MimaRES

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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Hallo Peter,

danke für die Hinweise, da bin ich aber froh dass ich bei MimaRES bei den richtigen Punkten von der Holmanordnung nach Lichte abgewichen bin :mrgreen:
Den hinteren Kohle-Hilfsholm hab ich entpfeilt, die Pfeilung des Hauptholms ist außen mehr als 30° und der Kohle-Rohrholm mit gestaffeltem Durchmesser hat oben und unten je ein Kohleprofil als Zusatzgurt damit das steifer wird.

Hier noch mal die Holmanordnung von MimaRES
Vorne besteht der Holm aus gestaffelten Kohlerohren 12/10 bis 8/6 mm. Der ungepfeilte Teil innen hat zusätzlich noch den 10 mm Kohle-Verbinderstab als Versteifung, der äußere Teil hat oben und unten noch je einen Kohle-Zusatzgurt 3 x 1 mm
Der hintere Hilfsholm ist leicht entpfeilt und besteht aus je einem 3 x 1 mm Kohleprofil oben und unten, die an den Rohrholm anschließen.
Der Zusatzgurt ist von der Wurzelrippe zur Rohrholmknickstelle noch mit je einem 3 x 1 mm Kohleprofil oben und unten mit dem Hauptholm verbunden.
Der Innenbereich hat dann noch die Beplankung aus 0,6 mm Sperrholz zur Torsionsversteifung.
Mal schaun was diese aufwändige Konstruktion kann.
Klein131001 MimaRES Grundriss.jpg
MimaRES hat mit der offenen Rippenbauweise ohne Beplankung halt nicht die Möglichkeit des Snap eine steife Kohle-Außenhaut als Torsionsversteifung einsetzen zu können, trotzdem hoffe ich mit dem voraussichtlich ca. 700 Gramm leichten Pfeil DS bis 150 km/h ohne flattern fliegen zu können und vor allem hoffe ich er rollt durch die günstigere Massenverteilung und kleineren Winglets besser als der Snap :P
...der das für einen Wingletpfeil allerdings schon sehr zügig schafft ;-)

Eine Untersuchung der AGARD zur Struktur verschiedener Flugzeuge incl. SB13 habe ich auch, aber das ist wegen vielen Formeln und Mathe zu sperrig für mich Mathe-Null :oops:

Gruß,

Uwe.
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Wegen verspäteter Holzlieferung immer noch kein MimaRES Frässatz :(

...nur ein paar neue Schmachtbilder :( :( :(

Das muß einfach ein scharfer und harter Flieger werden, wenn Thomas schon beim fräsen Stahlkappenschuhe tragen muss :twisted: :D

Gruß,

Uwe.
Klein20131025_151223.jpg
Klein20131025_151200.jpg
Klein20131025_151245.jpg
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Kayb
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Re: MimaRES

Beitrag von Kayb »

UweH hat geschrieben:MimaRES hat mit der offenen Rippenbauweise ohne Beplankung halt nicht die Möglichkeit des Snap eine steife Kohle-Außenhaut als Torsionsversteifung einsetzen zu können, trotzdem hoffe ich mit dem voraussichtlich ca. 700 Gramm leichten Pfeil DS bis 150 km/h ohne flattern fliegen zu können und vor allem hoffe ich er rollt durch die günstigere Massenverteilung und kleineren Winglets besser als der Snap
...der das für einen Wingletpfeil allerdings schon sehr zügig schafft
An deiner Stelle würde ich das Projekt aufsplitten. Ein MimaDS wäre eine alternative. Aber bei der Konstruktion von RES Fliegern an DS zu denken ist obsolet. Mit nem RES Flieger dann mal bissel kreise fliegen, ist schon oki, wenns einen grade im Finger juckt. Aber bitte erst daran denken wenn der Flieger in der Luft ist.
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Kayb hat geschrieben:An deiner Stelle würde ich das Projekt aufsplitten. Ein MimaDS wäre eine alternative. Aber bei der Konstruktion von RES Fliegern an DS zu denken ist obsolet. Mit nem RES Flieger dann mal bissel kreise fliegen, ist schon oki, wenns einen grade im Finger juckt. Aber bitte erst daran denken wenn der Flieger in der Luft ist.
Hallo Ruben,

ich bin da ziemlich schmerzfrei, wenn der Flieger gut funktionieren würde, hätte ich nicht die geringsten Skrupel am Erstflugtag damit ins Lee zu gehen.
Das RES im Namen ist eigentlich nur ein Hinweis darauf dass die Bauweise RES-regelkonform ist, ich denke der erste Hochstart wird die Ernüchterung bringen dass man damit im Wettbewerb höchstes aus Gaudi oder bei Sturm teilnehmen sollte. MimaRES ist vom Einsatzschwerpunkt her ein RES-konformer 2 m Rohrholm-Holz-Spaßflieger für den Alltagsbetrieb, für den Hochstart fehlt viel cA max und die Auslegung wäre nur als absoluter Leichtbau im Wettbewerb brauchbar, aber dafür ist da viel zu viel Holmgewicht drin.
Eine Aufsplittung des Projekts "konkurrenzfähige Nurflügel in RES" gibt es aber tatsächlich, Ich bekomme mit dem MimaRES-Frässatz auch einen neuen ARES-Frässatz mit einigen Überarbeiteungen zur Gewichts- und Widerstandsersparnis für die nächste Saison, um 500 Gramm Fluggewicht könnte machbar sein, aber dazu später mehr wenn der Bau so weit ist ;-)

Gruß,

Uwe.
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italouwe
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Re: MimaRES

Beitrag von italouwe »

... so wie ich Uwe kenne, reichen ihm ein paar Kreise fliegen nicht... :mrgreen: ,
das muss schon auch schonmal mal kurz zischen...
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Hab heute von Thomas beim Stammtisch ein schönes flaches reisetaugliches Paket bekommen, da steht drauf "Vorsicht!" und "Airplane inside" und von steve ein kleines Tütchen mit dem Hinweis nach Gebrauch immer die Finger zu waschen......ja ist denn schon Weihnachten? :roll: :mrgreen:

Danke Jungs, ihr seid Klasse und ich freu mich diesmal wie ein Schnitzel drauf dass ich heim komm :)

Erstflug ist am Sontag, wie vorhin besprochen...... ;-)

Gruß,

Uwe
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tomslara

Re: MimaRES

Beitrag von tomslara »

Hallo Uwe
haette ich dir gleich zwei fraesen sollen. Dann haetten wir am Sonntag beide einfliegen koennen. :)
Viel Spass beim bauen
Gruss Thomas
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UweH
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MimaRES Baubericht

Beitrag von UweH »

UweH hat geschrieben:Erstflug ist am Sonntag, wie vorhin besprochen...... ;-)
Hallo Leute,

der Erstflug Sonntag klapp bestimmt, nur welcher Sonntag das wird steht noch nicht fest :P

.........die Servos (KST DS 245 MG) die ich einbauen möchte sind noch nicht da ;-)

Wenn man dran bleibt und nicht zu den langsamen Modellbauern gehört wie ich, kann man das Modell an einem verlängerten Wochenende bauen.

Aber hier erstmal der Baubericht meines Modells.

Ich muss relativ viele Änderungen im CAD machen weil konstruktive Lösungen noch nicht perfekt waren, weil ich Teile vergessen habe fürs fräsen doppelt zu kopieren und zur Anpassung mit viel Übermaß dimensionierte Teile durch den Bau auf die tatsächlich notwendige Form und Größe gebracht werden müssen.

Los gings damit dass ich beim Münchner Nurflügelstammtisch am Dienstag die Frästeile von Thomas sorgfältig verpackt bekommen habe:
KleinIMG_5665.jpg
KleinIMG_5667.jpg

Nach dem auspacken werden zunächst die Rippen durchnummeriert, in der Serie gibt es dafür eine Übersicht auf DIN A 4 die zeigt wo welche Teile in den Holzplatten zu finden sind.
KleinIMG_5672.jpg
KleinIMG_5673.jpg
KleinIMG_5674.jpg
KleinIMG_5675.jpg
Die Hellingteile haben Schlösser, die gewaltfrei nur einen richtigen Zusammenbau ermöglichen, deshalb habe zumindest ich die Teile nicht nummeriert.
Die Teile werden mit einem Teppichbodenmesser aus den Platten geschnitten und mit einem Schleifklotz versäubert.
Anschließend wird die Helling nach dem DIN A4 Übersichtsplan zusammengebaut und mit Weißleim an den Rändern auf ein beschichtetes Baumarkt-Regalbrett geleimt. Der Weißleim hält alles für den Bau ausreichend gut fest, geht aber anschließend wieder vollständig ab und man kann das Baubrett wieder verwenden.
Dabei unbedingt darauf achten dass ein rechter und ein linker Flügel gebaut wird, also die beiden Helling gespiegelt auf die Baubretter geleimt werden.
Der Leim sollte so aufgebracht werden, dass zwar die Stöße gut mit verklebt werden, aber dass sich kein Leim in die Nuten für die Rippen drückt. Sollte das trotzdem passieren, dann die Leimraupen mit einem kleinen Hölzchen entfernen.

Leider habe ich die Querstreben nur ein mal in die Frästeile kopiert, deshalb habe ich sie in der einen Helling nicht verklebt, sondern nur lose in Position gesteckt und nach dem trocknen der Nutleisten wieder vorsichtig für die zweite Helling heraus gelöst. In der Serie sind alle Teile dabei und alle Hellingteile können auf das Baubrett geleimt werden. Ansonsten sind die Passungen OK.
KleinIMG_5676.jpg
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Während die Helling auf dem Baubrett trocknet werden die nummerierten Rippen mit dem Teppichbodenmesser aus dem Baubrett geschnitten und die Haltestege sorgfältig abgeschliffen.
KleinIMG_5683.jpg
KleinIMG_5687.jpg
KleinIMG_5688.jpg
Anschließend können die Rippen probehalber in die Helling gesetzt werden um die Position zu finden, die Passung zu prüfen und den Anblick zu genießen ;-)
Die Rippen werden aber noch nicht mit der Helling verklebt
hier ist eine bestimmt Reihenfolge der Arbeitsabläufe einzuhalten weil man sonst das Holmrohr nicht mehr eingebaut bekommt.
KleinIMG_5689.jpg
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KleinIMG_5693.jpg
KleinIMG_5697.jpg
KleinIMG_5698.jpg
KleinIMG_5699.jpg
Das war der Stand am Donnerstag Abend nach 2-3 gemütlichen Baustunden.
Bevor ich zeige wie es am Freitag weiter ging geh ich erstmal in die Werkstatt um ein paar Verkastungen einzubauen ;-)

Gruß,

Uwe.
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tomslara

Re: MimaRES

Beitrag von tomslara »

Hallo Uwe,
sieht ja perfekt aus. :thumbup:
Nur weiter so, der Sonntag naht. :D
Gruß Thomas
Baui

Re: MimaRES

Beitrag von Baui »

Genial !
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

tomslara hat geschrieben: der Sonntag naht. :D
Jaja, ist ja noch ne Woche Zeit :P

Weiter gings Gestern am Feiertag mit dem verleimen der Rippen in der Helling.
Wichtig: die Rippen werden von außen nach innen mit Weißleim und zunächst nur bis zum Knickpunkt des Holmrohrs eingeklebt, also bis incl. (Birkensperrholz-) Rippe 4
Die äußeren Rippen 20-22 werden wegen ihrer geringeren Abstände manuell mit einem Winkel ausgerichtet, für alle anderen gibt es einen Rippenkamm.
Die äußere Rippe 22 ist konstruktiv noch nicht richtig eingebunden, deshalb ist sie auf den Bildern noch nicht eingebaut. Das muss ich im CAD noch ändern, die konstruktive Ausführung liefere ich dann nach sobald sie fertig ist.
KleinIMG_5701.jpg
KleinIMG_5704.jpg
KleinIMG_5705.jpg
Als nächstes werden die Holmrohre abgelängt und die Klebeflächen aufgerauht. Evtl ist eie Muffung des Rohrs abzuschleifen um die Rohrstücke ineinander stecken zu können.
Hier die Längen:
Steckungsrohr 12/10 mm = 195 mm
1. Außenrohr 12/10 mm = 200 mm, innen schräg an Rippe anpassen
2. Außenrohr 10/8 mm = 245 mm
3. Außenrohr 8/6 mm = 245 mm

Man braucht also 1 ganzes Rohr 12/10 mm und hat dann ~ 200 mm übrig
1/2 Rohr 10/8 mm ohne Verschnitt
1/2 Rohr 8/6 mm ohne Verschnitt
1 Steckungsstab 10 mm mit 200 mm Länge in der Seglerversion

Ich mußte alle Durchführungen der Holmrohre nacharbeiten. Es sind zwar Ellipsen, aber im Holzbau muss man immer etwas zugeben um klemmen beim montieren zu verhindern und das war hier wohl zu wenig. Ich werde die Löcher für die Serie noch so weit anpassen, dass man keine Schlüsselfeile braucht um die Holmrohre zu montieren. Die Aussparungen für die 1 x 3 mm Hilfsholme haben alle ohne jegliche Nacharbeit gepaßt, aber das kommt weiter unten.
Die Rohre werden so wie auf dem 1. Bild ineinander geschoben. Verklebt habe ich mit UHU-Plus nur innen im Rohr und langsam drehend das kleinere Rohr eingeschoben. Anschließend habe ich den Übergang von außen mit etwas dickflüssigem Sekundenkleber verklebt, beim aushärten die gerade Rohrflucht beachten.
KleinIMG_5706.jpg
KleinIMG_5707.jpg
KleinIMG_5708.jpg
KleinIMG_5710.jpg
Nach dem aushärten des Sekundenklebers, also bevor der UHU-plus fest wird, die Rohre in die Ausschnitte der Rippen schieben und an Knickstellenrippe 4 ausrichten.
Anschließend die Rippen 2 und 3 in die Helling leimen, sie haben noch Ausschnitte für die Hilfsgurte des Hauptholms.
Durch diese Ausschnitte oben und unten werden diese Hilsgurte aus 3 x 1 mm CFK geschoben, Länge ist genau 1 m.
Es hilft beim einschieben das vordere Ende des Kohleprofils leicht anzuschrägen.
Jetzt können Kohleholm außen und Hilsgurte mit Sekundenkleber fixiert werden.
KleinIMG_5711.jpg
KleinIMG_5712.jpg
KleinIMG_5714.jpg
KleinIMG_5715.jpg
Ich verschwinde jetzt mal wieder in die Werkstatt zu meiner Lieblingsarbeit verkasten :roll: ;-)

Gruß,

Uwe.
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Norbert1

Re: MimaRES

Beitrag von Norbert1 »

Hi Uwe
sieht ja sehr gut aus was du da baust werde weiter verfolgen und wieder mit den Augen stehlen :thumbup:

Norbert :)
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Nobby_segelflieger
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Re: MimaRES

Beitrag von Nobby_segelflieger »

Sedvus Uwe

Wieder mal eine Geniale Konstruktion von dir. Lese den Thread schon seit anfang an interresiert mit. :thumbup: :thumbup:
Sehr Hanglastige Grüße aus dem Südschwarzwald/Baden
DRANG zum HANG / Mitglied in der IG - Hangflug .eu / MFG - Gersbach
Jeti DC-16

Grüße Nobby
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Moritz
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Re: MimaRES

Beitrag von Moritz »

Hallo Uwe,

sieht super aus!
Wann bist Du mit dem Verkasten fertig- Bis SONNTAG 10 Uhr am Hang sind es nur noch 13 Stunden. :D

Viele Grüße,
Moritz
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

schulemz hat geschrieben:Wann bist Du mit dem Verkasten fertig- Bis SONNTAG 10 Uhr am Hang sind es nur noch 13 Stunden. :D
Hallo Leute,

danke für die Blumen, aber im Vergleich zu Attacus passt hier beim kleinen Schwesterchen verdammt vieles nicht :oops:
Zum Glück ist das ein Holzbau und man kann alles passend machen, aber es hält beim bauen auf.
Hätte ich Schlitzaugen wäre es reif für die Serie, aber mein Anspruch ist dass alles so passt wie vorgesehen und da ist im CAD noch ein bisschen was zu tun.

Verkasteung ist fertig bis auf die Ruderscharnierlinie, aber nach meiner Rechnung sind es noch 179 1/2 Stunden bis Sonntag 10:00 Uhr am Hang :roll: :P :D

Die nächsten Schritte sind das aufstellen der restlichen Rippen und verleimen mit der Helling. Bei der Wurzelrippe ist besonders darauf zu achten dass sie senkrecht steht und gerade ist. Dann wird das Steckungsrohr eingepaßt, aber noch nicht verklebt.
Mindestens auf einer Seite muss das Rohr für die asymmetrische Wurzelrippenaufdopplung 3 mm Überstand haben. Ich hab beiderseits etwas Überstand gelassen, das wird nachher beigeschliffen. Die doppelte Wurzelrippe 0a wird später auch dazu benutzt die letzten Spalte bei der Passung des Flügelanschluss abzudecken.
KleinIMG_5716.jpg
KleinIMG_5717.jpg
Jetzt werden die Hilfsholme aus 3 x 1 mm CFK-Profil eingezogen und mit CA verklebt. Dabei ist es ratsam die Wurzelrippe mit einem absolut geraden Profil zu verspannen, z. B. eine Aluprofil. Ich hab den Verbinder des verblichenen Pace genommen, das hat sich bei Attacus schon gut bewährt um die Wurzelrippen gerade zu halten. das Steckungsrohr wird noch nicht verklebt, das kommt später mit einem Füllstück.
KleinIMG_5718.jpg
KleinIMG_5723.jpg
KleinIMG_5724.jpg
KleinIMG_5725.jpg
Der Anschluß des Steckungsrohrs an das Holmrohr wird am Knick mit einem Füllstück versteift, das auch die Verbinderlänge begrenzt, schließlich braucht man keinen 400 mm langen 10 er Steckungsstab in einem 2 m RES-Flieger.
Ich hab das Füllstück aus 0,6 mm Sperrholz mit beidseitiger CFK-Belegung aus 0,5 x 10 mm Fertigprofilen gemacht weil das CFK gerade passend rum lag, aber ein 9 x 3 x 105 mm Sperrholzstreifen aus den Restplatten für die Birkenrippen geht genauso gut.
Das eine Ende das im schrägen Holmrohr zu leigen kommt wird elliptisch gerundet, das andere Ende an das nachher der Verbinderstab anstößt wird einfach gerade abgeschnitten.
Wenn alles passt, wird das Füllstück senkrecht stehend mit UHU plus an den Längskanten zu 2/3 in das Steckungsrohr geschoben, die Anschlußstelle im Holmrohr mit UHU plus FETT eingeschmiert und alles von der Wurzelrippe aus zum verkleben eingeschoben.
das Steckungsrohr wird NUR an Rippe 3 mit etwas dickflüssigem Sekundenkleber fixiert und der Steckungsrohranschluß an Rippe 4 mit dem restlichen als Fasermumpe eingedickten UHU plus vermufft. Der Kleber ist auf den Bildern noch nicht drauf.
KleinIMG_5726.jpg
KleinIMG_5727.jpg
KleinIMG_5728.jpg
KleinIMG_5729.jpg
KleinIMG_5730.jpg
KleinIMG_5731.jpg
Danach werden die Anschlußpunkte der Hilfsholme mit CA fertig verklebt und alles aushärten lassen.
Das war der Stand Gestern Abend / Heute früh nach ~ 1 1/2 Tagen Bauzeit und heute folgte das anbringen der Nasenleiste und die Verkastung der Hilfsholme, das zeige ich im nächsten Baupost.
KleinIMG_5732.jpg
KleinIMG_5733.jpg
KleinIMG_5734.jpg
Gruß,

Uwe.
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Hallo Leute,

ich versuch mal den Baubericht auf den Stand des Baufortschritts zu bringen.

Erstflug ist heute um 10:00 Uhr gelungen, MimaRES fliegt aber scheiße :roll: :twisted:





...... :D





Nöööööö, bis ich weiß ob das Modell gut oder schlecht fliegt wird es wohl noch ein bisschen dauern, aber wenn ich heute nicht fliegen gewesen wäre hätte ich zumindest den Rohbau vom Baubrett nehmen können....aber eins nach dem anderen.

Gestern war der 3. Bautag und "Tag der Verkastungen"
Die Hilfsholme habe ich mit senkrechtem 3 mm und 1,5 mm Balsa zu Doppel-T-Holmen versteift, nur die beiden Verlängerungsgurte des Hauptholms im Außenflügel habe ich beidseitig mit 1,5 mm Balsa als Kastenholm ausgeführt.
Bei mir funktioniert der Zuschnitt der Verkastungsbrettchen am besten wenn ich mit dem Meßschieber die Höhe notwendige Höhe messe und dann mit Geodreieck und Cutter die breite der Brettchen zuschneide. Mit dem Schleifklotz noch ein bisschen anpassen und mit dickem Seku verkleben. Wenn der auf den Fingern ausgehährtete Seku dick genug ist, klebt er die Brettchen an den Holmen beim einpassen endlich schneller als an den Fingern :shock:
KleinIMG_5744.jpg
KleinIMG_5745.jpg
KleinIMG_5746.jpg
KleinIMG_5747.jpg
KleinIMG_5748.jpg
Zwischendurch wird die Endleisten- und Ruderbeplankung vorgerichtet indem die Hinterkante angeschrägt wird um später eine messerscharfe Endleiste zu bekommen.
KleinIMG_5749.jpg
Verkastung Außenflügel als Kastenholm
KleinIMG_5750.jpg
KleinIMG_5751.jpg
KleinIMG_5752.jpg
Anschluß am Knick Steckungsrohr zum Holmrohr
KleinIMG_5753.jpg
KleinIMG_5754.jpg
KleinIMG_5755.jpg
Einbau der Unterseitenbeplankung der Endleiste und Ruder
Die Beplankung wird so ausgerichtet, dass sie möglichst durchgehend am ausgefrästen Absatz der Rippen anliegt und die Rippen in der Mitte der Beplankungsstege sitzen.....dann festklemmen und mit CA verkleben.
KleinIMG_5762.jpg
KleinIMG_5766.jpg
KleinIMG_5767.jpg
....und weiter gehts mit meiner Lieblingsarbeit verkasten, jetzt die Ruderstege. Dafür habe ich mir ein Sandwich aus 2 Lagen 3 mm Balsa mit 90° versetzten Faserrichtung gemacht. So ein Material könnte man keinem Baukasten beilegen weil es sich verzieht wenn man es nicht gleich einbaut, aber es hat große Vorteile. Die Schicht mit waagerecht liegender Faser kommt auf die Seite der Scharnierlinie und sorgt für eine Standfeste Ruderanschlagskante. Die Seite mit senkrechter Faser hat die richtige Orientierung die Beplankungen von Ober- und Unterseite auf Abstand zu halten ohne durch die Schubkräfte Risse zu bekommen.
Hier kommt auch ein Vorteil der Bauweise mit Pappelsperrholzrippen zum tragen, das Balsa darf ruhig ein kleines bisschen Übermaß haben, beim beischleifen merkt man gleich wann man auf die härteren Rippen kommt und nimmt nicht zu viel weg.

Zum ausrichten der Ruderverkastung sind in den Beplankungsteilen Schlitze eingefräst, an die das Balsa angelegt wird und die später als Schnittmarkierung zum austrennen dienen.
KleinIMG_5769.jpg
KleinIMG_5771.jpg
KleinIMG_5773.jpg
Vor dem verschleifen der Verkastung wird noch die Verkastung der Diagonalstreben der Erleichterungslöcher aus 3 mm Balsa geschnitten und mit dickem CA oder besser UHU-Hart eingeklebt (ich hab leider keinen mehr und das ist nachher sicher der Grund dass die Karre viel zu schwer wird :mrgreen: )
KleinIMG_5774.jpg
KleinIMG_5776.jpg
KleinIMG_5777.jpg
KleinIMG_5778.jpg
KleinIMG_5781.jpg
Hier ist Ende von Bautag 3 am gestrigen Samstag, weiter gehts im nächsten Post mit dem was ich heute gemacht habe, aber vorher kleb ich erst noch das letzte Teil der Oberseitenbeplankung auf.

Gruß,

Uwe.
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Beplankung Oberseite ist fertig aufgeklebt und härtet jetzt aus.

Die letzten Bilder waren die Ruderverkastung vor dem beischleifen, hier jetzt noch mal grob bei Tageslicht und dann der Zustand bevor die Oberseitenbeplankung aufgeklebt wird......also Bautag 4.
Man sieht am Ende deutlich die unterschiedliche Faserorientierung des Verkastungsmaterials. Nach dem austrennen der Ruder wird eine normale V-Kehle für Anschlag auf der Unterseite angeschliffen, die Ruderdicke ist mir diesmal mit maximal 5 mm zu gering um eine Pseudo-Hohlkehle zu bauen, auch wenns schöner aussehen würde. Man sieht auch das Rippenfeld für die Anlenkung, bei dem der Hohlraum im Ruder durch einen Sperrholzstreifen und Epoxy für die Krafteinleitung verstärkt wurde.
KleinIMG_5784.jpg
KleinIMG_5785.jpg
KleinIMG_5786.jpg
KleinIMG_5788.jpg
KleinIMG_5790.jpg
KleinIMG_5792.jpg
KleinIMG_5793.jpg
Die nächsten Bilder muss ich erstmal von der Kamera herunter laden und verkleinern, dann gehts weiter......


Gruß,

Uwe.
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

....mit diesen Bildern ist der Baubericht nach etwa 3 Tagen Bauzeit beim Stand in der Werkstatt angekommen.

Die Beplankung der Endleistenoberseite wird hinten genauso scharf ausgeschliffen wie bei der Unterseite und dann wird das Teil mit vielen Klammern, Leisten für einen geraden, wellenfreien Endleistenverlauf und Gewichten für vollflächige Verklebung auf die Rippen, Unterseitenbeplankung und Ruderverkastung gebabbt.
KleinIMG_5815.jpg
Gestern hab ich noch ein Ballastrohr aus Kohleschlauch laminiert. Als Kern hab ich ein 10er Alurohr verwendet und 5-6 Wicklungen Backpapier nach Bernds Tipp aus dem Attacus-Thread mit PVA auf das Kernrohr geklebt. Das hat recht gut funktioniert, danke für den Tipp Bernd :thumbup:
In der Serie wird es kein Ballastrohr geben weil ich im normalen Handel kein Rohr mit 11 mm Außendurchmesser und mehr als 10 mm Innendurchmesser gefunden habe. Mehr Durchmesser passt in den voraussichtlichen Schwerpunkt nicht rein und die Reststege der Rippen werden da schon so dünn, dass sie nach dem abschneiden der Füße nur mit dem Rohr drin halten. Die Löcher offen zu lassen würde unweigerlich zu einem brechen der Rippen führen.
Hier das Rohr vor dem entformen:
KleinIMG_5817.jpg
Aufbringen der Beplankung im Wurzelbereich, man sieht auch das eingebaute Ballastrohr hinten.
Die Keilzinkenverbindung der Beplankung klebe ich mit dickflüssigem CA, lege eine dickere PE-Folie darauf (Windsperre aus dem Baumarkt, CA klebt das Zeug nicht) und dann ein flaches Gewicht drauf. Das Ergebnis nach grobem beischleifen ist auf einem der Bilder zu sehen.
KleinIMG_5819.jpg
KleinIMG_5820.jpg
KleinIMG_5822.jpg
KleinIMG_5823.jpg
KleinIMG_5824.jpg
Als nächstes möchte ich den Einbau der Spoiler und Elevon-Servos noch vorbereiten solange die Flügel auf dem Baubrett liegen, aber jetzt hat das Teil erstmal Ruhe zum aushärten der Verklebungen, es wird in den nächsten Tagen langsamer vorwärts gehen......aber es gibt ja vor dem Bespannen auch nicht mehr allzu viel zu tun ;-)

Gruß,

Uwe.
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st_canoe
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Re: MimaRES

Beitrag von st_canoe »

Sensationell!

Der Flieger gefällt mir richtig gut! Und ich lerne bei jedem Bild was Neues dazu!

Viele Grüße, steve
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Mister123
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Re: MimaRES

Beitrag von Mister123 »

Hey Uwe!

Super Modell! Wo findet denn am Sonntag der Erstflug statt?? 10uhr Pack ich zwar nicht, aber danach wäre ich gerne dabei.
Wobei ich ja weis das du sowas gerne alleine machst.....;-)
Hab hier auch noch was liegen was auf den Erstflug wartet ;)

Gruß Tobi
Heb nicht ab vom Acker, ohne deinen Tacker!
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Ja, also Tobi....... ich war auf Reisen und jetzt komm ich grad von einer Geburtstagsfeier, ob ich bis Sonntag fertig werde ist noch unklar, aber die KST-Servos von Andreas seiner Modellflugwelt sind praktisch sofort gekommen.
Im Job ist wegen einem oder drei Volldepp(en) die Kacke am dampfen, deshalb weiß ich nicht ob ich genug Freizeit hab um bis Sonntag mit Servoeinbau und Bespannung fertig zu werden, hab seit letzten Montag nix mehr machen können :x .
Den Erstflug werd ich auf jeden Fall alleine in gewohnter Umgebung und Ruhe ohne "gut gemeinte Kommentare" machen, da hab ich aus dem Minirock-Desaster gelernt, aber danach fahr ich im Erfolgsfall je nach Windrichtung zu einem Hang mit Gesellschaft. Ich schick Dir eine sms wenns nicht der Büchert ist.

Gruß,

Uwe.
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Peter V.
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Re: MimaRES

Beitrag von Peter V. »

UweH hat geschrieben:Den Erstflug werd ich auf jeden Fall alleine in gewohnter Umgebung und Ruhe ohne "gut gemeinte Kommentare" machen ( ....) :shock: (....)

Uwe.
und gerade wollte Ich unbedingt vorbeikommen, mit Käse usw. :D :roll:

Tobi, machen wir es zusammen.
Wass hasst Du für Erstflug? :)

Im ganzen :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Grüssen,

Peter

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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Hallo Leute,

es wird Zeit den Baubericht abzuschließen, aber wie Glück und Unglück oft sehr nah beieinander liegen war auch der heutige Tag von Erfolg und Misserfolg kurz nacheinander bestimmt. MimaRES ist heute erstmals geflogen, hat aber den Flugtag wegen Störung zwischen meinen Ohren leider nicht überlebt :(

Aber eins nach dem anderen, zunächst weiter mit dem Baubericht.

Nach dem trocknen der Beplankung werden die Spoilerkästen gebaut und die Servobretter eingeklebt.
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Ich hab im Nasenbereich die Beplankung nochmal geändert weil sie für meinen Geschmack zu stark eingefallen ist. Ich hab ein Stück quergemasert eingeschäftet, für die Serie überleg ich mir da noch was.
Anschließend können die Flügel vom Baubrett geschnitten werden. Ich hab dazu das eine Ende eines Metallsägeblatts mit Kreppband umwickelt und benutze es als Zugsäge.
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Gleich gehts mit ein paar Bildern vom zusammengesteckten Rohbau weiter.
Dateianhänge
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Nach dem abnehmen der Flügel werden die Reste der Rippenfüße sorgfältig abgeschliffen.
Die einseitige Wurzelrippenaufdopplung wird auf das Steckungsrohr der Seite mit der großen Multilockbohrung aufgesteckt und alles genau fluchtend zusammengeklammert. Damit die Wurzelrippen an der Trennstelle passen, hab ich mit ein paar dünnen Sperrrholzstreifen die notwendige Luft an der Verklebung der Rippenufdopplung eingestellt. Anschließend werden die restlichen Verklebungen der Steckungsrohre und der Doppelrippe mit dickem CA ausgeführt.
Jetzt werden auch die Kevlarrovings gegen aufspleißen um die Holmenden gewickelt und mit dünnen CA fixiert.
Als nächstes kann die Unterseitenbeplankung im Mittelstückbereich aufgeleimt werden, ich hab den hinteren bereich konventionell mit UHU-Hart geklebt, aber die Nasenbeplankung mit anderer Hauptfaserrichtung mit Holzleim aufgebügelt.
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Die Winglets des Prototyps sind hohl aus 2 x 0,4 mm Sperrholz mit Balsafüllung und 3 x 1 mm Kohleholm aufgebaut. Die Balsafüllung wird für eine elliptische Nasenleistenkontur und scharfe Endleiste vor dem schließen der Beplankung profiliert. So ein Winglet wiegt flugfertig mit Steckung 6 Gramm.
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Hier also ein paar Bilder vom montierten Rohbau, es gab ja schon welche davon bei den Werkstattbildern zu sehen
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Jetzt können die Ruder ausgeschnitten und angefast werden, ich benutze dafür einen größeren Cutter, aber unbedingt mit Lineal.
Auf der Flügelseite habe ich nur angeschrägt, auf der Ruderseite habe ich auf die Schräge noch zusätzlich einen Streifen 0,6 mm Sperrholz geklebt, den sieht man hier zusammen mit der Wingletsteckung, aber dann auch noch auf Bildern im nächsten Post.
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

...und weiter gings.
Die Spoiler bestehen bei mir aus einem Sandwich 2 x 30g/m² Kohlevlies und 1 mm Balsa, das hatte ich mir für ARES light im Vacuum gepreßt und der Rest reichte noch ür die MimaRES-Klappen. Dazu kommt je eine Kulisse aus 1 mm Buchensperrholz und die Dymond D37-Servos mit Holzrahmen aus dem gecrashten ARES light.
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Einbau Flitschenröhrchen.
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Einbau Flapletsteckung mit UHU plus, die ist mit der dünnen Ruderabschlußrippe und 2 Stück 1,5 mm Stahldraht recht filigran und eine Schwachstelle des Prototyps, für die Serie ist das im CAD bereits geändert und in der dickere und nun doppelten Endrippe sind 2 x 3 mm -Bohrungen drin.
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Einbau der KST 245 -Servos in Sperrholzrahmen mit Überkreuz-Anlenkung
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Hier noch mal die Wingletsteckung im Rohbau, die Sicherung im Flugbetrieb erfolgt mit etwas Tesa
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Fertige Spoileranlenkung im Rohbau
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Der Kabelbaum. Auf einer Seite des Flügels ist der 4-zellige 2000er Eneloop eingebaut und mit normaler Servostecker-Buchse-Verbindung angeschlossen. Geladen wird der Akku über die Buchse nach trennen des Anschlusses. Über den Multiplexstecker gehen auf 4 Pins die beiden Servos des Akkuflügels mit zusammengefaßten Plus und Minus. Über die beiden restlichen Pins gehen Plus und Minus des Akkus auf den Empfänger im anderen Flügel, an den die Servos dieser Seite direkt angeschlossen sind.
Steckt man den Multiplexstecker zusammen, dann wird der Empfänger eingeschaltet und gleichzeitig sind die Servos des Akkuflügels angeschlossen. Dann noch Flügel mit dem Multilock zusammen stecken und fliegen.
Also einmal Stecker zusammen und alles läuft. Akku und Schrumpfschläuche auf den Bildern sind noch nicht fertig gewesen.
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Weiter gehts im nächsten Post mit dem fertigen Modell und ein paar Flugeindrücken
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Moritz
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Re: MimaRES

Beitrag von Moritz »

Hallo Uwe,

herzlichen Glückwunsch zum Erstflug! Ich hoffe es ist nicht zu viel kaputt gegangen. :cry:
Ich bin auf Deinen restlichen Bericht mit den Flugbildern gespannt.
Die MimaRES sieht einfach zu schön aus.

Viele Grüße,
Moritz
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

und weiter gehts nach der gestrigen Bügelorgie mit dem fertigen Modell,
Fluggewicht letztlich doch gewaltige 850 Gramm incl. 90 Gramm Trimmblei, für den RES-Wettbewerb damit völlig ungeeignet, trotz "nur" etwa 19 g/dm² Flächenbelastung.
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Beim Erstflug gab es zunächst ein kleines Problem weil die Höhenrudertrimmung zu gering war und die Querruder falsch rum liefen.... hab mehrmals die Höhenlaufrichtung kontrolliert und dabei bei Quer geschlampert :oops: ...aber der 3. Handwurf brachte dann eine große kontrollierte Flugrunde mit Landung bei Fuß, dann gings an die Mädchenflitsche. Der Schwerpunkt aus dem FLZ Vortex mit 8 % Stabilitätsmaß hat zunächst gut ausgesehen, aber nach trudeligen Überziehtests hab ich doch noch mal 15 Gramm Trimmballast nachgeladen.

Hier ein paar Flugbilder:
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Michael meinte dass der RESolution neben dem GezoRES aussieht wie ein Schuhkarton, das gleich könnte man nun vom ARES neben dem MimaRES sagen
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Wie fliegt MimaRES nun? Hier ein paar Stichpunkte:
- Minimalgeschwindigkeit höher als bei ARES, es fehlt Maximalauftrieb, das wird im Hochstart für den Wettbewerb nix
- Thermikempfindlichkeit gut, ähnlich wie bei ARES soweit man das beim heutigen trüben Novemberwetter sagen kann
- Sinkgeschwindigkeit etwas schlechter als beim ARES Prototyp und viel schlechter als bei GezoRES
- Gleiten im hohen cA-Bereich etwas schlechter als bei ARES, aber im Schnellflug spürbar besser und viel besser als bei GezoRES
- Speed, Dynamik und Penetration für unter 20 g/dm² Flächenbelastung sehr gut
- Wendigkeit ausgezeichnet, Rollen kommen gut
- ich hab den Eindruck die Flaplets verursachen eine Art Seitenrudereffekt, bei schnellen Wenden springt der Flieger nach dem anrollen um die Wende, den Eindruck hatte ich schon bei ARES Mini

Die Gutmütigkeit hat heute noch etwas zu wünschen übrig gelassen, zu große Höhenruderausschläge quittiert das Modell mit Trudeln und Taumelsturz, nach Reduktion der Maximalausschläge war das aber kaum noch zu provozieren. Vielleicht sind die Winglets noch nicht optimal, auffälliges schieben war nur am Anfang bei hinterer Schwerpunktlage zu sehen, aber noch nicht problematisch fürs Handling, auch nicht bei Kurvenwechselsituation.
Vielleicht bringt eine Kombination aus etwas größeren Winglets und der hinteren Schwerpunktlage das beste Handling?

Ganz großes Problem: Ruderflattern trotz Mädchenflitsche, das sich auf das ganze Flugzeug überträgt.
Die dünnen, gelochten Ruder mit der weit innen liegenden Anlenkung sind definitiv viel zu torsionsweich für die Flapletauslegung.
Hier muss ich mir noch intensiv Gedanken machen wie das gelöst werden kann. Ich muss mal schaun ob die Servos noch ein Rippenfeld weiter nach außen rutschen können und die Löcher müssen zwischen Anlenkpunkt und Flaplet weg.
Die Löcher in den Rudern sehen schön aus, aber jetzt bin ich froh dass ich das bei Attacus nicht vorgesehen habe, das hätte sicher die selben Probleme wie hier bei MimaRES gegeben.

Leider bin ich bei der Fliegerei am Osthang dann unkonzentriert leichtsinnig geworden. bei einer angesetzten Rolle bei langsamer Fahrt fast direkt über mir war die Fluglage schlecht einzuschätzen und eine Störung zwischen den Ohren hat dazu geführt dass es statt gescheit mit viel drücken rum zu steuern im flotten Abwärtsflug zum Einschlag kam, es lag an mir und meiner blödheit, das Modell kann nix dafür :oops:
Der linke Flügel ist nicht mehr zu reparieren, viele Rippen sind nur noch Brösel und alle Holme haben Brüche.
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Ich werde die Überarbeitungen fertig machen, die Erfahrungen bis jetzt einfließen lassen und dann noch mal neu bauen.
Von der Flugleistung und Optik her lohnt es sich das Modell zu verbessern und die bisherigen Probleme zu lösen, auch wenn es jetzt leider noch etwas dauert bis die Serie zur Verfügung steht.
MimaRES ist zwar kein RES-Wettbewerbsmodell, könnte aber ein idealer, kompakter Immer-Dabei- und Urlaubsflieger werden.

Ich versuch mal noch ein Video von den Erstflugversuchen heute zu schneiden, viel hab ich aber nicht gefilmt.

Gruß,

Uwe.
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Norbert1

Re: MimaRES

Beitrag von Norbert1 »

Hi Uwe
Ja was soll man sagen erst mal der Flieger sieht rattenscharf aus einfach toll :thumbup: :thumbup:
nur das er so schnell kaputt ist das ist schade , mein Beileid doch bin ich auch gespannt auf das Video
so wie ich dich kenne steckst du den Kopf in den Sand und die Evolution stufe 2 wird der Hit :D :D

Norbert,
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UweH
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Re: MimaRES

Beitrag von UweH »

Norbert1 hat geschrieben:gespannt auf das Video
so wie ich dich kenne steckst du den Kopf in den Sand
Nöö, ich steck höchstens die Füß in hoasen Sand mit der Bottle Rotwein in der Hand :roll: :D

...aber hier ist das Video:


https://vimeo.com/79627764

Vimeo-Video: http://vimeo.com/79627764


Gruß,

Uwe.
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Baui

Re: MimaRES

Beitrag von Baui »

Hallo Uwe,

Glückwunsch zum Erstflug !!

(trotz der kleinen Rück- bzw. Einschläge ;-) )
Ich find das Design einfach nur schön ...

Weitermachengrüße
Matthias
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