Alex k. hat geschrieben: Momentan bin ich froh, wenn ich mal vor 24:00 Uhr ins Bett komme...
.....das schaff ich seit 3 Jahren nur ganz selten
Ich hab mal Probestücke für einen möglichen Hartschalenaufbau der kleine Ho VI vorbereitet.
Zunächst macht die Verwendung der Microballons von R&G einen gewaltigen Unterschied zu denen aus dem Yachtzubehör die ich mal bei einem Bootsfahrenden Kollegen mitbestellt hatte. Die von R&G fließen viel besser und entmischen sich kaum wenn die Mumpe mit Spiritus verdünnt wird, das läßt sich wesentlich besser verarbeiten und ich glaube auch das ausgehärtete Ergebnis wird viel näher an der Flexhartschale sein die ich erreichen möchte.
Hier das Bild der Probeschale mit 4 Streifen, die verschieden aufgebaut sind:
Allen Aufbauten gemeinsam ist dass ich das Harz bis zur pastösen Konsistenz mit R&G-Microballons eingedickt und anschließend mit Spiritus wieder streichfähig eingestellt habe, die Alkohol-Beimischung war etwa 30 Volumen %. Die Verstärkungslagen sind alle ausschließlich mit dieser verdünnten Mumpe getränkt.
Die Mumpe hab ich auch auf die Formoberfläche aufgebracht, aber beim Flügelbau gehört da natürlich eine richtige Deckschicht aus 2K-Lack oder Vorgelat rein (ich hab aber auch gute Erfahrungen mit Revell-Plastikmodellbau-Lack gemacht

):
Die Aufbauten von links nach rechts,
1. der schmale schwarze Streifen ganz links:
- Glas G 54
- Kohle 80 g
ferdisch
2. der schmale schwärzlich-weiße Streifen
- Glas G54
- Kohle 80 g
- Glas G54
3. der breite weiße Streifen
- Glas G54
- Glasvlies 30 g (für Polyesterverarbeitung)
- Glas G54
4. der breite schwärzlich weiße Streifen ganz rechts
- Glas G54
- Kohlevlies 20 g
- Glas G54
Das Kohlevlies scheint ein geiles Zeug zu sein, aber ich weiß noch nicht ob es sich in 2-achsig gekrümmte Formoberfächen blasenfrei einlegen läßt, es ist ungetränkt sehr steif. In dieser fast ebenen Testform ließ es sich sehr gut verarbeiten, die Fasern verschieben sich beim tränken nicht
Das dickste Laminat ist das mit dem 30er Glasvlies geworden und mit den R&G-Microballons läßt sich die "Ersatzstützstoffdicke" gut gleichmäßig einstellen, aber ich glaube dass auch die dünnere Schale mit dem Kohlevlies eine gute Beulsteifigkeit bekommen wird.
Ziel der Hartschalenversuche ist ein Laminat das hart, elastisch und leicht ist, aber bei dem sich trotzdem die Einbauten wie Holme, Klappenstege, Umlenkhebellagerung usw. nicht störend in der Oberfläche abzeichnen. Es sollte möglich sein die Ho VI in Hartschalenbauweise flatterfest mit unter 30 g/dm² Flächenbelastung bauen zu können.
Ein Focus von Markus Becker mit seiner sehr guten Hartschale geht bei etwa 32 g/dm² los.
Am liebsten würde ich das Testlaminat in den Ofen schieben und heiß härten um vor dem schlafen gehen das Ergebnis zu haben, aber ich glaube ich werde mich beherrschen und die Bedingungen des Flächenbaus schon jetzt einhalten...also wenn tempern, dann nach der Kalthärtung
Gruß,
Uwe.