Peter Wick hat geschrieben:OK ca 1,1 war wohl zu hoch angesetzt...nach den Polaren und das was Uwe schreibt sind wohl 0,9 im Hochstart mehr realistisch, vielleicht auch 1,0 da die Re etwas höher sind. Am Anfang.....
Für den NF könnte man dann ca. 0,7 annehmen (das ist schon mal recht konservativ) aber BWB kostet etwas max. Auftrieb.
wenn man 30dm2 beim Leitwerkler dann auf den 0,7 NF umrechnet...kommen dann 38,5dm2 raus....UWE...39dm2 - gut getroffen - gerechnet
Hallo Peter, gerechnet habe ich nicht, aber wenn die Ausgangswerte keine Fixzahlen sondern Wertebereiche sind, ist schätzen für den Entwurf oft genau genug
Die Werte aus Deiner überschlägigen Rechnung würde ich auch so ansetzen
Peter Wick hat geschrieben:Ansonsten bin ich mit UWE einig - das Ding muss leicht warden. Allerdings sieht es so aus, als dass man eine Beplankung verwenden sollte...ich denke auch, wenn ich den Rapport lese dass man etwas gegen das einfallen tun sollte. Früher habe ich Rippenaufleimer verwendet, die das einfallen reduzieren sollte...macht man das nicht mehr? Gewicht? Ich denke für ein gutes Handling eines leichten RES Brettes muss man dafür sorgen, dass Unstetigkeiten in der Polare wegen Ablöseproblemen usw. wenn immer möglich verhindert werden sollten, da die typischerweise mit cm Sprüngen verbunden sind....und dann fliegt das Teil nie gut.
Bei der Bauweise bin ich noch unschlüssig. Beplankung wird ganz sicher schwerer als mehr Nasenrippen und offene Rohrholmbauweise. Das große Mittestück ist Problem und Chance zugleich. Wird große Profiltreue ohne eingefallene Bespannungsfelder gewünscht, dann wird es sicher nicht mit geringem Gewicht zu bauen sein. Kann man die Beplankung da aufs nötigste beschränken um RC unter zu bringen und genug mechanische Festigkeit fürs Landen und Bodenhandling zu erreichen, dann ist es eine Chance dafür viel tragende Fläche und hohe Re-Zahl mit geringem Gewicht zu bauen.
Rippenaufleimer verbreitern nur die Rippen etwas um mehr Klebefläche für die Bespannung zu bekommen, die fällt aber schon zusammen mit dem Aufleimer ein und verhindert das durchhängen kaum, das bringt nur unnötiges Gewicht. An den Flügel-Trennstellen ist aber Beplankung oder mindestens Aufleimer günstig um das Durchbiegen der Anschlußrippen zu verhindern und die Bespannungskanten vernünftig anbügeln zu können und wenn man D-Box-Beplankung verwendet erleichtern Aufleimer die Übergänge zwischen beplankten und offenen Rippenfeldern spaltfrei mit sauberen Teileübergängen hin zu bekommen.
Leisten in Spannweitenrichtung verhindern das Einfallen besser, bilden aber Stolperkanten die als Turbilator gut, für die Laminarhaltung jedoch schlecht sind.
In der Stuttgarter Windkanalmessung zeigt sich dass die eingefallene Bespannung den Maximalauftrieb des Profils verringert, das war keine Überraschung und ist für uns eher nachteilig.
Das untere Laminardelleneck verschiebt sich hin zu leicht höheren ca, das ist für uns nicht sooo schlecht und kommt wohl da her dass sich die Lage von Dicken- und Wölbungsmaximum durch das einfallen nach hinten verschieben.
Es gibt durch die Turbulenznasenleiste kaum Ablöseblasen, das sehe ich vorteilhaft.
Im Moment tendiere ich dazu für unser Projekt zugunsten des Gewichts bei der offenen Rippenbauweise mit vielen kurzen Nasenrippen zu bleiben und an gut überlegten Stellen hinter dem Holm und vor der Endleiste, sowie im Mittelstück dünne, z.B. 2x2 oder 3x3mm Balsaleisten oder dünne Kohleprofile in Spannweitenrichtung einzubauen, die den leichten Pfeilschaft als Holm noch unterstützen. Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen und hängt noch etwas von der Profilierung ab.
Beim GezoRES habe ich den Profiltropfen der Fräsrippen geometrisch auf das einfallen der Beplankung dazwischen angepaßt, so dass im Mittel eine bessere Annäherung der gebauten Profile an die simulierten Profile erflogen sollte. Fliegen tut der GezoRES damit anständig, aber irgendwie hab ich nicht dran gedacht das bei den Windkanalversuchen überprüfen zu lassen als Ruben mich nach Windkanalmodellen gefragt hat, .....ich hatte ja nur auf den Flügel angepaßte SA703X- und AG-Profile verwendet und für die SA-Profilfamilie gibt es schon gemessene Polaren.
Fingerklappen an der Unterseite habe ich bei Hortenmodellen schon öfter gebaut. Es hat sich dabei nicht bewährt die Mittelrippe zum greifen zu verwenden, weil man bei Wind nicht genug Hebelarm hat um das Modell beim halten um die Längsachse ruhig zu halten, mit größerem Abstand der Klappen für die zweite Rippe ging das aber ganz gut.
Meine gebauten Klappen waren bisher immer zu kurz, so dass man sich bei kräftigen Würfen an den Lochkanten der Beplankung weh tun konnte oder zu wenig Kraft aufbrachte wenn man die Finger schonen möchte. Da hätte ich aber Vergleichswerte und noch existierende Flieger zum testen und als Konstruktionsvorlage. Ich würde die Klappen wegen Christofs Einwand auf der Unterseite einbauen und sie sind wahrscheinlich leichter (und schöner) als eine fette, lange Mittelkufe unter dem Flügel.
Das RES-Brett läßt sich mit Seite-Höhe sicher ein paar Gramm leichter bauen als mit Elevons, aber wenn es am Ende eher ein Hangsegler als ein Wettbewerbs-Hochstart-Thermiksegler wird schränkt die klassische Zweiachssteuerung die Verwendung als Freizeit-Spaßmodell doch so stark ein, dass ich dafür nicht die viele CAD-Arbeit machen möchte

....aber seit dem Seite/Höhe Entenschnabelprofil-Brett wollte ich immer noch mal einen klassischen Zweiachser als Thermikbrett haben....irgendwann, es gibt noch so viel auszuprobieren
Gruß,
Uwe.