So sah das Brett nach der Übergabe aus: So weit, so gut.....bei mir haben Brettnurflügel wegen der schwierigen Landebedingungen an meinen besten Hängen einen relativ hohen Verschleiß, das dürfte für die Lebensdauer meines lange ersehnten und sehr seltenen neuen Bretts leider nicht gerade günstig sein. Deshalb habe ich Peter gefragt ob ich das Modell vor dem ausbauen und fliegen abformen darf. Peter hat dem nicht nur zugestimmt, er hat mir auch noch eine Menge Informationen zu Auslegung und Aufbau mit gegeben, vielen, vielen Dank dafür
Durch das abformen wird der Ausbau noch etwas länger dauern, aber ich verspreche dass ich den von Peter Wick persönlich und selbst gebauten Flieger in die Luft bringe und dann in Ehren halte .......wenn er das abformen übersteht. So viel kann ich schon verraten: zumindest der Rumpf wird fliegen können
Ich möchte hier den Bau der Formen und Modelle mal zeigen um Tipps von anderen die in Harz und Gewebe bauen zu bekommen und solchen die das noch tun möchten zu geben. Ich bin ein Sturkopf, deshalb werde ich sicher nicht alle Tipps und oft meinen Dickkopf umsetzen, trotzdem hoffe ich brauchbare Formen und gut fliegende Modelle erstellen zu können.
Leider wird man auch bei mir das Brett nicht kaufen und die Formen nicht ausleihen können, die sind nur für den Eigenbedarf und gute Freunde und Vereinskollegen die Nurflügelentwicklung unterstützen und fördern
Hier gehts dann auch gleich los mit dem Bericht übers abformen.
Der Rumpf ist für das flugfähige Exemplar gebaut und deshalb muss man bei der Verwendung als Urmodell ein paar Abstriche machen. Es gibt keine Kabinenhaube, der einteilige 2 m-Flügel wird nachher von oben aufgeschraubt. Vorne ist der Rumpf sehr stabil, hinten dünn und leicht gebaut, wie es sich für ein auf Masseverteilung optimiertes Brett gehört. In die dünnwandige Seitenruderfinne hat Peter Stützrippen und einen Steg einlaminiert, die sich in der Form nachher abzeichnen. Der Lack war auch sehr dünn aufgebracht und damit leicht, hier habe ich erst mal etwas geschliffen und mit 1K Spritzfüller versucht die Pinholes zu schließen.
Perfekt ist es nicht geworden, aber nach etwas Nassschliff und dem eintrennen mit 6 x Grundierwachs habe ich die Trennebene aus einem Baumarkt-Regalbrett gesägt. Mein neuer Multimaster hat mir dabei gute Dienste geleistet.
Der Rumpf wurde in ein Bett aus 3 Streifen Polyesterspachtel gedrückt, jeweils an der Rumpfnase, dem Finnenfuß und dem Finnenrandbogen, und auf die Mittellinie einnivelliert. Nach dem aushärten wurde der Restspalt mit Polyesterspachtel geschlossen, die nach oben etwas über die Trennebene über steht.
Die Löcher für die Formfixierstifte wurden gebohrt, die aus Regalbretthaltern mit Bund aus dem Baumarkt bestehen.
Der Rumpf wurde nach dem aushärten der Spachtel aus der Trennebene genommen, der Spachtelüberstand plan abgeschliffen und dann Rumpf und Formfixierstifte in die Trennebene eingesetzt. Das ganze habe ich noch mal mit 2 x Grundierwachs behandelt und für zuverlässiges entformen mit PVA-Trennmittel eingetrennt.
Das PVA habe ich zur besseren Sichtbarkeit des Trennfilms mit ein paar Tropfen Farbkonzentrat aus dem Baumarkt eingefärbt und mit einem Schwamm aufgetragen, funzt problemlos.
Die Form für den Rumpf incl. Verklebeleisten ist inzwischen fast fertig und den Weg da hin zeige ich beim nächsten Mal.
Gruß,
Uwe.