeder seite wohl einiges bringen. habe ausserdem, wie weiter vorne von uwe empfohlen, cap-straps auf die cfk-holm aufgeleimt. die flügel sind sehr steif. selbst bei senkrechten ablassern und loopings schwingt da nichts. die parabola lässt sich (relativ für einen pfeilnurflügler) recht schnell fliegen. dabei konnte ich keinerlei anzeichen von flatterei bemerken.
akkuschlitten
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bin nach dem gestrigen flug begeistert von der variabiltität der parabola und freue mich sie jetzt in verschiedenem gelände und bei unterschiedlichen konditionen zu fliegen.
grüssli: otto
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sonouno
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von sonouno »

hallo Otto,
klingt ja echt spannend !
wie viel mm verschiebst du damit den eingestellten Schwerpunkt ?

bitte unbedingt weiter testen und berichten !

grüssle, Christof ;-)
fliag Vogl fliag, fürcht di ned vorm Wind, steig so hoch du kannst....
stell da voar du tanzt.....in de Höh....bis nimma mehr weidaa geht...
*Willy Michl*
helitto

Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von helitto »

hallo zusammen!
der schwerpunkt verschiebt sich 1,5 mm nach vorne und knapp 2mm nach hinten.
gestern war der zweite ausführliche test.
irgendwie ist das sehr umständlich jetzt in zwei foren zu berichten...
den bericht findet ihr im RCN
sorry: otto
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sonouno
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Re: variabler schwerpunkt

Beitrag von sonouno »

ahh, so wenig ?... dachte es wäre mehr... gut gut.
danke dir für Antwort... btw... ich les eh in beiden Foren...also kein Stress :thumbup:

und Beileid für dein kleines Missgeschick. :roll:

zur Landung meinte Uwe ja das der SP ganz nach vorne sollte und mit Höhe dann bremsen ?

grüssle, Christof ;-)
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