und weiter gehts nach der gestrigen Bügelorgie mit dem fertigen Modell,
Fluggewicht letztlich doch gewaltige 850 Gramm incl. 90 Gramm Trimmblei, für den RES-Wettbewerb damit völlig ungeeignet, trotz "nur" etwa 19 g/dm² Flächenbelastung.
Beim Erstflug gab es zunächst ein kleines Problem weil die Höhenrudertrimmung zu gering war und die Querruder falsch rum liefen.... hab mehrmals die Höhenlaufrichtung kontrolliert und dabei bei Quer geschlampert

...aber der 3. Handwurf brachte dann eine große kontrollierte Flugrunde mit Landung bei Fuß, dann gings an die Mädchenflitsche. Der Schwerpunkt aus dem FLZ Vortex mit 8 % Stabilitätsmaß hat zunächst gut ausgesehen, aber nach trudeligen Überziehtests hab ich doch noch mal 15 Gramm Trimmballast nachgeladen.
Hier ein paar Flugbilder:
Michael meinte dass der RESolution neben dem GezoRES aussieht wie ein Schuhkarton, das gleich könnte man nun vom ARES neben dem MimaRES sagen
Wie fliegt MimaRES nun? Hier ein paar Stichpunkte:
- Minimalgeschwindigkeit höher als bei ARES, es fehlt Maximalauftrieb, das wird im Hochstart für den Wettbewerb nix
- Thermikempfindlichkeit gut, ähnlich wie bei ARES soweit man das beim heutigen trüben Novemberwetter sagen kann
- Sinkgeschwindigkeit etwas schlechter als beim ARES Prototyp und viel schlechter als bei GezoRES
- Gleiten im hohen cA-Bereich etwas schlechter als bei ARES, aber im Schnellflug spürbar besser und viel besser als bei GezoRES
- Speed, Dynamik und Penetration für unter 20 g/dm² Flächenbelastung sehr gut
- Wendigkeit ausgezeichnet, Rollen kommen gut
- ich hab den Eindruck die Flaplets verursachen eine Art Seitenrudereffekt, bei schnellen Wenden springt der Flieger nach dem anrollen um die Wende, den Eindruck hatte ich schon bei ARES Mini
Die Gutmütigkeit hat heute noch etwas zu wünschen übrig gelassen, zu große Höhenruderausschläge quittiert das Modell mit Trudeln und Taumelsturz, nach Reduktion der Maximalausschläge war das aber kaum noch zu provozieren. Vielleicht sind die Winglets noch nicht optimal, auffälliges schieben war nur am Anfang bei hinterer Schwerpunktlage zu sehen, aber noch nicht problematisch fürs Handling, auch nicht bei Kurvenwechselsituation.
Vielleicht bringt eine Kombination aus etwas größeren Winglets und der hinteren Schwerpunktlage das beste Handling?
Ganz großes Problem: Ruderflattern trotz Mädchenflitsche, das sich auf das ganze Flugzeug überträgt.
Die dünnen, gelochten Ruder mit der weit innen liegenden Anlenkung sind definitiv viel zu torsionsweich für die Flapletauslegung.
Hier muss ich mir noch intensiv Gedanken machen wie das gelöst werden kann. Ich muss mal schaun ob die Servos noch ein Rippenfeld weiter nach außen rutschen können und die Löcher müssen zwischen Anlenkpunkt und Flaplet weg.
Die Löcher in den Rudern sehen schön aus, aber jetzt bin ich froh dass ich das bei Attacus nicht vorgesehen habe, das hätte sicher die selben Probleme wie hier bei MimaRES gegeben.
Leider bin ich bei der Fliegerei am Osthang dann unkonzentriert leichtsinnig geworden. bei einer angesetzten Rolle bei langsamer Fahrt fast direkt über mir war die Fluglage schlecht einzuschätzen und eine Störung zwischen den Ohren hat dazu geführt dass es statt gescheit mit viel drücken rum zu steuern im flotten Abwärtsflug zum Einschlag kam, es lag an mir und meiner blödheit, das Modell kann nix dafür
Der linke Flügel ist nicht mehr zu reparieren, viele Rippen sind nur noch Brösel und alle Holme haben Brüche.
Ich werde die Überarbeitungen fertig machen, die Erfahrungen bis jetzt einfließen lassen und dann noch mal neu bauen.
Von der Flugleistung und Optik her lohnt es sich das Modell zu verbessern und die bisherigen Probleme zu lösen, auch wenn es jetzt leider noch etwas dauert bis die Serie zur Verfügung steht.
MimaRES ist zwar kein RES-Wettbewerbsmodell, könnte aber ein idealer, kompakter Immer-Dabei- und Urlaubsflieger werden.
Ich versuch mal noch ein Video von den Erstflugversuchen heute zu schneiden, viel hab ich aber nicht gefilmt.
Gruß,
Uwe.