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TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 22. Feb 2015, 12:17
von Löschknecht
Hallo Zusammen,

nachdem die ersten MiniRöcke (MR) schon fliegen und im stillen gebaut worden sind finde ich ist es Zeit einen Bau auch mal zu zeigen. Ob ich der richtige dafür bin wird sich zeigen ;-)

Mein Vorhaben: Ich möchte einen MR in Stützstoff und Spreadtow Optik bauen.

Da ich zum ersten Mal Spreadtowgewebe verwende habe ich, um möglichst geringen Schaden zu produzieren, zunächst mit der Finne begonnen. Hierfür hatte ich ja zwei Mal die Urmodell gefräst und somit waren wir schon vertraut ;-)

Nachdem trennen der Form wurde zunächst sämtliches Gewebe und der Stützstoff zu geschnitten. Der Stützstoff, ich verwende Airex C70.55 in 1,2mm Stärke, wird danach noch ringsum etwas angefast. Im Bereich der Ruder wurde er keilförmig geschliffen. Nachdem ich diese Arbeit einmal mit einer Schleiflatte gemacht habe verwende ich nun meinen Multimaster (Schwingschleifer) mit 80er Papier.
Klappt prima mit der Bastelschere vom Töchterchen
Klappt prima mit der Bastelschere vom Töchterchen
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Finne_Zuschnitt.jpg
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Anschliessend habe ich die einzelnen Gewebezuschnitte gewogen und entsprechend Harz in die Form mit einem Borstenpinsel eingebracht.

Beginnend mit 25g/m² Glasgewebe von HP
Finne_25erGlas.jpg
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Das Gewebe habe ich lediglich aufgelegt. Nach ein paar Minuten hat es sich selbstständig vollgesaugt und wird noch etwas mit dem Pinsel zurecht getüpft.
Finne_25erGlas_Abtupfen.jpg
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Danach habe ich etwas Toilettenpapier aufgebracht, um soviel eingebrachtes Harz wieder aufzunehmen. Das Papier habe ich wieder ein paar Minuten liegen lassen und vor dem entfernen noch mal mit einer festen Rolle abgerollert.

Die gleiche Prozedur folgte mit dem Spreadtow
Finne_Spread.jpg
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Abschliessend wurde der Stützstoff aufgelegt und beschwert. Alles zusammen habe ich dann etwas angelieren lassen. Zu guter Letzt kam noch 25g/ m² Glas als Innenlage zum Einsatz und alles in den Sack. Hiervon habe ich vergessen Bilder zu machen.

Nun war 24 Stunden warten angesagt. Danach wurde besäumt:
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Als Steg dient ein stinknormaler Strohhalm im Glasschlauch. Dieser wurde mit kleinen Harzpunkten fixiert.
Finne_schliessen.jpg
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Und die Form zugemacht und fixiert
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Und wieder gewartet. Man braucht schon etwas Zeit... :)
Finne Waage.jpg
Nachdem besäumen noch schnell auf die Waage und dann auf den Laufsteg...
Finne_Ergebnis.jpg
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Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und werde diese Vorgehensweise für den Bau des Flügel ebenfalls anwenden.

ciao Timo

verwendete Materialien Finne

Verfasst: So 22. Feb 2015, 12:19
von Löschknecht
Trennmittel: Carnauba Wachs von HP
Harz: L385 von Bacuplast

Gewebe: 25g/ m² Glasgewebe Leinen, 80g/ m² Spreadtow

Stützstoff: Airex C70.55 1,2mm

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 22. Feb 2015, 12:33
von UweH
Hallo Timo, Optik und Gewicht Deiner Finne sind sensationell, gute Arbeit :thumbup:

Zur Belegung für weitere Nachbauer noch eine Anmerkung von mir aus der Flugerfahrung: die Finne hat unten am hinteren Ende des Fußes einen wunden Punkt, bei Drehern oder Überschlägen beim Landen gibt es an der Stelle sehr schnell Risse, deshalb sollten in den Wurzelbereich der Finne oberhalb des Fußes ein paar Rovings vom Strohhalmholm bis in die Endleiste beidseitig längs eingelegt werden. Das wiegt fast nix, verlängert die Lebensdauer der Finne aber ungemein.

Gruß,

Uwe.

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: Sa 28. Feb 2015, 21:28
von Löschknecht
Servus Zusammen,

bei mir ging es die Tage mit dem Flügel weiter. Zunächst musste poliert, eingetrennt, abgeklebt und lackiert werden:
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Als erstes folgte wieder eine 25g/ m² Glasfilament Leinen Gewebelage. Danach kam ein Roving in die Nase.
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150g/ m² Basaltgewebe in 45° zugeschnitten
MR_OS_25erGlasBasalt.jpg
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80g/ m² Spreadtow selbstverständlich in 45°, in die Nase Kevlar. Grammatur müsste 170g/ m² gewesen sein. Habe ich aber gerade vergessen. Kann ich bei Bedarf nachreichen
MR_OS_KevlarSP.jpg
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Zwischendurch wurde immer wieder mit Küchenkrepp abgetupft. Als nächstes hatte dann der Stützstoff zeit etwas anzugelieren.
MR_OS_Stützstoffeinlegen.jpg
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Als Innenlage habe ich eine 49g/ m² Glasfilament Leinen Gewebelage verwendet. Abreißgewebe drauf und abgesaugt. Am nächsten Tag dann besäumt und Platz auf dem Tisch gemacht für die Unterseite.

Auf der Unterseite habe ich zunächst die Nasenleiste im lackierten Bereich und die späteren Vertiefungen für die Servodeckel mit Mumperaupen belegt.
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Danach ging es weiter wie bei der Oberseite. ABER aufgepaßt! Auf die Unterseite muss das Scharnierband mit rein. Ratet mal wer es fast vergessen hat ;-)
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Und zum Schluß wieder abgesaugt:
MR_US_Abjesaugt.jpg
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Soweit bis hier von mir.

Nun habe ich aber noch eine wichtige Frage an meine Vorbauer.

Wie habt ihr denn die Endleiste auf der Unterseite besäumt? Auf der Oberseite ist ja die Blutrinne aber unten? Stehe ich gerade auf dem Schlauch. Als nächstes erfolgt dann das Zusammenfügen von Ober- und Unterschale. Dabei werden sowohl die Klappenstege als auch der Holmsteg Nass in Nass verarbeitet.

Mal schauen, wann ich dazu komme. Ich hoffe auf morgen rechne aber mit im Laufe der nächsten Woche.

In diesem Sinne,

ciao Timo

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 00:07
von UweH
Löschknecht hat geschrieben:Wie habt ihr denn die Endleiste auf der Unterseite besäumt? Auf der Oberseite ist ja die Blutrinne aber unten?
Hallo Timo, ich weiß jetzt nicht genau was Du meinst?

Grundsätzlich ist die Endleiste 5 mm breiter als der fertige Flügel, das heißt die Blutrinne auf er Oberseite ist genau 5 mm hinter der späteren Endleistenkante des fertigen Fliegers und die 5 mm müssen später abgeschnitten werden.
Wenn ich richtig verstehe was Du meinst bedeutet das für Dich dass Du das eingesaugte Lamiant irgendwie auf Niveau der Trennebene bringen musst, dann die Ober- und Unterschale mit Mumpe verkleben und nach dem entformen die Endleiste 5 mm vor der Blutrinnenkante besäumen.
Passt die Erklärung?

Gruß,

Uwe.

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 09:27
von jonasm
Timo, bei der Finne hattest du ja schon geschrieben, dass du das 25g Glas nach dem Tränken nochmal abtupfst, nur um danach das Spread einzulegen und wieder Harz draufzurollern. Bei dem Flügel hast du es ja wahrscheinlich genauso gemacht. Wenn doch eh nach dem Glas wieder Gewebe in die Form kommt, nimmt man doch besser das überschüssige Harz aus der ersten Lage um die Zweite zu tränken. Und wenn das nicht reicht, dann bei Bedarf noch Harz zugeben. Alle Arten von Gewebe und vor allem SpreadTow lassen sich von unten deutlich besser tränken als von oben, da die im Gewebe eingeschlossene Luft besser entweichen kann.

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 09:48
von Löschknecht
Servus Uwe,

d.h. ich muß wenn ich die Form schliesse 5mm vor der Blutrinne die Mumperaupe legen? Sonst liegt die Verklebung ja ausserhalb des Flugels, was mit Sicherheit nicht ganz so optimal ist ;-) Die Stege usw. kommen ja sowieso auf der Oberseite wg. der Positionierungsschablonen für die Klappenstege...

Servus Jonas,

schade, dass Du den Einwand jetzt erst gebracht hast. Jetzt muss ich ja noch einen Flieger bauen, um diesen Tipp umzusetzen. :P Macht ja auch Sinn das überschüssige Harz der Schicht vorher zu nutzen. Nur dachte ich, dass dieses Harz schon zu "alt" ist, da es schon eine Stunde liegt. Davon 30 - 45 Minuten mit Küchenrolle oder Klopapier drauf. Oder spielt das keine so große Rolle?

Wie bereits geschrieben bin ich auf das L385 Harz umgestiegen, da ich so entschieden mehr Zeit (120Min Topfzeit eher 180 :thumbup: ) habe. Beim HP Harz habe ich immer das Problem, dass es mir zu schnell angeliert.

ciao Timo

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 10:47
von UweH
Löschknecht hat geschrieben:d.h. ich muß wenn ich die Form schliesse 5mm vor der Blutrinne die Mumperaupe legen? Sonst liegt die Verklebung ja ausserhalb des Flugels, was mit Sicherheit nicht ganz so optimal ist ;-)
Hallo Timo, der Spalt zwischen Ober- und Unterschale läuft an der Endleiste über diese 5 mm Breite auf fast Null, damit drückt sich die Mumpe da beidseitig raus, einmal in die Blutrinne und auf der anderen Seite in den Endleistenhohlraum. Ich weiß ja nicht wie breit Deine Mumperaupe ist, aber eine 1 mm breite Raupe direkt an die Blutrinnenkante zu legen ist wohl grundsätzlich keine so gute Idee :roll:

Gruß,

Uwe.

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 14:15
von jonasm
Löschknecht hat geschrieben:Macht ja auch Sinn das überschüssige Harz der Schicht vorher zu nutzen. Nur dachte ich, dass dieses Harz schon zu "alt" ist, da es schon eine Stunde liegt. Davon 30 - 45 Minuten mit Küchenrolle oder Klopapier drauf. Oder spielt das keine so große Rolle?

Wie bereits geschrieben bin ich auf das L385 Harz umgestiegen, da ich so entschieden mehr Zeit (120Min Topfzeit eher 180 :thumbup: ) habe. Beim HP Harz habe ich immer das Problem, dass es mir zu schnell angeliert.

ciao Timo
Warum liegt das Glas da eine Stunde lang rum bevor du die Kohle drauflegst?? Harz in die Form rollen, Glas drauf, festrollen, Kohle rein, festrollen, Harz nachrollen Schaum passend einlegen, Innengewebe rein, Abreiß nur da wo verklebt wird, Lochfolie, Vlies drauf und ab in den Sack. Nix angelieren und so...

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 14:21
von Löschknecht
...weil ich das in anderen Bauberichten bei denen SP verarbeitet wurde so gelesen habe.

Ciao timo

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 14:40
von jonasm
Aha, mach das nächstes Mal alles nass in nass ohne angelieren, das bringt doch nichts.

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 15:53
von paulpanter82
Hallo Jonas

Warum bringt das nichts?
Irgendwas muss ja dran sein das es Leute gibt die das so machen und wenn ich mich recht erinnere werden auch die Pace Flieger so hergestellt?

Gruß Michael

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 15:57
von jonasm
Jaja, irgendwer wird sich schon was dabei gedacht haben... :roll:

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 16:02
von paulpanter82
Und was hat sich da irgendwer dabei gedacht?

Klär uns doch mal auf, ich bin kein so versierter Formenlaminierer und würde gern dazu lernen.

Gruß Michael

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 16:24
von jonasm
Für mich macht es keinen Sinn das ganze angelieren zu lassen. Falls jemand einen kennt nur her damit!
Ausser natürlich, dass sich der ganze Harzprozess über Stunden hinzieht, ich mehr Harz verbrauche, mehr Küchenrolle, usw.

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 16:49
von paulpanter82
Könnte es vllt optische Gründe haben??
Gerade in kombination mit Spread Tow oder generell sichtbaren cfk Lagen??

Hier mal ein Beispiel, nass in nass und direkt Vakuum drauf ohne angelieren auf einer Glasplatte laminiert.
Restluft wird im Vakuum aus dem Gewebe in die größeren Hohlräume gezogen da kann es noch so schön getränkt sein:
Nass in Nass mit Vakuum.jpg
Timo zeigt schon den richtigen Weg einen schönen Sichtkohle Flieger zu laminieren ohne das man spätere mit schwarzem Wischfüller die Pinholes schliesen muss.
Also Timo mach weiter so schaut Top aus :thumbup:

Noch was, Pace (weis grad nicht wer dahinter steckt - Daniel Lesky o.Ä.?) macht meines Wissens sogar wesentlich mehr Harz in die Form. Der Effekt das man es angelieren lässt und nicht das Gewebe mit Vakuum platt drückt ist eine schönere Tiefenwirkung.
Gruß Michael

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 17:48
von Nebukadneza
Hi,

ich hab zwar noch keine Ahnung vom Thema, aber ich stelle mir das so vor:

Wenn mans „nur” wegen der Optik macht, wäre da dann nicht das richtigere ein Gelcoat-Harz flächendeckend in der Form zu verwenden? Das könnte man rollern oder spritzen, und macht auch die Oberfläche UV-Dicht(?), und ist halt genau dafür gedacht. Das Gewebe dahinter könnte dann wie gewohnt den korrekten Durchtränkungsgrad für optimale Gewichts-Festigkeits-Verhältnis haben, und man hätte eine noch bessere Oberflächen. Wobei ich mich mit abgesaugter ST-Kohle ja auch nicht beschweren kann was die Oberfläche angeht:
http://pics.kanojo.de/swallow/IMG_20150218_201220.jpg

Ich glaube Christian hatte seinen(?) ersten MR ja auch Nass in Nass ohne angelieren und dann abgesaugt gebaut, oder? Wie war da denn die Oberfläche?

Nicht falsch verstehen, ich will ja nicht werten, nur mir meine Gedanken zum Thema machen…

Grüßle,
Dario

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 18:01
von christianka6cr
Moin

Die Oberfläche an sich war super und quasi ohne Pinholes, allerdings geht das auch im Vakuum einwandfrei. Einfacher mit leicht angeliertem Harz, vor allem wenn man über der Gewebe-Fläche (Hartschale oder mehrlagiger Aufbau) keinen Stützstoff sondern Abreißgewebe liegen hat, daß einem ansonsten das frische Harz einfach wegsaugen würde...

Es ist wie so oft alles in einer Art richtig, kommt nur mal wieder drauf an was man wie erreichen und weiterverarbeiten möchte.

Gruß Christian

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 18:04
von Löschknecht
Servus Dario,

bei Christian war der Ansatz ja nicht schön leicht und in Sichtkohle. :D Bei ihm gibt es einfach andere Bedingungen als hier. Bei Deinem F3K bekommt man das in der Qualität aber nicht auf Anhieb hin. Jonas kann ohne Zweifel schöne Flieger bauen. In der Qualität fängt man mit Sicherheit aber auch nicht an. Aber Jungs ich habe keinen an der Hand der mir den Weg zeigt. Bis zum Bauseminar bei Weberschock dauert es leider noch ein bissl. Bis dahin muss ich mich auf das verlassen was ich im Web lese, verstehe und selbst umsetzen kann.

Von daher als her mit den Anregungen. Aber bitte nicht immer hinterher :-P

Ciao Timo

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 18:05
von paulpanter82
Hallo Dario

Bei der Platte wollte ich hohe festigkeit also mehr Faser als Harzanteil dementsprechend habe ich das meiste Harz mit hohem Vakuum ins Abreisgewebe und Saugvlies gezogen. Bei den Schaumflügeln werden normalerweise keine so hohen Drücke erzeugt damit es den Kern nicht zusammen verzieht/schrumpft dementsprechend wird auch die Restluft nicht so extrem aus dem Gewebe gezogen.
Würde man das ganze mit Gelcoat und Vakuum machen hat man die Luftbläschen in der 2. Schicht und könnte sie dann noch nicht mal mit Wischfüller schliesen also wieder sch... Optik.

Daniel Lesky hat im RCN einige Berichte dort hatte er auch mal geschrieben wie er es macht ich finds nur nicht mehr.

Gruß Michael

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 18:11
von paulpanter82
Nochmal was zu Darios Bild:

Diese leichten Wellen/Dellen, kommen die von zu viel Vakuum?
Sollte man vllt gerade so viel Vakuum ziehen das das Gewebe / Mylar glatt aufliegt aber sich nicht mehr in die halbierten Styrokügelchen oder weicheren Styrodur bereiche zieht?

Gruß Michael

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 1. Mär 2015, 22:00
von Bernd H
Für das Oberflächenlaminat.
Die Angegelierzeit bringt 3 Positive effekte .
1 Das Harz +Gewebe hat mehr Zeit zum Entlüften, die mineluftblsen die zwischen den Fasern Entweichen bruahen entweder Ziet, oder bewegung im Harz oder Wärme , ketzes beide Punkte lassen sich mit eine Haarföhn erreichen und ca 40° luftthempertur... es geliert dann auch Schneller an.
2. das zuerst eingbrachte galsgewebe verrutsch micht so leicht oder macht falten bei der 2ten Lamiantlage.
3. Beim endgültigen vakkumziehen wird glas nicht so leicht auf die Formenoberfläche gedrückt weil das Angelietre Harz nicht so leicht fliesst Im Vakkum.

es wird halt schwerer als das überschüssige Harz in die Cfk lage einzubringen , was vermulich fürs leichte Spread tow und die Stütstoffverkelbung ausreichend wäre. Das geht mit Schumstoffrollern recht gut.

Die oberflächen Optik ist lecht mit einer dünnen schicht Obeflächenharz oder Klarlack zu erreichen, wenns um möglichst leicht ght bring beides Gewicht.

@ Daro gel und Topcote sind meist schon schwerer als das komplette Laminat das was ich bisher von dem Zeug in der hand hatte ist Fast so Zäh wei Formenbauharz und kaum dünn Einzubringen.

Der perfekt und super leicht laminierkurs fehlt mir auch , ich propiers halt aus.
Mit viel Harz wirds immer schöön :lol:
Mit weniger Harz weniger Schön
Mit ganz wenig Harz schön leicht mit ansostem ungewissen Ergebniss :twisted:

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 19. Apr 2015, 12:02
von Löschknecht
Servus Zusammen,

bei mir ging es gestern auch mal wieder weiter.

Zunächst musste ein kleiner Tiefschlag verdaut werden. Beim Zuschneiden und anschließenden Positionieren des Stützstoffes muß irgendwie etwas schief gelaufen sein. Als ich die Stege einkleben wollte musste ich leider feststellen, dass meine Ausschnitte nicht zu den beiliegenden Stegschablonen paßt.
MR_StützstoffUnfall.jpg
Zum Glück hatte ich die Gewebeschläuche noch nicht in Harz getränkt und selbiges auch noch nicht angerührt. Die nun folgenden Flüche und Verwünschungen habe ich nicht dokumentiert....

Nachdem einige Überlegungen angestellt wurden entschloss ich mich dazu anhand der Stegschablonen Markierungen auf den Stützstoff aufzubringen und diesen mit dem Stechbeitel auszunehmen. Das klappte sehr gut. Bei meinem nächsten Eigenbau werde ich auf jedenfall wie folgt vorgehen:

Im ersten Schritt werden Schlichtlage, äußere Lage und der nicht ausgesparte Stützstoffe eingesaugt. Anschließend wird der Stützstoff ausgenommen und die Innenlage samt Gurten eingesaugt.


Zurück zum MR. Nachdem die noch offenen Fragen nun geklärt waren habe ich gestern nun die Verstärkungen und das neue Abreissgewebe fürs Scharnier eingesaugt. Heute mittag sollte das Harz trocken sein. Ich hoffe, dass nun alles paßt und ich diese Woche noch dazukomme die Form zuschliessen, damit ich sie weitergeben kann.
MR_StützstoffUnfall_Verstärkungen.jpg
Eine Ballastkammer habe ich nicht gefertigt, da mir ein entsprechender Dummy fehlt. Ist diese zwingend erforderlich?

ciao Timo

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 19. Apr 2015, 22:19
von Goofy
Hi Timo,
Wenn Du nicht unbedingt im DS punkten willst, ist eine Ballastkammer wohl kein unbedingtes Muss. Ich habe auch keine eingebaut. Ich hatte bisher noch nicht den Fall, dass ein Flieger von mir zu leicht war :oops: :mrgreen: !

Viele Grüße
Elmar

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 19. Apr 2015, 22:26
von UweH
Goofy hat geschrieben:Hi Timo,
Wenn Du nicht unbedingt im DS punkten willst, ist eine Ballastkammer wohl kein unbedingtes Muss.
Sehe ich auch so, aber fürs fliegen bei Sturm wäre eine Ballastkammer auch vorm Hang gut zu gebrauchen. Fliegst Du bei Sturm z.B. am Felsen oder an der Küste wie Jörg?
Schnell wird der Flieger auch in leicht wenn man ihn passend tief trimmt.

Gruß,

Uwe.

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 19. Apr 2015, 22:30
von jduggen
Hallo Timo, Hallo Elmar,

naja, kommt schon sehr auf den Einsatzbereich an. Auch Frontside ballastiere ich meinen 900 g Rock gerne noch auf. An der Kante auf Sylt war ich letztes Jahr quasi nur mit 300 g extra im Bauch unterwegs.
Am Felsen ab guten 4 oder mehr haben Uwe und ich schon über einen 2 Kg Rock philosopiert.....
Ich würde schon was vorsehen, schadet sicher nicht,

viel Spaß mit dem miniröckchen

Jörg

Uwe war schneller.... :)

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 19. Apr 2015, 23:09
von UweH
jduggen hat geschrieben:Uwe war schneller.... :)
Jo, und ich hatte in meinem letzten zwar eine Ballastkammer drin, aber hab ihn am Felsen auch bis 5 Bft leer geflogen.
Mit Ballast macht er zwar wegen Speed und Durchzug mehr Spaß, aber das muss man mit der größeren Trägheit im Langsamflug auch fliegen und nachher bruchfrei landen können.
Ich bau in den nächsten MR sicher wieder eine Kammer für 300-500 Gramm ein, Timo kann bei seinem Erstling bestimmt auch drauf verzichten ohne das nachher zu vermissen :roll: :P

Gruß,

Uwe.

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Apr 2015, 15:09
von Löschknecht
Servus Zusammen,

Form ist zu nun heißt es warten bis Sonntag. Ist schon ein bissl wie Lotto Gewinn oder Niete wir werden sehen ;)
IMG-20150423-WA0016.jpeg
ciao Timo

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 26. Apr 2015, 17:55
von vanquish
Hy Timo,

Heute ist Sonntag! ;)
Wir sind gespannt! :lol:

LG, Mario

Re: TB-MiniRock, Bauberichte

Verfasst: So 26. Apr 2015, 21:28
von Löschknecht
Hey Mario,

cool das Du den Weg zu uns gefunden hast- Klar ist heute Sonntag aber noch bis 24Uhr :P

Aber selbstverständlich habe ich schon entformt und mir alles angeschaut. Aber ins Forum schreiben kann ich ja auch noch wenn es abends dunkel ist. Deshalb stand erstmal ein spontanes Hannibaltreffen an...
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Meiner ist der Rechte. Das ist übrigens der Hartschalenflieger mit der weichen Schale. ;-)

Dabei habe ich geschafft kapital abzusaufen und durfte etwas zum Flieger laufen...
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Alles heil geblieben. SR zeigt in Richtung Startplatz.

Deine Email habe ich übrigens bekomme nur noch keine Zeit zum Sichten und Antworten gehabt. Sorry. Vielen Dank nochmal dafür.

Also folgende Bilder habe ich für euch
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Wie man sehen kann ist schön anders. Zwei Meter in der Luft sieht man es nicht und die Farbe leuchtet richtig in der Sonne. Nervig ist es aber schon.

Die Fehlersuche/ Analyse läuft und es zeichnet sich ein Ergebnis ab. Ich werde diese Spekulationen aber erst Testen und dann etwas dazu sagen.

Das Gewicht finde ich auch zu hoch für eine Stützstoffvariante. Aber es ist ja eh kein Leichtwindflieger. In dem Bereich wo Spreadtow verarbeitet wurde ist der Flieger schön fest. Der vordere Bereich mit dem Glas/Basalt/Kevlar ist ziemlich weich.Schauen wir mal wie man das noch retten kann.

Nun wird erstmal in aller Ruhe besäumt und dann die Ruder ausgemessen und gängig gemacht. Gibts dazu eine Schablone oder Maßangaben?

Ziel ist es den MR noch vor Pfingsten am liebsten mit dem Konstrukteur einzufliegen, um es dann im Fliegerurlaub krachen lassen zu können.

ciao Timo

Morgen Abend werde ich die Form noch putzen, dann ist sie abholbereit. Du kannst also Material bestellen Uwe ;-)